Europawahl 2009: Bündnis90/ Die Grünen werden zweitstärkste Kraft in Neukölln

Die Europawahlen waren aus Sicht von Bündnis90/ Die Grünen sehr erfolgreich. Bundesweit erreichten die Grünen 12,1%. In Berlin kam die Partei auf 23,6% der abgegebenen Stimmen. In Neukölln bedeuteten 22,9% eine Steigerung um 3,2% im Vergleich zum Europawahlergebnis 2004. Wir bedanken uns für dieses große Vertrauen!

Die Grünen wurden damit in Neukölln zweitstärkste Kraft hinter der CDU und noch vor der SPD. Ins Europaparlament (Deutschland hat dort 99 Sitze) werden nun 14 Abgeordnete aus dem gesamten Bundesgebiet entsandt. Darunter die Berliner Grünen Michael Cramer, Elisabeth Schroedter und Reinhard Bütikofer. Ein Wermutstropfen war die geringe Wahlbeteiligung. Deutschlandweit lag sie bei 43,3%. In Berlin sogar nur gute jeder Dritte der Wahlberechtigten an die Urne. 

Neukölln für ein besseres Europa

Am nächsten Sonntag ist Europawahl. In unserem Info-Faltblatt, das wir in diesen Tagen an vielen Infoständen in ganz Neukölln verteilen, finden Sie viele Argumente, warum es sich lohnt zur Wahl zur gehen und Sie diese wichtige Entscheidung nicht anderen überlassen sollten.

Grün kämpft für ein besseres Europa:

  • Sichere Arbeitsplätze und eine gerechte Entlohnung, mit der die Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können.
  • Den Schutz der sozialen Sicherungssysteme: Europäische Politik darf nicht zu einem Wettbewerb um die niedrigsten Sozialstandards führen.
  • Eine weltweite Regulierung der Finanzmärkte.
  • Verbindliche Ziele im Klimaschutz: Reduzierung der Treibhausgase bis 2050 um mindestens 80%.
  • Die Stärkung der VerbraucherInnenrechte: Produkte und Dienstleistungen sollen sicherer, ökologischer und fairer werden.
  • Ein Verbot von genmanipulierten Pflanzen.
  • Die gleichberechtigte soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe aller Menschen.
  • Die Aufnahme Schutz suchender Flüchtlinge und eine sinnvolle Steuerung der Arbeitsmigration. Europa darf nicht zur Festung werden.
  • Den Ausbau der europäischen BürgerInnenrechte, allen voran den Datenschutz.
  • Mehr Demokratie, Bürgernähe und Transparenz in Europa.

Initiates file downloadDas Faltblatt können Sie sich hier herunterladen (als PDF-Datei)

Europawahlkampf der Grünen in Neukölln

Bis zur Europawahl am 07. Juni sind folgende Wahlkampfstände geplant:

Fr, 29.05. 16 - 18 Uhr: Markt am Maybachufer und Rathaus Neukölln

Sa, 30.05. 11 - 13 Uhr: Gropiuspassagen, Rathaus und U+S-Bahnhof Neukölln

Mi, 03.06. 9 - 12 Uhr: Infotour auf dem Rudower Wochenmarkt

Fr, 05.06. 16 - 18 Uhr: Markt am Maybachufer und Rathaus

Sa, 06.06. 11 - 13 Uhr: KINDL-Boulevard und U+S-Bahnhof Neukölln

Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie sich über Ziele und Forderungen der Grünen für Europa. Über Ihr Kommen würden wir uns freuen!

 

Diskussion am Montag den 25.05.: Wie weit reicht Europa

Ganz herzlich möchten wir Sie am Montag, den 25. Mai um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion "Wie weit reicht Europa" ins Cafe Rix (Karl-Marx-Strasse 141) einladen.

Es diskutieren:

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen
Gabi Vonnekold, Jugendstadträdtin in Neukölln
Eckart von Klaeden, Bundestagsabgeordneter der CDU

Am 7. Juni wählen die BürgerInnen aus den 27 Mitgliedsstaaten wählen das Europäische Parlament. Aus diesem Anlass wollen wir mit Ihnen diskutieren, wie die Zukunft Europas aussieht und was das alles mit Neukölln zu tun hat.

CDU-Fraktion stürzt eigene Stadträtin

Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die GrünenNeukölln vom 20. Mai 2009

Der Vorsitzende und weitere sechs Bezirksverordnete der CDU-Fraktion in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung haben heute in einem Dringlichkeitsantrag die Abwahl ihrer eigenen CDU-Stadträtin für Gesundheit und Bürgerdienste Stefanie Vogelsang beantragt. In der ersten Lesung blieben die Antragssteller jedoch jede Begründung für den Antrag schuldig.

Dazu erklärt Heinz Wagner, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln: „Ein starkes Drittel der CDU-Fraktion hat Frau Vogelsang heute das verdiente Misstrauen ausgesprochen. Es ist allerdings verwunderlich, dass nicht Vogelsangs abwahlwürdige Amtsführung, sondern Querelen in der Union den Ausschlag für den Abwahlantrag gegeben haben. Die internen Streitigkeiten der Neuköllner CDU gehören nicht in die Bezirksverordnetenversammlung.“

Dennoch unterstützen Bündnis 90/Die Grünen Neukölln den Abwahlantrag. Heinz Wagner, grüner Fraktionsvorsitzender in der BVV, betont: „An uns wird der Abwahlantrag nicht scheitern. Wir sind seit langem der Meinung, dass Frau Vogelsang ihrem Amt nicht gerecht wird. Frau Vogelsang hat den Schuss vor dem Bug vor einem Jahr nicht verstanden und an ihrer Amtsführung nichts geändert.“ Bereits im Juni 2008 gab es einen Abwahlantrag aller Fraktionen in der Neuköllner BVV mit Ausnahme der CDU. Damals konnte sich Stefanie Vogelsang der Abwahl nur durch geschlossene Nicht-Teilnahme der CDU-Fraktion entziehen. In einer geheimen Abstimmung hätte sie schon damals nicht mehr das Vertrauen ihrer eigenen Fraktion gehabt.

Bericht aus der BVV am 20.5.2009

Die BVV am 20.5. wurde von einer Personalfrage beherrscht: sieben Fraktionsmitglieder der CDU, darunter ihr Fraktionsvorsitzender Falko Lieke, haben per Dringlichkeit die Abwahl der CDU-Stadträtin für Gesundheit und Bürgerdienste Stefanie Vogelsang beantragt. Doch auch daneben standen wichtige Themen wie der bezirkliche Wertausgleich, die Position des Bezirks zur Bebauung des Flughafengeländes am Columbiadamm und die weiterhin unbefriedigende Situation im Quartiersmanagement Richardplatz Süd auf der Agenda.  Lesen Sie hier unseren Bericht.

