Zur Abwahl von Stefanie Vogelsang erklärt die Fraktion von Bündnis
90/Die Grünen in der Neuköllner BVV:
„Stefanie Vogelsang, Stadträtin für Gesundheit und Bürgerdienste, wurde heute von der Neuköllner BVV mit 40 Stimmen abgewählt. Lediglich 11 Bezirksverordnete stimmten gegen den Abwahlantrag, der aus den Reihen der 17-köpfigen CDU-Fraktion eingebracht worden war. Damit hat das unrühmliche Kapitel Vogelsang in Neukölln endlich seinen Abschluss gefunden, nachdem im vergangenen Jahr ihre Abwahl wegen Untätigkeit und schlechter Amtsführung noch an der von ihr initiierten Nichtbeteiligung der CDU-Fraktion gescheitert war.
Auch nach der Abwahl behält die CDU das Vorschlagsrecht für den Stadtratsposten. Es ist demokratische Gepflogenheit, diese Kandidatin oder diesen Kandidaten auch mit zu wählen. Dazu sind wir unter zwei Bedingungen bereit: Erstens muss die Kandidatin oder der Kandidat ein Mindestmaß an Kompetenz und Fleiß mitbringen. Beides ließ Stefanie Vogelsang gänzlich vermissen. Zweitens muss die Kandidatin oder der Kandidat die CDU-Fraktion geschlossen hinter sich wissen. Als Mehrheitsbeschafferin für CDU-interne Flügelkämpfe stehen wir nicht zur Verfügung.“
Die BVV am 20.5. wurde von einer Personalfrage beherrscht: sieben Fraktionsmitglieder der CDU, darunter ihr Fraktionsvorsitzender Falko Lieke, haben per Dringlichkeit die Abwahl der CDU-Stadträtin für Gesundheit und Bürgerdienste Stefanie Vogelsang beantragt. Doch auch daneben standen wichtige Themen wie der bezirkliche Wertausgleich, die Position des Bezirks zur Bebauung des Flughafengeländes am Columbiadamm und die weiterhin unbefriedigende Situation im Quartiersmanagement Richardplatz Süd auf der Agenda. Lesen Sie hier unseren Bericht.

Die März-Sitzung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung begann mit einer Bürger-Fragestunde. Neben Fragen zur Verkehrslenkung in der Karl-Marx-Straße, dem Betrieb einer Freizeiteinrichtung in der Hufeisensiedlung sowie dem leidigen Thema Hundekot wurde zum Thema „Campus Rütli“ gleich mehrfach gefragt. Die gab Bezirksstadtrat Wolfgang Schimmang (SPD) Gelegenheit, dieses Projekt nochmals ausführlich zu erläutern: Der gesamtpädagogische Ansatz des Konzeptes zum Campus Rütli sieht die Einbeziehung aller auf dem Gelände liegenden Einrichtungen vor. Die Gemeinschaftsschule ist bereits im letzten Sommer gestartet. Planung und Finanzierung einer Quartiers-Sporthalle sind unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Vorbereitung, hierfür stehen 4,9 Millionen Euro bereit. Prognostizierte Schülerzahlen für diesen Bereich machen den Neubau einer Grundschule unumgänglich. Schlechte Nachricht für Kleingärtner: Die notwendigen Pausen-, Bewegungs- und Sportfreiflächen machen es erforderlich, auch die Fläche der Kleingartenanlage „Hand in Hand“ einzubeziehen…
Zu Beginn der ordentlichen Sitzung der BVV wurden die Bezirksverordneten mit dem Unmut einiger meist jugendlicher Bürgerinnen und Bürger konfrontiert: „NPD raus aus öffentlichen Räumen“ stand auf einem Banner, das die Protestierer auf der Besuchertribüne entrollten. Dies wiederum erzeugte beim Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) Unmut und Verärgerung. In einem zuvor an die Bezirksverordneten verteilten Flugblatt wurde behauptet: „Überall werden der NPD Räume und Zusammenarbeit verwehrt. Nur hier nicht in Neukölln.“ Dies, so Buschkowsky, sei objektiv falsch und mache ihn deshalb ärgerlich. Mit einem Seitenhieb auf die Reinickendorfer CDU-Bürgermeisterin Wanjura bemerkte er, er wolle sich nicht erst durch ein Gericht auf das Prinzip der Rechtstaatlichkeit hinweisen lassen. Dieses Prinzip zwinge ihn, einer demokratisch gewählten Partei öffentliche Räume im Bezirk zur Verfügung zu stellen. Die Kritik Buschkowskys ist zwar rechtlich nachvollziehbar, war aber in dieser Schärfe leicht überzogen… [
