48 Sekunden Neukölln heißt: Warten auf den M41. Fahrradfahren ohne Fahrradwege. Stress mit nervigen Miethaien. Kiffen ohne es zu dürfen... Unsere Video-Reihe zur Wahl 2016 zeigt Alltagsprobleme in Neukölln – vielfach diskutiert und trotzdem noch immer nicht gelöst. 

Bis zur Wahl am 18. September posten wir auf www.gruene-neukoelln.de/48sekunden jede Woche ein neues Video. Wenn du nichts verpassen willst, kannst du uns auch auf Facebook oder Twitter folgen.

Nina vs. Miethai

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Fast täglich machen neue Kneipen und Bars, neue Geschäfte und Galerien in unserem Bezirk auf. Was frischen Wind nach Neukölln bringt, treibt gleichzeitig die soziale Spaltung voran: Die Mieten steigen rasant und die Konkurrenz um Flächen und Räume nimmt zu. Neue, teure Wohnkomplexe werden gebaut, während parallel immer mehr Menschen aus ihren Mietwohnungen verdrängt werden.

Wir Grüne wollen den Wandel unserer Stadt mit all seinen Chancen und Herausforderungen sozialverträglich und ökologisch gestalten und dabei das erhalten, was unsere Kieze so liebenswert macht: Die soziale Durchmischung, das selbstverständliche Miteinander verschiedener Lebenskonzepte und kleinteilige, dezentrale Strukturen aus Wohnen, Einkaufen, Arbeiten und freien Grünflächen. Das passiert nicht von allein – sondern nur mit einer Politik, die dieser Entwicklung Regeln und Rahmen setzt.

Im Neuköllner Norden stiegen die Mieten bei Neuvermietung zwischen 2009 und 2014 um über 50 Prozent – mehr als irgendwo sonst in Berlin. Längst betrifft der Anstieg nicht nur Neuvermietungen, sondern auch bestehende Mietverträge. Im Reuterkiez ist heute mehr als jede achte Wohnung überbelegt. Das erhöht den Druck auf die ohnehin schon dürftige Infrastruktur an Parks und Freiflächen, Spielplätzen und Kitas. Immer mehr Menschen werden deshalb aus Neukölln verdrängt. Ein Instrument, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, ist die Einrichtung von Milieuschutzgebieten, für die wir uns seit Jahren einsetzen.

Alle Infos und Hintergründe zum Thema Milieuschutz findest du auf unserer Sonderseite unter www.gruene-neukoelln.de/milieuschutz.

Karl vs. volle Fahrradbügel

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Schnell mit dem Fahrrad zum Supermarkt, zur Schule oder zum Sport? Und dann findet sich kein Platz zum Anschließen? Mit diesem Problem sehen sich Radfahrer*innen auch in Neukölln täglich konfrontiert. Niemand lässt sein Fahrrad gerne an Verkehrszeichen oder Laternen zurück. Der Mangel an Ständern und Bügeln macht das aber noch viel zu oft notwendig.

Deshalb wollen wir an Orten wie den Neukölln-Arcaden Abstellplätze für Räder schaffen und Bürger*innen die Möglichkeit geben, ihren Bedarf an Stellplätzen online anzumelden, damit der Bezirk diese dort errichten kann, wo sie gebraucht werden. Der Bedarf an allen S- und vielen U-Bahnhöfen im Bezirk ist jetzt schon deutlich.

An geeigneten Umsteigebahnhöfen wollen wir Parkhäuser für Fahrräder schaffen, damit den Menschen der Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln noch leichter fällt. Dort wo kein anderer Platz vorhanden ist, wollen wir Autoparkplätze in Fahrradstellplätze umwandeln – denn wo jetzt ein Auto steht, können rund ein Dutzend Fahrräder Platz finden.

Mehr Informationen zum Thema findest du auf unserer Sonderseite unter www.gruene-neukoelln.de/fahrrad und in unserem Wahlprogramm im Kapitel "Verkehr in Neukölln – vom Menschen aus denken".

Nina vs. Kopfsteinpflaster

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Immer mehr Menschen fahren Fahrrad – auch in Neukölln. Doch für viele ist der Umstieg aus Gründen der Sicherheit oder Bequemlichkeit noch keine Option. Wir wollen die Bedingungen zum Radfahren in unserem Bezirk spürbar verbessern. Ein Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik ist längst überfällig. Die knappen Verkehrsflächen im Bezirk müssen endlich effektiv genutzt werden. Denn eine konsequente Verkehrswende weg vom Auto ist nicht nur ein wichtiger Baustein für erfolgreichen Klimaschutz, sondern erhöht auch die Lebensqualität in der Stadt.

Wir fordern deshalb mehr Fahrradstraßen in Neukölln und eine (Teil-)Asphaltierung für fahrradfreundliche Verbindungen durch unsere Kieze. Außerdem wollen wir Fahrradstreifen oder für Räder freigegebene Busspuren auf allen großen Verbindungsstraßen wie der Hermannstraße und der Sonnenallee. Für diese Maßnahmen brauchen wir einen deutlich erhöhten Anteil am Verkehrsetat für Fahrrad- und Fußverkehrsmaßnahmen. Insbesondere im Norden Neuköllns besteht hier enormer Nachholbedarf.