Europa-Wahlkampf hat begonnen

Am 07. Juni finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie mit, wer in den kommenden fünf Jahren wichtige Entscheidungen über den Lebensalltag von fast einer halben Milliarde Europäern beeinflussen wird. Auch die Grünen (European Greens) sind im Europäischen Parlament vertreten. Unter dem Motto Wirtschaft, Umwelt, Menschlich und Sozial fordern wir die Umsetzung eines Neuen Grünen Gesellschaftsvertrages. 

Auch die Neuköllner Grünen wollen mit verschiedensten Aktionen auf die Wahl aufmerksam machen, Sie über die Wahl informieren bzw. unsere Forderungen an Europa mit Ihnen diskutieren.

Richtig für Neukölln: Volksentscheid "Pro Reli" gescheitert

Der gestrige Volksentscheid zur Einführung eines Wahlpflichtfachs Religion ist doppelt gescheitert: eine Mehrheit der BerlinerInnen stimmte gegen den Gesetzentwurf der Initiative Pro Reli, die zudem das erforderliche Beteiligungsquorum deutlich verfehlte. Damit bleibt es beim verpflichtenden Ethik-Unterricht von der 7. bis zu 10. Klasse, daneben ist weiterhin freiwilliger Religionsunterricht möglich.

Das ist eine gute Nachricht, besonders für Neukölln. Schüler können sich gegenseitig über ihre Anschauungen und Erfahrungen infor­mieren und austauschen. So können Vorurteile abgebaut, gemeinsame Werte erkannt und ein friedlicher, toleranter Umgang miteinander eingeübt werden. Die Kirchen sind jetzt aufgefordert, ihre Kampagne gegen den Ethikunterricht zu beenden und ihn stattdessen konstruktiv mitzugestalten. Aber auch der Senat muss mehr für eine gute Ausbildung der Ethiklehrer tun, die bisherigen Studienangebote reichen bei weitem nicht aus.

Neukölln hat sehr unterschiedlich abgestimmt. Wie in allen ehemaligen West-Bezirken gab es eine Mehrheit für den Volksentscheid. Zustimmung gab es dabei vor allem im Süden, innerhalb des S-Bahn-Ringes haben sich dagegen über 60% gegen Pro Reli ausgesprochen, im Reuterkiez lag die Ablehnung sogar über 70%.

Jochen Biedermann

Der 1. Mai gehört den DemokratInnen!!!

Demo gegen Großveranstaltung der NPD in Treptow-Köpenick

Am 1. Mai plant die NPD eine Großveranstaltung am Mandrellaplatz, in der Nähe der NPD-Parteizentrale in Köpenick. Ab 11:00 Uhr soll dort eine Kundgebung und „Maifeier“ zum „Tag der nationalen Arbeit“ stattfinden.

Wir sind schon vorher draußen!

  • 10:00 Uhr | Kundgebung unter dem Motto „Gesicht zeigen“ am Bahnhof Köpenick, vor dem nahegelegenen Einkaufszentrum
  • 12:00 Uhr | Demonstration in Richtung des Platz des 23. April

Übersichtskarte der MBR | Klick

Aufruf des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Treptow-Köpenick | Klick

Die geplante Festveranstaltung am Mandrellaplatz bedeutet eine doppelte Provokation seitens der NPD. Zum einen sollte die NPD selbstverständlich nirgendwo Raum bekommen, um ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Pikant ist aber besonders in diesem Fall die Wahl des Ortes: Der Platz für die Kundgebung ist nach Rudolf Mandrella benannt, einem Kritiker des nationalsozialistischen Regimes, der 1943 wegen Wehrkraftzersetzung hingerichtet wurde.

Für ihre Veranstaltung am 1. Mai hat die NPD reichlich Prominenz der rechtsextremen Szene als Redner geladen. Neben hochrangigen Vertretern der NPD wird der Bundesvorsitzende der DVU reden, außerdem der Holocaustleugner Udo Walendy sowie der rechtsextreme Publizist Herbert Schweiger. Wir können davon ausgehen, daß die NPD die Veranstaltung durch den Festcharakter dazu nutzen wird, im Wahljahr auch unter den Menschen massiv AnhängerInnen zu werben, die sich dem rechten Spektrum bisher nicht zuordnen würden. Angesichts der Auswirkungen von Finanz- und Wirtschaftskrise versucht die NPD auf rechtspopulistische Weise soziale Themen zu besetzen. 

Deshalb werden auch wir in Köpenick sein!

Treffpunkt zur gemeinsamen Fahrt nach Köpenick mit den Gewerkschaften und anderen Gruppen:

09:45 Uhr | S-Bhf. Ostkreuz | Bahnsteig S3 Richtung Erkner

INFOS: 

http://www.mbr-berlin.de/Aktuelles/Treptow-Koepenick/518.html

http://1-mai-nazifrei.tk/

Opens external link in new windowAufruf von Clara Hermann, Sprecherin gegen Rechtsextremismus der grünen Fraktion im Berliner Abgeordentenhaus

Kundgebung zum Jahrestag der Befreiung Neuköllns vom Faschismus

Dienstag 28.04.2009 um 18 Uhr am Vorplatz des Rathaus Neukölln

Vor 64 Jahren, am 28. April 1945, wurde Neukölln von der Roten Armee befreit. Mit der Befreiung ging in Neukölln die Nazi-Herrschaft zu Ende. Der 28. April 1945 markierte in Neukölln das Ende der von 1933 bis 1945 andauernden Barbarei in Deutschland, die die industrielle Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden und die Überziehung Europas mit einem beispiellosen Angriffs- und Vernichtungskrieg mit sich brachte.

Auch in Neukölln waren Jüdinnen und Juden, politische Gegnerinnen und Gegner, Homosexuelle und alle anderen Menschen, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passten, von rücksichtsloser und systematischer Verfolgung betroffen. So existierte zwischen 1933 und 1936 am Columbiadamm mit dem KZ Columbia-Haus das einzige eigenständige Konzentrationslager in Berlin. Der 28. April war für die noch in Neukölln lebenden NS-Opfer der Tag, an dem sie von ihrem Leid und der ständigen Bedrohung von Verfolgung und Deportation befreit wurden.