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Stefanie Vogelsang, Stadträtin für Gesundheit und Bürgerdienste (CDU), hat in den vergangenen Wochen wieder einmal in den Boulevardzeitungen für ärgerliche Schlagzeilen gesorgt: „Macho-Eklat bei Einbürgerungen“ titelte etwas die BILD und zitiert Vogelsang: „Einige drücken durch ihre Gestik ihre Missachtung für mich als Frau aus". Auch andere Zeitungen berichteten über die vermeintlichen Vorfälle.
Damit erhebt Frau Vogelsang schwere Anschuldigungen. Sollten sich solche Vorfälle tatsächlich ereignet haben oder in der Zukunft ereignen, ist das nichts wir hinweggehen könnten. Hier muss sofort und eindeutig klargestellt werden, dass solches Verhalten eine Beleidigung und damit einen Straftatbestand oder jedenfalls einen groben Verstoß gegen gesellschaftliche Verhaltensregeln darstellt.
Daher wollten wir von Frau Vogelsang wissen, wann und in welcher Form Personen sich geweigert hatten eine Urkunde oder einen Glückwunsch entgegen zu nehmen oder in welcher Form ihr gegenüber Missachtung ausgesprochen worden sei. Doch auf die Nachfragen weicht Frau Vogelsang aus, anstatt konkret zu werden. Sie bestätigte zwar die Zitate und meinte noch immer voll hinter ihren Aussagen zu stehen. Zu konkreten Vorgängen, bei denen Sie als Frau missachtet worden sei oder bei denen Personen von Ihr einen Glückwunsch oder die Urkunde nicht annehmen wollten, konnte oder wollte Frau Stadträtin Vogelsang nichts sagen. Stattdessen sprach sie von Ihrem Unwohlsein, Menschen bei denen Sie das Gefühl habe dass Sie sich nicht mit dem deutschen Staat identifizieren die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Damit wurden die Fragen der Bezirksverordneten nicht im Ansatz beantwortet.
So liegt der Verdacht nahe, dass der Wille zur Schlagzeile über die Wahrheit gesiegt hat. Solche abstrakten Beschuldigungen gegen "die Eingebürgerten" können nicht stehen bleiben! Damit werden generelle Verdächtigungen in Welt gesetzt und Vorurteile geschürt. Dies trägt zur Entstehung und Verstärkung von Rassismus bei. So etwas wollen wir als Grüne von den StadträtInnen unseres Bezirks nicht hören. Solange Frau Vogelsang ihre Beschuldigungen nicht zurücknimmt oder belegt, hat sie bei den Einbürgerungsfeiern nichts verloren.
Conrad Clemens (CDU) fragte in einer müdlichen Anfrage nach der Einschätzung des Bezirksamts zu einer Versammlung am Richardplatz, die am 29. Januar in der Richardgrundschule stattgefunden hatte. Bei mündlichen Anfragen können Bezirksverordnete bis zu 2 Fragen an das Bezirksamt stellen, die von dem zuständigen Stadtrat oder Bürgermeister beantwortet werden. Dazu können maximal 3 Nachfragen gestellt werden. Eine Debatte ist nicht möglich. Bei dieser Versammlung hatten Anwohner zu einer Gesprächsrunde unter dem Motto "Drei Jahre Quartiersmanagement am Richardplatz Süd - Außer Spesen nichts gewesen" eingeladen. Auf der Veranstaltung waren über 70 Personen, von denen zum Teil massive Kritik am Vorgehen und der Kommunikation des QM-Teams geübt wurde. Ein Video dieser Veranstaltung kann unter http://neukoelln-tv.de/reportagen.php angesehen werden.
