Wirtschaft und Arbeit
Arbeit und Ausbildung in Neukölln
Hauptaufgabe grüner Wirtschaftspolitik ist auch in Neukölln die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Eine Möglichkeit neuer Beschäftigung liegt in der Selbstständigkeit. Die bezirkliche Wirtschaftsberatung und das Frauenwirtschaftszentrum begleiten Menschen erfolgreich bei der Existenzgründung. Auch länger bestehende Betriebe können bei Fragen zu Förderungen und Finanzen Unterstützung erhalten. Die Grünen Neukölln wollen das Beratungsangebot erweitern und personell verstärken. Pleiten verhindern heißt Beschäftigung sichern! Dafür muss mehr Prävention betrieben werden. Eine leistungsfähige Schuldnerberatung für Gewerbebetriebe ist für uns unverzichtbar.
In unserem Bezirk haben in den letzten Jahren viele große Betriebe ihre Pforten geschlossen und zahlreiche Industriebrachen hinterlassen. Wichtiges Anliegen grüner Wirtschaftspolitik ist die Ansiedlung von neuem Gewerbe. Dabei sind auch große Investoren willkommen, wenn die Nutzung umwelt- und stadtverträglich ist.
In Neukölln fehlt eine ausreichende Anzahl an Ausbildungsplätzen - besonders junge Menschen mit Migrationshintergrund haben wenig Chancen eine Lehrstelle zu finden. Damit fehlt die wichtigste Grundlage für dauerhafte Beschäftigung oder erfolgreiche Selbstständigkeit. Ein Weg zu mehr Ausbildungsplätzen im Bezirk sind Ausbildungsverbünde. Kleinere Betriebe, die selbst keine umfassend qualifizierte Ausbildung leisten können, schließen sich zur wechselseitigen Nutzung von Ausbildungskompetenz zusammen. Hierfür muss Neukölln insbesondere bei Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund noch stärker werben und Unterstützung anbieten.
Einkaufen in Neukölln - wohnortnahe Versorgung erhalten
Der Einzelhandel in Neukölln ist ein großer Wirtschaftsfaktor und ein bedeutender Arbeitgeber. Wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten sind ein wichtiger Bestandteil von städtischer Lebensqualität. Deshalb darf der Niedergang der drei großen Neuköllner Einkaufsstraßen Karl-Marx-Straße, Sonnenallee und Herrmannstraße nicht tatenlos hingenommen oder durch falsche Strukturentscheidungen gefördert werden. Durch den Rückgang der Kaufkraft besteht in unserem Bezirk kein zusätzlicher Bedarf an großen Einkaufszentren, die das Überleben insbesondere kleiner Einzelhändler gefährden. Eine Vergrößerung der Gropiuspassagen kommt für uns nicht in Frage. Wir begrüßen die neue Estrel-Halle, allerdings erteilen wir großflächigem Einzelhandel dort wie auch bei der Nachnutzung des ehemaligen Kindl-Geländes eine klare Absage.
Die Neuköllner Einkaufsstraßen müssen wieder attraktiver werden. Dazu gehört nicht nur ein vielfältiges Waren- und Dienstleistungsangebot, sondern auch ein angenehmes Erscheinungsbild sowie Fußgängerfreundlichkeit und gute öffentliche Verkehrsanbindung. Die Grünen Neukölln fordern den Bezirk auf, mit Hauseigentümern, Ladenbesitzern, Gastronomen und Kultureinrichtungen in einen wirklichen Dialog zu treten. Ziele dabei müssen die Entwicklung neuer Konzepte, die Organisation von Fördermitteln und die Koordination von Baumaßnahmen sein. Anzustreben ist die Reaktivierung leer stehender Gewerberäume durch Zwischennutzung und bessere, gemeinsame Vermarktung.
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Umwelt und Lebensqualität
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Integration und Beteiligung