Faschistische, rassistische und antisemitische Einstellungen gehören in Neukölln auch 64 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus immer noch nicht der Vergangenheit an.

Besonders im Süden Neuköllns hat sich in den letzten Jahren eine in ihrer Aggressivität und Gefährlichkeit nicht zu unterschätzende Neonaziszene etabliert. In ihrem Vorgehen demonstrieren die Neonazis immer wieder die ungebrochene Kontinuität von menschenverachtenden Denkmustern in ihrer Ideologie. Dabei gehen sie immer wieder mit Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten sowie tatsächliche oder vermeintliche politische Gegnerinnen und Gegner vor. Zuletzt verübten Rudower Neonazis im März und April letzten Jahres Brandanschläge auf die Häuser von zwei Familien nichtdeutscher Herkunft und nahmen dabei ihren Tod billigend in Kauf.

Doch die Aktivitäten von Neonazis in Neukölln beschränken sich nicht nur auf die Straßen. Seit September 2006 ist die NPD auch mit zwei Abgeordneten in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung vertreten. Durch ihre parlamentarische Präsenz versuchen sie ihrer rassistischen Propaganda einen seriösen Anstrich zu geben.

Dass die NPD dabei in der Tradition des Nationalsozialismus steht, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder durch öffentliche Veranstaltung am Jahrestag der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai offensichtlich. So führte sie in Neukölln 2007 und 2008 jeweils eine Veranstaltung durch, in der offen geschichtsrevisionistische Hetze verbreitet wurde. So lautete etwa das Motto einer der NS-verherrlichenden Veranstaltungen unverhohlen „Gestern eine Niederlage, heute eine Chance, morgen ein Sieg“. Es steht zu befürchten, dass die NPD auch dieses Jahr wieder den 8. Mai nutzen wird, um zu versuchen ihre widerliche Propaganda nach Neukölln zu tragen.

Diesen Entwicklungen muss mit aller Entschiedenheit entgegen getreten werden.

Unser Dank gilt den alliierten Befreierinnen und Befreiern, unser Widerstand muss heute und in Zukunft den alten und neuen Nazis gelten – in Neukölln und überall!

Kein Fußbreit dem Faschismus!!!


Deshalb kommt am 28.04.2009 um 18 Uhr zur antifaschistischen Kundgebung des ABN am Vorplatz des Rathaus Neukölln!

Antifaschistisches Bündnis Neukölln [ABN]

Partizipation für die Öffnung des Stadt- und Landschaftsparks Tempelhofer Feld

Einladung zur Podiumsdiskussion am Dienstag, 28.04.2009, 19:30 Uhr im taz Café, Rudi-Dutschke-Str.23, Berlin-Kreuzberg

ReferentInnen:
- Christoph Schmidt (Geschäftsführer der landeseigenen Grün-Berlin GmbH)
- Stefan Budatsch (Topos)
- Dr. Christian Hoffmann (Erster Vorsitzender des Multikulturellen NachbarschaftsGarten Neukölln e.V.)
- Dagmar Elbrandt (angefragt; Bezirksamt Charlottenburg/Wilmersdorf, Fachbereich Grünflächen)

Moderation: Erika Romberg, Mitglied des Vorstands Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg)

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der grünen Kreisverbände Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg

Der neue Neuköllner Stachel ist da!

Die 168. Ausgabe des Neuköllner Stachels ist fertig. Wir werden diesen in den nächsten Wochen an zahlreichen Ständen überall in Neukölln verteilen. Und wenn Sie Glück haben, finden Sie sogar einen in Ihrem Briefkasten! Hier können Sie ihn sich aber auf jeden Fall bereits jetzt herunterladen und lesen:

Initiates file downloadDer Neuköllner Stachel Nr. 168 als PDF (ca. 3 MB)

Themen u.a.: Europawahl: Grüner New Deal für Jobs und Klimaschutz - Neuköllner Städtepartnerschaften - Linkspartei nicht europatauglich - Ethnische Ökonomie - Grüne Randnotizen aus der Neuköllner BVV - Neukölln braucht dringend den verbindlichen Ethik-Unterricht - Interview mit Elisabeth Schrodter und Lisa Paus - Neues Baumsterben - Bürgerbeteiligung hart erarbeiten: über Öffentlichkeit und Transparenz am Richardplatz Süd - Inn-Sportplatz - Strategien für Neukölln - A100 stoppen - Kazim Eroğan: der gute Mensch von Neukölln

Rollend gegen die A100 - Kurzbericht zur Demo am 19.04.

Zwischenstopp am Roten Rathaus

Am vergangenen Sonntag versammelten sich bei strahlendem Frühlingswetter rund 1500 Radfahrer und Skater am S-Bahnhof Treptower Park, um gegen die Autobahnverlängerung der A100 vom Dreieck Neukölln bis zum Trepower Park zu demonstrieren. Die Demo, zu der die Bürgerinitiative Stadtring Süd BISS Berlin aufgerufen hatte, führte über Friedrichshain, vorbei am Roten Rathaus und Siegessäule zurück zur Beermannstrasse in Treptow. Die große Beteiligung machte einmal mehr deutig, wie wichtig und notwendig alternative Verkehrskonzepte in der Stadt sind. Weitere Betonwüsten haben wir nicht nötig!

A 100 Einwendungen: Heute letzter Tag!

Nur noch heute können Sie Ihre Einwendungen gegen den unsinnigen und teuren Weiterbau der A 100 einbringen. Machen Sie davon Gebrauch - je mehr Einwendungen zusammen kommen, desto schwerer wird es für den Berliner Senats, sich darüber hinzuwegzusetzen! Streiten Sie mit Bündnis 90/Die Grünen und vielen anderen Initiativen, Verbänden und BerlinerInnen für eine nachhaltige und vernünftigte Verkehrspolitik.

Sie können Ihre Einwendung  noch bis heute 24 Uhr bei der

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
- Referat GR B -
Württembergische Straße 6
10707 Berlin

einwerfen oder per Fax an die Nummer 030 9012-3712 senden. Einwendungen per E-Mail werden nicht akzeptiert.

Die Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS) organisiert auch einen Kurierdienst (leider nicht durch Neukölln), Einwendungen werden entgegengenommen:

18:00 bis 21:00 Uhr in der Nachbarschaftsgalerie, Karl-Kunger-Straße 15
21:30 Uhr vor S-Bahnhof Warschauer Str.
22:00 Uhr U-Bhf. Schlesisches Tor/ Kato

Weitere Informationen unter www.stop-a100.de

Kundgebung am 20. April auf der Rudower Spinne

 

Nie wieder Nazi-Brandanschläge! Wir gedenken der rassistischen Brandanschläge in Rudow vor einem Jahr!