Der Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) führte weitschweifend aus, dass er davon ausgehe, dass sich Einzelne als Unruhestifter in diesem Kiez betätigten. Es handele sich teils um Personen, die für ihre Projekten nicht die gewünschten Gelder bewilligt bekommen hätten, teils um die üblichen Unzufriedenen. Diese Personen seien offensichtlich nicht gesprächsbereit. Er behauptete sogar vor Ort sei extra ein Verein zum Sturz der Quartiersmanagementteams gegründet worden. Diese Darstellung ist falsch. Komed e. V., der zur der Diskussion um das QM am Richardplatz eingeladen hatte wurde schon lange vor der Schaffung des QMs am Richardplatz gegründet. Auch scheint es etwas merkwürdig von einzelnen Unzufriedenen zu sprechen, nachdem sich über 70 Anwohner zur Diskussion versammelt hatten, von denen sich mit Ausnahme der Bezirksverwaltung und eines Anwohners niemand positiv über das Quartiersmanagement äußerte, während es eine ganze Reihe kritischer Äußerungen gab.
Die Kritik an der Antwort des Bürgermeisters versuchten ich als Vertreterin der Grünen, gemeinsam mit Konrad Clemens (CDU) und Christian Posselt (Die LINKE) in kritische Fragen zu verpacken. Doch der Bürgermeister blieb bei seiner Linie. Das Bezirksamt gehe davon aus, dass hier Einzelne einen Kiez agitieren. Es habe auch keinen Sinn, vermittelnd einzugreifen, da die unzufriedenen Anwohner nicht gesprächsbereit seien. Wir als Grüne fragen uns schon, was bei einer solchen Einstellung aus den wichtigsten Zielsetzung von QM, nämlich Bürgerbeteiligung und Vernetzung im Quartier werden soll. Entsprechend werden wir die weiteren Entwicklungen kritisch begleiten.
Hanna Schumacher

Für die erste Sitzung im neuen Jahr hatten einige StadträtInnen wohl ihren Terminplan noch nicht ordentlich eingerichtet, denn das Bezirksamt war zeitweise nur zur Hälfte anwesend. Die Bezirksverordneten murrten und der amtierende Vorsteher ermahnte das Bezirksamt, die Terminplanung der BVV künftig mehr zu beachten…
Die Sitzung begann mit der mit der Aufarbeitung einiger „liegengebliebener“ Drucksachen aus der Dezember-Sitzung. Darunter auch ein CDU-Antrag mit der Forderung: Zweite Stufe der Umweltzone verschieben. Der Antragsteller sah mit der Umsetzung der zweiten Stufe ab 1. Januar 2010 den Mittelstand in seiner Existenz bedroht, da viele Fahrzeuge nicht mit Feinstaubfiltern nachzurüsten sind und daher Neuanschaffungen drohen! Die grüne Bezirksverordnete Hanna Schumacher wies nochmals auf die lebensbedrohende Wirkung von Feinstaub-Emissionen hin und stellte in Abrede, dass die Umweltzone gegen mittelständische Handwerksunternehmen gerichtet sei. Allerding hätte sich auch sie mehr unterstützende Maßnahmen, etwa mehr Ausnahmeregelungen, vorstellen können. Auch Baustadtrat Blesing (SPD) griff in die kontroverse Debatte ein: Schuld sei die Automobilindustrie und deren Unvermögen, entsprechende Filter bereit zu stellen. Schließlich wurde der Antrag mit den Stimmen von SPD, Grüne und Linke abgelehnt. [
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Radio Multikulti muss bleiben
Mit einer von großer Mehrheit getragenen Entschließung forderte die BVV Neukölln in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause „den Erhalt von Radio Multikulti“. Sie sei bestürzt über die Ankündigung des Rundfunkrates des rbb, dieses einmalige Programm zum Jahresende einzustellen. Radio Multikulti leiste mit seinem Programm in 21 verschiedenen Sprachen wertvolle Beiträge für die Integration in unserer Region, bekräftigten die Bezirksverordneten und erinnerten daran, dass dieses Programm 1994 auch als Antwort auf die Welle rassistischer Anschläge in Mölln, Solingen, Rostock und Hoyerswerda ins Leben gerufen wurde.
