Verkehrspolitischer Unsinn: Grüne Neukölln kritisieren Verlängerung der A100

Vor dem Spatenstich zur Verlängerung der Berliner Stadtautobahn A100 von Neukölln nach Treptow am Mittwoch, den 8. Mai erklären Bündnis 90/Die Grünen Neukölln:

Die Verlängerung der A100 von Neukölln nach Treptow ist verkehrspolitischer Unsinn mit katastrophalen Folgen für Neukölln und andere Bezirke. Statt in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zu investieren, zahlt Berlin voraussichtlich 13,3 Millionen Euro der 500 Millionen Euro (Berechnungen unseres verkehrspolitischen Sprechers im Abgeordnetenhaus Harald Moritz) für ein Projekt, dass zu mehr Lärm, mehr Feinstaub und mehr Stau führt. Die großen Stadtstraßen werden mit zunehmendem Autoverkehr belastet und die umliegenden Kieze drohen daran zu ersticken. Wegen des Ausbaus wurden in Neukölln bereits 314 Kleingärten auf 12,5 Hektar gekündigt. Etwa 450 hochstämmige Bäume müssten gefällt werden, die meisten davon stehen auf der Grundfläche der Kleingärten. 

André Schulze, Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen erklärt dazu: „Der Weiterbau der A100 ist und bleibt verkehrspolitischer Unsinn und zementiert die falsche Richtung in der Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte. Wir werden uns umso stärker für eine  zukunftsfähige und nachhaltige Mobilitätspolitik für Berlin einsetzen, die auf ÖPNV, Fuß- und Radverkehr statt auf das Auto setzt."

Wir unterstützen die Aktion "Wir pfeifen auf die Verlängerung der Stadtautobahn A100!" am Mittwoch, den 8. Mai 2013 um 12 Uhr auf dem Protestcamp Neuköllnische Allee 33/ Ecke Grenzallee. Anlass ist der erste offizielle Spatenstich, der um 13 Uhr nur wenige Meter weiter an der Grenzallee, Ecke Bergiusstraße stattfindet. Mehr Infos dazu finden Sie hier: http://www.a100stoppen.de/protest-statt-party-wir-pfeifen-auf-die-a100/.

Fragen beantwortet Euch gerne unser Vorstandssprecher André Schulze: 0162/645 87 10.