Am Montag, den 20. April, von 17 bis 19 Uhr veranstaltet das Aktionsbündnis Rudow eine Kundgebung auf der Rudower Spinne. Neben Personen aus dem Aktionsbündnis Rudow werden die Neuköllner Bezirksstadträtin für Jugend, Gabriele Vonnekold (Bündnis 90/Die Grünen), sowie der Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, Günter Piening, Redebeiträge halten.

Hintergrund der Kundgebung sind die am 22. März sowie am 20. April 2008 im Rudower Blumenviertel verübten Brandanschläge auf Wohnhäuser von Familien mit Migrationshintergrund. Die jugendlichen Täter gehörten der rechtsextremen Szene an und wohnten fast Tür an Tür mit ihren Opfern. Im Januar 2009

verurteilte das Landgericht Berlin die beiden Täter wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung zu Jugendstrafen von drei Jahren und zehn Monaten bzw. vier Jahren und acht Monaten.

Das Aktionsbündnis Rudow gründete sich im Dezember 2006 auf Grund von vermehrt auftretenden rechtsextrem motivierten Übergriffen, rechtsextremen Schierereien und Propgandaaktionen sowie öffentlichen Aktionen der rechtsextremen Szene in Rudow. Im Bündnis engagieren sich Menschen aus demokratischen Parteien, der Evangelischen Kirche, lokalen Vereinen, Gewerbetreibende sowie Einzelpersonen. In den vergangenen Jahren führte das Aktionsbündnis Rudow eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen durch.


Weitere Informationen unter http://www.aktionsbuendnis-rudow.de

Große Fahrraddemo am 19. April gegen Weiterbau der A100

Unter dem Motto "A100 stoppen, Einspruch jetzt!" ruft die Bürgerinitiative Stadtring Süd BISS e.V. am Sonntag, 19.04.2009, zu einer großen Fahrraddemo auf. Auch Skater sind herzlich willkommen!

Die Demonstration wendet sich gegen die Verlängerung der Stadtautobahn A100 von Neukölln nach Treptow und Friedrichshain. Kurz vor Ende der Abgabefrist am 23.04.2009 wird nochmals dazu aufgerufen, Einwendungen gegen die Planfeststellung einzureichen.

Demoroute (21 km):

  • 15:00 Uhr Start am S-Bhf. Treptower Park (Hoffmannstr./ An den Treptowers)
  • durch Friedrichshain
  • 16:00 Uhr Zwischenkundgebung am Roten Rathaus
  • durch das Brandenburger Tor
  • um die Siegessäule herum, über den Potsdamer Platz zur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Hier können die
    persönlichen Einwendungen gegen die Planfeststellung abgegeben werden.
  • 17:00 Uhr Am Köllnischen Park 3 
  • über Kreuzberg zurück nach Treptow
  • 17:30 Uhr Abschlußkundgebung Beermannstr. (Nähe S-Bhf. Treptower Park; hier sollen 4 Häuser mit 17 Gebäuden für die A100 abgerissen werden)

Die bezirksübergreifende Demoroute setzt ein Zeichen, dass die Beton-Planungen alle BerlinerInnen betreffen: Die Bezirke Neukölln, Treptow-Köpenick, Kreuzberg-Friedrichshain und Lichtenberg sind direkt von den Auswirkungen der A100 betroffen, aber für ganz Berlin stellt sich die Frage, ob wir weiter auf den Ausbau des Autoverkehrs setzen oder einer nachhaltigen, menschen- und umweltgerechten Verkehrspolitik den Vorzug geben.

Infos und Hilfen für die Formulierung persönlicher Einwendungen unter

www.stop-A100.de/demo

Ethik + Religion = NEIN am 26. April

Am 26. April können Sie wieder direkt Einfluss nehmen auf die Politik in unserer Stadt. Zur Abstimmung steht, ob an den Schulen in Berlin ein gemeinsamer Werteunterricht für alle Schüler­Innen der 7. bis 10. Klassen selbstverständlich bleibt – oder ob Ethik zukünftig abwählbar ist und stattdessen nur der Religionsunterricht der jeweils eigenen Religion besucht wird.

Ethik und Religion schließen sich nicht aus. Genauso wenig, wie sich Mathematik- und Chemieunterricht ausschließen. In Berlin war der Religionsunterricht noch nie ein Pflichtfach. Jeder Schüler und jede Schülerin soll wie bisher freiwillig am Religionsunterricht teilnehmen können – übrigens staatlich finanziert. Daran hat sich nichts geändert und daran soll sich auch nichts ändern.

Wir halten den gemeinsamen Ethikunterreicht gerade für einen Bezirk wie Neukölln für richtig und wichtig. Daher haben wir ein Info-Faltblatt produziert, das für unsere Position wirbt. Dieses werden wir in den kommenden zwei Wochen an vielen Orten in Neukölln verteilen. Das Faltblatt steht auch hier zum Download bereit (PDF, ca. 700 Kb).

Wir freuen uns über jede Unterstützung. Gerne können Sie Faltblätter bei uns anfordern, um Sie selbst im Freundeskreis zu verteilen, uns an den Infoständen oder mit einer Spende unterstützen.

Bombenstimmung auf dem Innsportplatz?

Wie einer kleinen Anfrage der grünen Abgeordneten Claudia Hämmerling im Abgeordnetenhaus zu entnehmen ist, sollen im April nach über anderthalb Jahren Dornröschenschlaf endlich die Sanierungsarbeiten des Innsportplatzes beginnen. Im Jahr 2007 hatte man dort Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Für insgesamt 1,3 Mio. € müssen die Kampfmittel nun geräumt und der Boden saniert werden. Warum es so lange dauerte, bis die Arbeiten nun (hoffentlich) endlich beginnen können, ist aus unserer Sicht nicht verständlich. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung führt „zeitaufwendige Klärungen“ mit dem Umweltamt Neukölln und dem Landesamt für Arbeitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi) als Erklärung an.