Die CDU-Fraktion, die eine Entschließung als „das falsche Instrument“ ansah, enthielt sich bei der Abstimmung, FDP und (wen wundert‘s!) der NPD-Verordnete stimmten gar dagegen!
Autofreie Zone Alt-Rixdorf?
In einer Mündlichen Anfrage der CDU stellt der Bezirksverordnete Conrad Clemens „besorgt“ diese Frage und wollte wissen, ob durch die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Umgestaltung des Böhmischen Dorfes, die den Anwohnern am 3. Juli vorgestellt worden waren, „ursprüngliche Überlegungen von Straßensperrungen im Bereich des Richardplatzes oder gar ein autofreies Böhmisches und Deutsches Dorf“ damit vom Tisch sind.
Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) beantwortete diese Frage mit einem klaren Nein. Die vorgestellten Planungsvarianten seien erst ein Zwischenstadium und noch nicht abgeschlossen oder gar endgültig. Nach der Sommerpause würden sich alle Beteiligten , auch die Fachausschüsse der Neuköllner BVV, nochmals dazu äußern. Eine Entscheidung sei nicht vor Jahresende zu erwarten.[ weiterlesen ]
Die letzte BVV am vergangenen Mittwoch war etwas Besonderes. Und dies aus mehreren Gründen.
Angefangen hat es mit einer Gedenkstunde, zu der die SPD-Fraktion in der BVV eingeladen hatte. Gedacht wurde der Vertreibung der letzten demokratischen Bezirksverordneten, die am 15. März 1933 – also vor 75 Jahren - von den Schergen der SA aus dem Rathaus vertrieben worden waren. Anwesend waren die demokratischen Parteien in der BVV und die Gedenkreden hielten Walter Momper als Präsident des Abgeordnetenhauses und der ehemalige Bürgermeister (1981 – 1989) von Neukölln Professor Arnulf Kriedner. Eindringlich wiesen beide Redner auf die damalige Verfolgung der demokratischen Abgeordneten hin und betonten, dass sich auch die heutige demokratische Gesellschaft zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern der NPD und ihren Verordneten bis hin zu einem Verbot der Rechtradikalen entgegenstellen muss.
Im Anschluss an die Gedenkstunde begann die „normale“ Sitzung der BVV mit einer weiteren Erinnerung. Es war nämlich die 650. Sitzung der BVV seit der „Wieder“ - Einberufung der BVV nach der Nazi-Herrschaft am 13. Dezember 1946. Die BVV-Vorsteherin Hannelore Schlottmann (SPD) erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Anfänge der BVV.
