Liebe Neuköllnerin, lieber Neuköllner,

Neukölln ist ein Stadtteil der Unter­schiede: dicht bevölkerte Innenstadt, In­dustrie- und Gewerbegebiete, Eigen­heime und viel Grün am Rande der Stadt. Vielfalt der Kulturen, mit allen Licht- und Schattenseiten. Wir sind gerne Neuköllner. Unser Bezirk ist bunt und spannend. Wir schätzen die Parks und Gärten genauso wie die Kulturangebote. Wir freuen uns, dass der Norden Neuköllns zu­­nehmend attraktiv für Kunst- und Kulturschaffende wird.

Doch die Realität ist auch Armut und Arbeitslosigkeit. Jede und jeder Dritte ist auf finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Vor allem Gering­qualifizierte, darunter viele Men­schen mit Migrationshintergrund, sind praktisch vom Arbeitsmarkt aus­ge­schlossen. Die Wandlung von der In­dus­trie- in die Wissensgesellschaft, in der wir die Zu­kunfts­chancen Berlins sehen, steht in unserem Be­zirk erst am Anfang.

Wir kennen die Probleme und Her­aus­for­de­run­gen Neuköllns. An ihnen gilt es auch in Zukunft zu ar­bei­ten. Dafür brauchen wir jede und jeden Einzelnen. Dies wird jedoch nur gelingen, wenn wir in allen Be­reichen die Möglichkeiten und Vorraus­setzungen für Integration und Teil­habe schaffen.

Wir haben in den letzten Jahren mit unse­ren fünf Bezirksverordneten und grüner Beharrlichkeit viel erreicht, oft gegen den Widerstand der anderen Parteien. Neu­­kölln hat auf unser Drängen eine Migrations­­beauftragte bekommen. Wir haben erfolgreich gegen Kürzungen im Bildungs­­bereich gekämpft, bezirkliche An­ge­bote der Musikschulen konnten sogar aus­­gebaut werden. Die Abschaffung des men­schen­unwürdigen Gutscheinsystems für Asylbewerber haben wir gegen den zu­stän­­digen CDU-Stadtrat durchgesetzt.

In Neukölln tut sich etwas für eine   gesunde Um­­welt, gegen Dreck und Lärm: Tempo-30-Zonen wurden erweitert, am Richard­platz wurde ein verkehrsberuhigter Bereich ein­gerichtet.  Wir haben den Radwege-Master­plan angestoßen, das Fahrradnetz wird ausgebaut. Die Belastungen durch Fein­staub und Abgase sind aber immer noch viel zu hoch. Unser Engagement für eine umwelt- und menschenfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung und für alternative Verkehrs­mittel zum Auto ist daher un­ver­zicht­bar.

Dabei wissen wir, dass der finanzielle Hand­lungs­­­spielraum gering ist: der größte Teil der Mittel im Neuköllner Bezirkshaushalt ist durch gesetzliche Vorschriften festgelegt. Wir wer­den jedoch unseren politischen Einfluss da­für einsetzen, dass die verbleibenden finan­ziellen Mittel bürgernah, transparent und nachhaltig ausgegeben werden.

Neukölln braucht mehr Grün. Dafür bitten wir Sie am 17. September und darüber hinaus um Ihre Unterstützung


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