Mit dem Ende der Räumarbeiten - voraussichtlich Ende 2009 - wird der Innsportplatz jedoch noch lange nicht benutzbar sein. Dann erst beginnt die eigentlich Sanierung und Instandsetzung des Sportplatzes. Nach jetzigen Planungen kann das laut dem Bezirksamt Neukölln sogar bis zum Jahr 2011 dauern! Das sind dann fast vier Jahre, in denen der Sportplatz nicht genutzt werden kann. Sportplätze „erfüllen […] auch wichtige soziale Aufgaben“, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Beantwortung der kleinen Anfrage zugibt. Umso erschreckender ist es, dass die notwendigen Arbeiten anscheinend im Schneckentempo vorbereitet wurden. Gerade im dicht bebauten Neuköllner Norden sind Sportflächen ohnehin Mangelware. Wir fordern daher die Senatverwaltung auf, bei der Sanierung einen Zahn zuzulegen.

Mehr lesen:

Notizen aus der BVV vom 25. März

Bürger fragen

Die März-Sitzung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung begann mit einer Bürger-Fragestunde. Neben Fragen zur Verkehrslenkung in der Karl-Marx-Straße, dem Betrieb einer Freizeiteinrichtung in der Hufeisensiedlung sowie dem leidigen Thema Hundekot wurde zum Thema „Campus Rütli“ gleich mehrfach gefragt. Die gab Bezirksstadtrat Wolfgang Schimmang (SPD) Gelegenheit, dieses Projekt nochmals ausführlich zu erläutern: Der gesamtpädagogische Ansatz des Konzeptes zum Campus Rütli sieht die Einbeziehung aller auf dem Gelände liegenden Einrichtungen vor. Die Gemeinschaftsschule ist bereits im letzten Sommer gestartet. Planung und Finanzierung einer Quartiers-Sporthalle sind unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Vorbereitung, hierfür stehen 4,9 Millionen Euro bereit. Prognostizierte Schülerzahlen für diesen Bereich machen den Neubau einer Grundschule unumgänglich. Schlechte Nachricht für Kleingärtner: Die notwendigen Pausen-, Bewegungs- und Sportfreiflächen machen es erforderlich, auch die Fläche der Kleingartenanlage „Hand in Hand“ einzubeziehen…

Bürger protestieren

Zu Beginn der ordentlichen Sitzung der BVV wurden die Bezirksverordneten mit dem Unmut einiger meist jugendlicher Bürgerinnen und Bürger konfrontiert: „NPD raus aus öffentlichen Räumen“ stand auf einem Banner, das die Protestierer auf der Besuchertribüne entrollten. Dies wiederum erzeugte beim Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) Unmut und Verärgerung. In einem zuvor an die Bezirksverordneten verteilten Flugblatt wurde behauptet: „Überall werden der NPD Räume und Zusammenarbeit verwehrt. Nur hier nicht in Neukölln.“ Dies, so Buschkowsky, sei objektiv falsch und mache ihn deshalb ärgerlich. Mit einem Seitenhieb auf die Reinickendorfer CDU-Bürgermeisterin Wanjura bemerkte er, er wolle sich nicht erst durch ein Gericht auf das Prinzip der Rechtstaatlichkeit hinweisen lassen. Dieses Prinzip zwinge ihn, einer demokratisch gewählten Partei öffentliche Räume im Bezirk zur Verfügung zu stellen. Die Kritik Buschkowskys ist zwar rechtlich nachvollziehbar, war aber in dieser Schärfe leicht überzogen… [Opens internal link in current windowweiterlesen]

Senat muss Auskunft geben!

Die Planungsunterlagen zum Weiterbau der Autobahn A 100 durch Neukölln nach Treptow liegen auf unseren Antrag hin zwar im Rathaus Neukölln aus, allerdings werden keine Fragen beantwortet oder Fachauskünfte erteilt. Dazu erklärt Jochen Biedermann, Sprecher der Neuköllner Bündnisgrünen:

"Es ist bezeichnend, dass es in der Berliner Senatsverwaltung offensichtlich nur eine einzige Person gibt, die die Planungen zur A 100 erklären kann. So werden nur im – schlecht erreichbaren – Rathaus Treptow Fachauskünfte erteilt und Fragen beantwortet werden, nicht aber im Rathaus Neukölln.

Dass der Senat lieber in inhaltsarmen Hochglanzbroschüren für die Autobahn wirbt, als Bürgern fachliche Fragen zur Planung zu beantworten, zeigt einmal mehr sein Politikverständnis: an Planungen aus der verkehrspolitischen Steinzeit wird unbelehrbar festgehalten, solange andere die Zeche zahlen.

Ein von der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus beauftragtes Gutachten hat kürzlich erhebliche Mängel an den Planungen offenbart. Wir rufen alle BerlinerInnen auf, aller Verhinderungstaktik des Senates zum Trotz bis zum 23.4. Einwendungen gegen den Weiterbau das A 100 zu erheben."

Mehr zum Thema:

Tempelhofer Feld: Stadtpark oder Naturschutzgebiet?

Einladung zur Podiumsdiskussion zu stadtökologischen Anforderungen für die Nutzung und Entwicklung des Tempelhofer Feldes am 31.3. um 19. 30 Uhr im tazCafé

Referenten:
- Prof. Wilfried Endlicher (FU Berlin) spricht über die klimatologische Bedeutung des Tempelhofer Felds.
- Prof. Ingo Kowarik (TU Berlin und Landschaftsschutzbeauftragter des Lands Berlin) berichtet über die schützenswerte Flora und Fauna und wie die ökologische Qualität des Tempelhofer Felds für die Stadt gesichert werden kann.
- Christoph Schmidt (Geschäftsführer der landeseigenen Grün-Berlin GmbH) betont die Kombination von Stadt- und Landschaftsplanung.

Moderation: Erika Romberg (Mitglied des Vorstands Bd.90/Die Grünen Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg)

Ort: tazCafé, Rudi-Dutschke-Str.23, 19:30 Uhr

Dies ist eine Koopperationsveranstaltung der grünen Kreisverbände Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg

Planunterlagen ansehen - Einwendungen schreiben - A100 verhindern

Claudia Hämmerling, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, erklärt anlässlich der Auslegung der Planunterlagern der A100 ab Montag, den 9. März:

Alle BerlinerInnen sind aufgerufen, sich über die Planung der A100 zu informieren und Einwendungen gegen dieses Projekt zu erheben. Und davon sollten alle Gebrauch machen. Schließlich sind von diesem Straßeneubau nicht nur die unmittelbaren AnwohnerInnen durch Luft- und Lärmverschmutzung betroffen. Von der A100-Planung sind alle BerlinerInnen betroffen, denn hier soll in einem selbst für Berliner Verhältnisse unbekanntem Umfang Steuergeld verschleudert werden: 430 Millionen Euro für drei Kilometer Betonpiste!