Innerhalb der „normalen“ Tagesordnung der BVV wurden dann zunächst die ehrenamtlichen Richter für das Oberverwaltungsgericht und das Verwaltungsgericht gewählt und danach stellten sich die anwesenden Stadträte den Anfragen der Bezirksverordneten. Schwerpunkt war dabei das Thema Quartiersmanagement. Zunächst ging es um das Monitoring Soziale Stadtentwicklung (der Bericht ist unter Folgendem Link herunterzuladen www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/de/2007/) und den Ergebnissen für Neukölln. Alles in allem in allem kommt das Monitoring zu dem Ergebnis, dass der gesamte Norden als ein Gebiet mit „sehr niedrigem sozialem Status“ und „ einer Tendenz zur weiteren Statusverschlechterung“ eingestuft wird. Der Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky gab die Analyse des Gutachtens mit eindringlichen Worten wieder und kündigte an, bei dem Verfasser der Studie Herrn Prof. Häußermann eine genaue Analyse der Neuköllner Daten in Auftrag zu geben. Daneben wiederholte er die Neuköllner Forderung, dass der gesamte Neuköllner Norden zu einem Quartiersmanagementgebiet erklärt werden müsse. Im Übrigen solle der Senat endlich dem Neuköllner Beispiel folgen und die Ressourcen der Stadt auf die Bereiche Familie, Jugend und Bildung konzentrieren. Die Fraktionen von SPD, Grünen und der Linken unterstützen die Forderungen des Bürgermeisters. Aus der Grünen Fraktion wurde insbesondere hervorgehoben, dass die Abwärtsbewegung auch den Britzer Norden erfasst habe und auch hier dringender Handlungsbedarf bestehe. Darüber hinaus müsse die absurde Situation abgestellt werden, dass die Förderung sinnvoller Projekte nur innerhalb der Grenzen der Quartiersmanagementgebiete möglich sei, obwohl die soziale Situation in den angrenzenden Kiezen um nichts besser sei. Die Vertreter von CDU, FDP und Grauen schwiegen sich zu diesem Thema aus und zeigten so welchen Stellenwert sie der sozialen Entwicklung Neuköllns beimessen.
Neben dem Monitoringbericht wurde die Beurteilung der Arbeit des Quartiersmanagements im Rollberg heiß diskutiert. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr gab es dort einen Wechsel im Quartiersmanagement und nun nutzte die CDU-Fraktion die Gelegenheit, um nach zu fragen, wie das Bezirksamt das neue Quartiersmanagement und seine Arbeit beurteilt. Wir Grünen haben in der anschließenden Debatte deutlich gemacht, dass es nicht sinnvoll ist, die damals zum Teil auch persönlichen Konflikte nun erneut in der BVV auszutragen und wir sind davon überzeugt, dass das Quartiersmanagement im Rollberg mit dem vorgelegten Handlungskonzept auch auf dem richtigen Weg ist.
Da die allermeisten Anträge schon in die Ausschüsse überwiesen waren, ging die BVV-Sitzung nach der Diskussion der großen Anfragen rasch ihrem Ende entgegen. Kurz vor Schluß sorgte allerdings noch ein Grüner Antrag für Aufregung. Der Antrag war darauf gerichtet die Initiative am „Tag der Umwelt einen autofreien Tag in Berlin zu veranstalten zu unterstützen. SPD, Linke und Graue waren mit dieser Formulierung unzufrieden und mochten sich nur für einen freiwilligen autofreien Tag aussprechen. So dass das Bezirksamt sich nun mit dem paradoxen Antrag herumschlagen muss, eine Initiative zur freiwilligen Autofreiheit zu unterstützen. Welche Wirkung das hat, können wir schon seit Jahren am Tag der Umwelt beobachten. Wer ein Auto hat und es benutzen will fährt auch.
Die dritte Besonderheit an diesem Tag war, dass bereits um 21:00 die BVV ihre Sitzung beendete. So viele Ausnahmen waren bisher selten.
Heinz Wagner und Hanna Schumacher

In die Bezirksverordnetenversammlung im März haben wir folgende Anträge eingebracht:

In die Bezirksverordnetenversammlung im Februar haben wir folgende Anträge eingebracht:

In der Bezirksverordnetenversammlung am 23. Januar haben wir folgende Anträge und Anfragen eingebracht:
Außerdem haben wir eine große Anfrage zum Thema Jugendgewalt (pdf) gestellt. Die Antwort der grünen Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold (pdf) finden Sie hier.
In der BVV am 05.12.2007 wurde mit überwältigender Mehrheit - gegen die Stimmen der CDU - der Ausbau des denkmalgeschützten Gutshofes zum Kulturstandort beschlossen.