Mehr Informationen zum Thema findest du auf unserer Sonderseite unter www.gruene-neukoelln.de/fahrrad und in unserem Wahlprogramm im Kapitel "Verkehr in Neukölln – vom Menschen aus denken".

Karl vs. Landwehrkanal

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Wer abendlich am Landwehrkanal weilt, kennt es wahrscheinlich: Das Sauerstoffboot. Denn der Sauerstoffgehalt des Wassers ist so gering, dass es zusätzlich mit Sauerstoff versorgt werden muss. Dazu kommen Unmengen an Müll im Wasser und am Ufer des Kanals.

Wir wollen das ändern und die vielen kleinen grünen Oasen im Norden Neuköllns erhalten und ausbauen. Wir wollen ein Neukölln, in dem das Vogelgezwitscher lauter ist als der Autolärm, in dem Bienen statt Feinstaub in der Luft fliegen und es mehr öffentliche Grünflächen statt privaten Betonwüsten gibt. Der Sprung ins kühle Nass ohne dabei gesundheitliche Schäden davon zu tragen, soll nicht länger Utopie bleiben.

Dabei hilft unsere Grüne Wasserstrategie. Mit dezentralem Regenwassermanagement fließt bei Starkregen nicht länger ungeklärtes Abwasser mit Hundekot und Reifenabrieb in die Spree. Dann können bei Sonnenschein Menschen in einen sauberen Fluss springen. Diese Vision wird mit dem Flussbad an der Museumsinsel real. Dort und an vielen anderen Stellen, wie zum Beispiel in der Rummelsburger Bucht, wird man zukünftig baden können.

Nina und Karl vs. Ganja-Hater

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Die bisherige Sucht- und Drogenpolitik ist gescheitert. Immer mehr Polizei und Repression gegen Konsument*innen und kleine Händler*innen haben nichts gebracht. Indem Innensenator Henkel und Stadtrat Liecke diesen Umstand konsequent leugnen, verschärfen sie das Problem. Handel und Konsum gehen unvermindert weiter, völlig unkontrolliert und ohne die Möglichkeit, vor allem Kinder und Jugendliche zu schützen. Die Hasenheide und die Linie U8 haben sich zu einem zentralen Umschlagplatz entwickelt. Mehr Repression führt nur dazu, dass Dealer*innen und Konsument*innen in die umliegenden Wohnviertel ausweichen.

Wir brauchen einen neuen Ansatz in der Sucht- und Drogenpolitik. Die Kriminalisierung von Konsument*innen lehnen wir ab. Wir fordern einen Coffeeshop für Neukölln, in dem Cannabis legal und kontrolliert an Erwachsene abgegeben wird und unterstützen daher die Legalisierung von Cannabis auf Landes- und Bundesebene.

Am 26. August lädt unser Direktkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, Georg Kössler, zu einem Kiezgespräch mit dem Thema Cannabis als Medizin. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier.

Nina und Karl vs. M41

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Eine Situation, die sicherlich alle Neuköllner*innen nur zu gut kennen: Man schaut auf den Fahrplan, erwartet freudig den nahenden Bus – und nichts passiert. Man wartet und wartet und wartet... und irgendwann kommt dann nicht einer, nicht zwei, nein meistens gleich drei M41er. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Auf der verstopften Sonnenallee ist für die Busse oft kein Durchkommen, an den Haltestellen sammeln sich Trauben von beförderungswilligen Passagieren, das Ein- und Aussteigen dauert. Ergebnis: Der Bus ist überfüllt und verspätet sich. Nach und nach fahren die Busse aufeinander auf.

Das ließe sich ändern: mit einer Verkehrspolitik, die einen Vorrang auf den öffentlichen Personennahverkehr legt, mit einer Busspur entlang der ganzen Sonnenallee (über die sich auch Fahrradfahrer*innen freuen würden), Haltestellenkaps, die direkt am Fahrstreifen enden und Einfädeln in den Verkehr unnötig machen, und weiteren Verbesserungen. Auf Landesebene hat sich hier auf unseren Druck hin einiges getan, auf Bezirksebene wird all dies dagegen weiter sabotiert. Die Verlängerung der Busspur auf der Sonnenallee war dem Bezirksamt zu lang und zu breit.

Mehr Informationen zum Thema findest du in unserem Wahlprogramm im Kapitel "Verkehr in Neukölln – vom Menschen aus denken".

Viele Grüne Ideen und Lösungsvorschläge für ein noch lebens- und liebenswerteres Neukölln findest du in unserem Wahlprogramm.

Starring...

Die Neuköllnerin Nina wird gespielt von Sibylle Steffan, Direktkandidatin im Wahlkreis 4. Den Neuköllner Karl spielt Vorstandsmitglied Robin Völker.