Dieser Straßenneubau ist nicht nur klima- und umweltpolitisch unsinnig, er ist auch verantwortungslos, so lange Berlin nicht in der Lage ist, die vorhandenen Straßen in einen ordentlichen und sicheren Zustand zu versetzen. In der heutigen Zeit neue Stadtautobahnen zu bauen, ist ein Anachronismus. Wir sind optimistisch, dass die BerlinerInnen dem Senat die Rote Karte zeigen. Die A100 darf nicht gebaut werden.

Am Montag, den 9. März 2009, um 11 Uhr werden wir im Rathaus Treptow gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Stefan Gelbhaar sowie Birte Rodenberg und Harald Moritz von der Bürgerinitiative BISS Akteneinsicht nehmen. Gerne können Sie uns dabei begleiten.

Einladung zur Bezirksgruppe am 3. März 2009

Unsere nächste Bezirksgruppe findet am 2. März 2009 um 19 Uhr in unserer Geschäftsstelle in der Berthelsdorfer Str. 9 statt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Sitzung liegt auf dem Thema Ethnische Ökonomie. Dazu konnten Jana Taube als Referentin gewinnen, die eine empirische Untersuchung zur Ethnischen Ökonomie in Neukölln unter besonderer Berücksichtigung afrikanischer Frauen gemacht hat. 

Daneben soll es um den Weiterbau der A100 nach Treptow sowie um die Nachbereitung der Neuköllnkonferenz gehen. Alle Interessierten sind wie immer herzlich eingeladen!

Lesen hier mehr zum Thema Ethnische Ökonomie

Strategien für Neukölln

Von dem großen Ansturm waren selbst die Organisatoren überrascht: schon um kurz vor 13 Uhr gibt es im großen Raum im Interkulturellen Zentrum Genezareth am Herrfurthplatz keine freie Plätze mehr, zusätzliche Stühle müssen herein getragen werden. Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus und in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung hatten zur Konferenz „Strategien für Neukölln“ geladen und weit über 100 Menschen kamen. Sieben intensive Stunden waren geprägt von der Suche nach Lösungsansätzen für die drängenden Probleme unseres Bezirks. Sie haben gezeigt, dass bei den Akteuren vor Ort ein großer Bedarf an Austausch, Vernetzung und Wille zur Gestaltung und zum Anpacken vorhanden ist.

Klicken Sie hier um weiterzulesen und mehr Bilder von der Neuköllnkonferenz zu sehen

Bericht aus der Bezirksverordnetenversammlung am 25. Februar

CDU schürt erneut Vorurteile

Stefanie Vogelsang, Stadträtin für Gesundheit und Bürgerdienste (CDU), hat in den vergangenen Wochen wieder einmal in den Boulevardzeitungen für ärgerliche Schlagzeilen gesorgt: „Macho-Eklat bei Einbürgerungen“ titelte etwas die BILD und zitiert Vogelsang: „Einige drücken durch ihre Gestik ihre Missachtung für mich als Frau aus". Auch andere Zeitungen berichteten über die vermeintlichen Vorfälle.

Damit erhebt Frau Vogelsang schwere Anschuldigungen. Sollten sich solche Vorfälle tatsächlich ereignet haben oder in der Zukunft ereignen, ist das nichts wir hinweggehen könnten. Hier muss sofort und eindeutig klargestellt werden, dass solches Verhalten eine Beleidigung und damit einen Straftatbestand oder jedenfalls einen groben Verstoß gegen gesellschaftliche Verhaltensregeln darstellt.

Daher wollten wir von Frau Vogelsang wissen, wann und in welcher Form Personen sich geweigert hatten eine Urkunde oder einen Glückwunsch entgegen zu nehmen oder in welcher Form ihr gegenüber Missachtung ausgesprochen worden sei. Doch auf die Nachfragen weicht Frau Vogelsang aus, anstatt konkret zu werden. Sie bestätigte zwar die Zitate und meinte noch immer voll hinter ihren Aussagen zu stehen. Zu konkreten Vorgängen, bei denen Sie als Frau missachtet worden sei oder bei denen Personen von Ihr einen Glückwunsch oder die Urkunde nicht annehmen wollten, konnte oder wollte Frau Stadträtin Vogelsang nichts sagen. Stattdessen sprach sie von Ihrem Unwohlsein, Menschen bei denen Sie das Gefühl habe dass Sie sich nicht mit dem deutschen Staat identifizieren die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Damit wurden die Fragen der Bezirksverordneten nicht im Ansatz beantwortet.

So liegt der Verdacht nahe, dass der Wille zur Schlagzeile über die Wahrheit gesiegt hat. Solche abstrakten Beschuldigungen gegen "die Eingebürgerten" können nicht stehen bleiben! Damit werden generelle Verdächtigungen in Welt gesetzt und Vorurteile geschürt. Dies trägt zur Entstehung und Verstärkung von Rassismus bei. So etwas wollen wir als Grüne von den StadträtInnen unseres Bezirks nicht hören. Solange Frau Vogelsang ihre Beschuldigungen nicht zurücknimmt oder belegt, hat sie bei den Einbürgerungsfeiern nichts verloren.

Handlungsbedarf am Richardplatz Süd

Conrad Clemens (CDU) fragte in einer müdlichen Anfrage nach der Einschätzung des Bezirksamts zu einer Versammlung am Richardplatz, die am 29. Januar in der Richardgrundschule stattgefunden hatte. Bei mündlichen Anfragen können Bezirksverordnete bis zu 2 Fragen an das Bezirksamt stellen, die von dem zuständigen Stadtrat oder Bürgermeister beantwortet werden. Dazu können maximal 3 Nachfragen gestellt werden. Eine Debatte ist nicht möglich. Bei dieser Versammlung hatten Anwohner zu einer Gesprächsrunde unter dem Motto "Drei Jahre Quartiersmanagement am Richardplatz Süd - Außer Spesen nichts gewesen" eingeladen. Auf der Veranstaltung waren über 70 Personen, von denen zum Teil massive Kritik am Vorgehen und der Kommunikation des QM-Teams geübt wurde. Ein Video dieser Veranstaltung kann unter http://neukoelln-tv.de/reportagen.php angesehen werden.