Neben der Paul-Hindemith-Musikschule soll auch das Museum Neukölln hier eine neue Heimat finden. Zusätzlich soll der vorhandene ehemalige Kuhstall zum „Kulturstall“ umgebaut werden. Des Weiteren ist eine überdachte Freilichtbühne und auch eine Nutztierhaltung auf dem Gutshof vorgesehen.
Zusammen mit dem historischen Schloss Britz nebenan soll ein gemeinsames Ensemble für Kultur entstehen, das den Standort wesentlich aufwertet und zu steigenden Besucherzahlen führt.
Natürlich ist das nicht umsonst zu haben: Nach den bisherigen Planungen wird die komplette Renovierung und der Umbau des Gutshofes in den nächsten Jahren 8 Mio. Euro kosten. Nach Aussagen des Bezirksamtes würden aber ca. 60% dieser Kosten sowieso anfallen, da der Gutshof Britz unter Denkmalschutz steht und sowieso erhalten werden muss. Der Baubeginn soll 2008 erfolgen und bis 2012 soll die komplette Sanierung und der Umbau abgeschlossen werden. Zum Teil kommen die Mittel aus der baulichen Unterhaltung des Bezirks und zum anderen Teil sind Investitionsmittel bei der Senatsverwaltung dafür beantragt. Klar ist auch: Gebaut werden kann nur, wenn die notwendigen Gelder bereitgestellt werden. Die BVV hat deshalb beschlossen, sich regelmäßig über den Baufortschritt unterrichten zu lassen.
Für die CDU-Fraktion in der BVV war die namentliche Abstimmung über den Gutshof Britz eine krachende Niederlage, hatten sie uns GRÜNEN in ihrem Antrag extra noch eine Ökobäckerei auf dem Gutshof angeboten, um uns auf ihre Seite zu ziehen, so standen sie nun alleine da.
Es darf ruhig vermutet werden, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU, Liecke, die namentliche Abstimmung beantragt hat, um seine eigenen Leute zu disziplinieren, da diese sonst auch dem runden Konzept der Zählgemeinschaft aus SPD, GRÜNEN und der Linken zugestimmt hätten.
Heinz Wagner
Diese BVV fand nicht nur an Halloween, sondern auch am Reformationstag statt.
Gut besucht waren die Tribünen mit Bürgerinnen und Bürgern, auch die Auszubildenden des Bezirksamtes wollten Demokratie live erleben. Leider hatte diese einen bitteren Beigeschmack, als die zwei Fraktionslosen der NPD ihre Anträge von der Konsensliste holten und Besprechung beantragten.
Doch zuerst hatte unser Bezirksbürgermeister Positives zu berichten: Der 1. und 2. Präventionspreis ging diesmal gleich an zwei Neuköllner Einrichtungen. So wurden die Arbeit der Neuköllner Stadtteilmütter und die Peter-Petersen-Schule gewürdigt.
www.berlin.de/sen/inneres/presse/archiv/20071030.1355.87881.html
Doch leider gibt es in Neukölln nicht nur ein friedvolles Miteinander, wie die gewaltvollen Demonstrationen in der Karl-Marx-Str. und am Hermannplatz zeigten. Für diese Form der politischen Auseinandersetzung ist hier kein Platz, sagte Heinz Buschkowsky.
Für Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung sei aber immer Platz in diesem Bezirk, meinten wir Grünen und wiesen gemeinsam mit SPD und Linken den Angriff der CDU zur AnwohnerInnenversammlung „Umgestaltung im Böhmischen Dorf“, zurück. Sie wären nicht eingeladen gewesen und deklarierten das Treffen als reines Parteitreffen.
Fast jeder kennt sie: Die Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Anlässlich des internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November findet die Berlinweite Kampagne auch in unserem Bezirk wieder statt. Aber wer kann sich noch daran erinnern, dass die Aktion von der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten initiiert war?!