Der Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) führte weitschweifend aus, dass er davon ausgehe, dass  sich Einzelne als Unruhestifter in diesem Kiez betätigten. Es handele sich teils um Personen, die für ihre Projekten nicht die gewünschten Gelder bewilligt bekommen hätten, teils um die üblichen Unzufriedenen. Diese Personen seien offensichtlich nicht gesprächsbereit. Er behauptete sogar vor Ort sei extra ein Verein zum Sturz der Quartiersmanagementteams gegründet worden. Diese Darstellung ist falsch. Komed e. V., der zur der Diskussion um das QM am Richardplatz eingeladen hatte wurde schon lange vor der Schaffung des QMs am Richardplatz gegründet. Auch scheint es etwas merkwürdig von einzelnen Unzufriedenen zu sprechen, nachdem sich über 70 Anwohner zur Diskussion versammelt hatten, von denen sich mit Ausnahme der Bezirksverwaltung und eines Anwohners niemand positiv über das Quartiersmanagement äußerte, während es eine ganze Reihe kritischer Äußerungen gab.
 
Die Kritik an der Antwort des Bürgermeisters versuchten ich als Vertreterin der Grünen, gemeinsam mit Konrad Clemens (CDU) und Christian Posselt (Die LINKE) in kritische Fragen zu verpacken. Doch der Bürgermeister blieb bei seiner Linie. Das Bezirksamt gehe davon aus, dass hier Einzelne einen Kiez agitieren. Es habe auch keinen Sinn, vermittelnd einzugreifen, da die unzufriedenen Anwohner nicht gesprächsbereit seien. Wir als Grüne fragen uns schon, was bei einer solchen Einstellung aus den wichtigsten Zielsetzung von QM, nämlich Bürgerbeteiligung und Vernetzung im Quartier werden soll. Entsprechend werden wir die weiteren Entwicklungen kritisch begleiten.

Hanna Schumacher

Morgen ab 13 Uhr: Strategien für Neukölln

Am morgigen Freitag, den 27. Februar findet von 13 - 20 Uhr die Konferenz "Strategien für Neukölln" im Interkulturellen Zentrum Genezareth am Herrfurthplatz 14 statt.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und Impulse für unseren Bezirk. Die Veranstaltung ist öffentlich, selbstverständlich ist auch eine Teilnahme beispielsweise nur an der ab 18.30 Uhr stattfindenden Abschlussdiskussion möglich. Es diskutieren:

  • Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Neukölln (SPD)
  • Claudia Zinke, Staatssekretärin für Bildung, Wissenschaft und Forschung
  • Gabriele Vonnekold, Jugendstadträtin von Neukölln (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Franziska Eichstädt-Bohlig, MdA Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
  • Moderation: Claudia Keller, Tagesspiegel

Für die Teilnahme an den Fachforen bitten wir aus Planungsgründen um eine Anmeldung.

Mehr Information zur Neukölln-Konferenz finden Sie hier.

 

Anja Kofbinger als Direktkandidatin gewählt

Die Wahlkreisversammlung von Bündnis 90/Die Grünen Neukölln hat heute Anja Kofbinger einstimmig als Direktkandidatin für die Bundestagswahl nominiert. Auf die frauenpolitische Sprecherin der grünen Abgeordnetenhausfraktion entfielen 27 von 27 Stimmen. 

Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf!

Bilder von der Jahresmitgliederversammlung

Erstmal haben Bündnis 90/Die Grünen Neukölln 2009 die Jahresmitgliederversammlung auf einen Samstag gelegt. Vorteil: die vielen Wahlen können an einem Stück stattfinden und müssen nicht auf mehrer Dienstage verteilt werden. So haben wir Anja Kofbinger als unsere Direktkandidatin für die Bundestagwahl aufgestellt, den Vorstand sowie unsere Delegierten für den Landesauschuss, die Landes- und die Bundesdelegiertenkonferenz neu gewählt. Außerdem wurden neue stellvertretende Bürgeredputierte für die Ausschüsse für Natur und Grünflächen und Verkehr und Tiefbau gewählt.

Außerdem haben sich die KandidatInnen für den Landesvorstand Irma Franke-Dressler, Marion Hasper, Christine Wübbena und Boris Jarosch vorgestellt.

Hier gibt es einige Bilder von der Mitgliederversammlung:

Strategien für Neukölln - Konferenz am 27.2.2009

Wir laden Sie herzlich ein zur Konferenz "Strategien für Neukölln" am Freitag, den 27. Februar 2009 von 13-20 Uhr im Interkulturellen Zentrum Genezareth am Herrfurthplatz 14. 

Neukölln ist ein junger und wachsender Bezirk. Aber die sozialen Probleme und soziokulturellen Spannungen in Nord-Neukölln nehmen trotz vielfältiger Initiativen in Bildung, Integration, Arbeitsmarktpolitik und Quartiersmanagement zu. Auf der Grundlage der neuesten Sozialstudien der Humboldt-Universität wollen wir diskutieren, wie die Anstrengungen zur Stabilisierung von Nord-Neukölln verstärkt werden können.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen:

  • Was muss bildungspolitisch über die Initiative für den Campus Rütli hinaus getan werden?
  • Was kann und soll das aktuelle Konjunkturprogramm für Bildung, Jugend und Soziale Stadt bringen?
  • Müssen Qualifizierung und Beschäftigung für junge Arbeitslose intensiviert werden? Kann das Konjunkturprogramm hierfür Impulse bringen?
  • Was kann und muss auf dem Tempelhofer Feld für Bildung, Jugend, Sport und Freizeit in Nord-Neukölln getan werden?

Wir wollen mit dieser Diskussion dazu beitragen, praktische Ideen und Konzepte für Nord-Neukölln voranzutreiben. Dazu freuen wir uns auf Ihre Teilnahme. Die Konferenz ist öffentlich, wir bitten aber aus Planungsgründen um Anmeldung für die Fachforen. Die Konferenz wird von der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin veranstaltet. [Opens internal link in current windowweiterlesen]

Zwielichtig: Die Planungen fürs Tempelhofer Feld

Franziska Eichstädt-Bohlig, bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, erklärt:

Die Planung für das sogenannte Columbiaquartier ist als Einstieg für die bauliche Erschließung des Tempelhofer Feldes völlig ungeeignet. Schließlich handelt es sich um das Quartier mit der schlechtesten Anbindung an vorhandene Stadtteile. Zudem liegt es direkt neben dem Areal des Flughafengebäudes und muss mit dessen künftiger Nutzung gerade im Nordbereich korrespondieren. Die Planung darf also erst erfolgen, wenn hier Nägel mit Köpfen gemacht wurden.