Nach dem Bundesentscheid den öffentlichen Beschäftigungssektor zu fördern, wird es auch in Neukölln gute Möglichkeiten geben, noch mehr Menschen ohne Arbeit in das Arbeitsleben zu integrieren. Hierbei geht es um schwer vermittelbare Menschen und nicht um freie Ingenieurstellen, die man laut der CDU nur besetzen müsse. Aber mit ihrer Ansicht steht sie mit den beiden Fraktionslosen ziemlich alleine da.
Ganz und gar nicht allein steht unser Schulstadtrat, nachdem Fa. Dussmann aus dem Wachschutzvertrag der Neuköllner Schulen ausgestiegen ist. 13 Schulen werden wunschgemäß ab Anfang Dezember den Sicherdienst von der Fa. Germania bekommen. Keine Schule, die sich für den Sicherungsdienst gemeldet habe, habe den Willen nach dem Rücktritt von Dussmann zurückgezogen, so Schimmang. Das Projekt werde beobachtet und könne auch jederzeit wieder abbestellt werden.
Zum x-ten Male ging es um das Straßenausbaubeitragsgesetz, eine Abzocke der AnwohnerInnen der Strasse Alt-Rudow, so jedenfalls die CDU. Wenn sie gleich mit offenen Karten gespielt hätten, wäre den AnwohnerInnen viel erspart geblieben. Das Gesetz ist klar formuliert und wird eingehalten, ebenso liegt ein Rechtsgutachten vor, das die Position des Bezirksamtes unterstütze, so Stadtrat Blesing.
Ob „Gotteshaus gleich Gotteshaus“ ist, wollte die CDU wissen und zielte auf die Nachnutzung christlicher Häuser ab. Ist es nicht egal, zu welchem Gott gebetet wird, wenn Gläubige sich zusammenfinden? Wir Grünen werden strikt auf die weltanschauliche Neutralität des Staates achten und dessen Einmischung in religiöse Angelegenheiten ablehnen.
Der Antrag der beiden Fraktionslosen der NPD und ihr Besprechungsbedarf zu den Moscheen in Neukölln wurden kaum zur Kenntnis genommen. Der Geräuschpegel war stark angestiegen. Nur bei der Abstimmung waren sich alle einig: ein generelles Bauverbot von Moscheen wird es in unserem Bezirk nicht geben.
Gabriela Gebhardt

In der Bezirksverordnetenversammlung am 31.Oktober haben wir folgende Anträge und Anfragen eingebracht:
Außerdem haben wir gemeinsam mit unseren Zählgemeinschaftspartnern SPD und Die Linke einen Antrag zur Umgestaltung des Böhmischen Dorfes rund um den Richardplatz eingebracht, der auch in der Anwohnerversammlung am 25. Oktober diskutiert wurde.
Zur BVV am 4. Juli haben wir folgende Anträge gestellt, die Sie sich als pdf-Dokument herunterladen können:
Außerdem haben wir folgende mündliche Anfrage gestellt:

Zur Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 23. Mai 2007 haben wir folgende Anträge und Anfragen gestellt, die Sie sich als pdf-Dokument herunterladen können:

Dominiert wurde die Sitzung der BVV von einem Thema: Straßenausbau in Alt-Rudow.
Dabei ging es einmal mehr hauptsächlich um die Frage, ob die Anwohnerinnen und Anwohner an den Kosten der Baumaßnahme nach dem Straßenausbaubeitragsgesetz zu beteiligen sind und ob das Gesetz überhaupt Anwendung findet.
Stadtrat Thomas Blesing (SPD) bekräftigte in der Beantwortung einer Großen Anfrage der FDP noch einmal die Auffassung des Bezirksamtes: Das Gesetz findet Anwendung und die Anwohner sind zu beteiligen! Die blieb – natürlich – von den Vertretern der CDU, kräftig unterstützt von FDP und Grauen, nicht ohne Widerspruch. Hatte sich doch die ehemalige CDU-Baustadträtin, Stefanie Vogelsang, in einer Info-Veranstaltung mit Betroffenen sehr weit „aus dem Fenster gelehnt“ mit der Bemerkung, dass die Baukosten von etwas 1,2 Millionen Euro vom Bezirkshaushalt getragen würden und solange sie Stadträtin sei, die Betroffenen keine Beiträge zu leisten hätten. Das war vor der letzten Wahl und so machten verschiedene Redebeiträge ihr und der CDU den Vorwurf der Klientel-Politik. [weiterlesen]

Zur Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 25. April 2007 haben wir folgende Anträge und Anfragen gestellt, die Sie sich als pdf-Dokument herunterladen können:

Die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 28. März musste noch zahlreiche Themen aus dem Februar abarbeiten, die auf der Tagesordnung stehen geblieben waren.
Begonnen wurde daher mit einer großen Anfrage der FDP zur Einrichtung einer Golfabschlag-Anlage im Süden Neuköllns. Nachdem die FDP ihren Unterstützungsantrag begründet hatte und darüber eine kontroverse Diskussion stattfand, wurde der Antrag der FDP schließlich in der BVV abgelehnt. Wir Grünen haben das Ansinnen, in Neukölln eine Golfabschlaganlage zu etablieren, begrüßt, am Ende aber den FDP-Antrag abgelehnt, da die beanspruchten Flächen schon für Kleingärten reserviert sind und daher nicht für diese Nutzung zur Verfügung stehen. Für alternative Standorte haben wir der FDP Unterstützung zugesagt.
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky berichtete von seinem Besuch in der Rütli-Schule bei deren Tag der offenen Tür und stellte fest, dass „Veränderungen möglich sind.“ Ein Jahr nach dem Brief des Kollegiums hat sich die Schule zum Guten verändert und Heinz Buschkowsky konnte von nun wieder mit Freude unterrichtenden Lehrkräften berichten. Bündnis 90 / Die Grünen werden sich auch weiterhin dafür einsetzen, das dies so bleibt.

Bei der BVV am 28. März haben Bündnis 90/Die Grünen folgende Anträge und Anfragen gestellt, die Sie sich hier als pdf-Dokument herunterladen können:
Anfragen der bündnisgrünen Fraktion zur BVV-Sitzung am 28. Februar 2007
Die Anträge und Anfragen der bündnisgrünen Fraktion zur BVV-Sitzung am 24. Januar (pdf, jeweils ca. 70 kb):
Große Anfrage zum Ende für das Quartiersmanagement-Team im Rollberg
Antrag zur Fortsetzung des „Autobahnradweges“ zwischen Hafen Britz Ost und Britzer Allee
Antrag zur Fahrradabstellanlage vor dem Jugendberatungshaus
Antrag zur Radroute am Teltowkanal
Antrag zum Gutachten zu Hermann von Wissmann
Mündliche Anfrage zur Verkehrssicherungspflicht für Gebäude des ehemaligen Krankenhauses BritzAnschrift:
Karl-Marx-Str. 83
Zimmernummer A462
12040 Berlin
Tel: 030 - 90239-2773
Fax: 030 - 90239-3735
mail: fraktion(at)gruene-neukoelln.de
Öffnungszeiten des Fraktionsbüros:
Montag 13 - 16 Uhr
Dienstag 9 - 12 Uhr
Donnerstag 13 - 15:45 Uhr
Fraktionsmitarbeiterin:
Carola Scheibe-Köster
Mi, 16 Mai 2012 11:31:48 +0200
unser offener Brief zur "Manege" http://t.co/geTVsQiI http://t.co/8F6D7IMA
Di, 15 Mai 2012 10:23:58 +0200
Heute Abend laden wir wieder ab 18 Uhr zum Neuentreffen in die Geschäftsstelle. Danach (19 Uhr) gehts in der... http://t.co/dlDUUtDJ
Di, 08 Mai 2012 19:25:38 +0200
Susanna Kahlefeld zum... http://t.co/wCKk9XyF
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