Viel wichtiger ist: Neben der Diskussion um die Nachnutzung des
Flughafengebäudes muss der Bedarf an Schulen, Jugend und Sporteinrichtung in Neukölln ermittelt werden. Dafür müssen endlich die Tempelhofer Sport- und Grünanlagen am Columbiadamm und der Oderstraße geöffnet werden.

Die Planung von Wohninseln ohne Infrastruktur ist das Papier nicht wert, auf dem es steht.

Bundesdelegiertenkonferenz (3) - Samstagnachmittag bis in die Nacht

Foto: Till Westermayer (via flickr.com)
Foto: Till Westermayer (via flickr.com)

Bei der KandidatInnenaufstellung zeigt sich die personelle Stärke der Grüne. Rebecca  Harms und Reinhard Bütikhofer wurden mit jeweils über 80 Prozent der Stimmen als Spitzenteam gewählt. Hier zeigt sich die Kompetenz der Grünen im Bereich Energie, Klima- und Umweltschutz. Heide Rühle setzte sich mit einer kämpferischen Rede zur Regulierung der Finanzmärkte und des Binnenmarkts im Sinne von Klimaschutz und Verbraucherschutz gegen Babara Lochbihler und Angelika Beer auf Platz 3 durch. Auf Platz 4 wählten die Delegierten den Attac-Gründer Sven Giegold nach einigen kritischen Fragen zu seiner Haltung zur europäischen Verfassung mit überzeugenden 73 Prozent.

Auf Platz 5 siegte die Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, Babara Lochbihler, mit ihren Themen Menschenrecht und gegen die Außen- und Sicherheitspolitikerin Angelika Beer. Platz 6 ging trotz insgesamt dreier Gegenkandidaten nach einer überzeugenden Rede zur europäischen Verkehrspolitik an Michael Cramer. Auf Platz 7 häuften sich die Kandidaturen: Franziska Brandter,  Ska Keller, Elizabeth Schröter, Anne Brooks, Susanne Kieckbusch und erneut Angelika Beer. Ska und Franziska gingen in die Stichwahl, nachdem Elisabeth (die auch über 10 % gekommen war) nicht erneut antrat. Aus der Stichwahl ging Ska (als Kandidaten der Grünen Jugend und mit dem Vortum von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) mit über 60 % als Siegerin hervor. Damit landete nach Reinhard Bütikhofer und Michael Cramer schon die dritte KanditatIn der Berliner und Brandenburger auf der Liste.

Die Wahl zu Platz 8 wird zu einem gigantischen Rededuell. Werner Schulz - schon immer ein guter Redner - reißt die Delegierten mit und kommt im 2. Wahlgang auf 68 Prozent der Stimmen. Auf die Plätze 9 - 12 werden bis kurz nach Mitternacht die Kulturpolitikerin Helga Trüpel, der Biobauer Martin Häusling und der zweite Kandidat der Grünen Jugend, Jan Phillip Albrecht, gewählt.

Hanna Schumacher

 

Einige erklärende Worte zum grünen Wahlprocedere: Die ungeraden Plätze (also 1,3 usw.) sind ausschließlich für Frauen, Männer dürfen hier nicht kandidieren. Die geraden Plätze sind sogenannte offene Plätze, hier können Frauen und Männer kandidieren. KandidatInnen, die im ersten Wahlgang über 10% der Stimmen erhalten haben, können in einen zweiten Wahlgang gehen. Viele Landesverbände und Parteigliederungen – wie zum Beispiel die Grüne Jugend – haben sogenannte Voten vergeben, unterstützen als bestimmte Kandidaturen. Die Landesverbände Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben gemeinsam Voten für Ska Keller, Elisabeth Schrödter, Reinhard Bütikhofer und Michael Cramer vergeben.

Bundesdelegiertenkonferenz (2) - Programmdebatte

Am Samstag wurde die Debatte über das Europawahlprogramm fortgesetzt. Dabei ging es inhaltlich zur Sache. Zu 57 Seiten wurden über 600 Änderungsanträge eingereicht. Der Bundesvorstand hat viele dieser Anträge ganz oder teilweise übernommen, um so dass Programm zu präzisieren und zu ergänzen. Letztlich musste nur über wenige Fragen abgestimmt werden.

Die Diskussion zum wichtigen Thema Klima begann leider sehr früh, so dass der Raum sich erst während der Debatte füllte. Zum Glück sind die Grünen sich beim Thema Klima weitgehend einig. Streitig abgestimmt wird die Frage, ob die "forcierte Forschung zum Thema CCS" (carbon capture and storage, auf deutsch CO2 Abscheidung und Einlagerung, gemeint ist die Abtrennnung von CO2 nach der Verbrennung von Kohle und der Versuch deren Entweichen in die Atmosphäre durch Einlagerung in den Tiefen der Erde oder des Meeres zu verhindern) in das Programm aufgenommen wird. Eine sehr große Mehrheit sprach sich gegen die Forschung zu CCS aus. Milliarden für die Forschung zu einer Technologie zu investieren, die existierende Großkraftwerken sichert, ist angesichts des großen Bedarf an Forschungsmittel im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffiezienz nicht mehrheitsfähig.

In der Diskussion zum Programmteil Verbraucherschutz und Agrar waren die Hauptthemen die Gentechnikkennzeichnung und der Schutz vor den Gefahren der Gentechnik sowie eine ökologische bzw. nachhaltige Landwirtschaft und deren Förderung.

Im Bereich Soziales wird immer wieder eine Stärkung der Sozialpolitik gefordert. Astrid Rothe-Beinlich formulierte ein engagiertes Plädoyer für mehr soziale Absicherung und den Mindestlohn. Steffi Lemke führte den Gedankengang fort, indem sie den Anspruch formuliert, die Sozialpolitik müsse so gestärkt werden, dass sie mit der Wirtschaftspolitik "auf Augenhöhe" sei.

Beim Kapitel *Demokratie und Bürgerrechte* gab es ebenfalls zwei wichtige Themen:
1. Datenschutz wird angesichts größer werdender europäischer Datenspeicher im Rahmen von Europol immer wichtiger und
2. Die Abschottung der Außengrenzen Europas mit militärischen Mitteln, ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit von Flüchtlingen, muss abgestellt werden. Auch muss sichergestellt werden, dass die Menschenrechte von Flüchtlingen in Europa beachtet werden. Hier findet das Europaprogramm nach den Änderungen durch die BDL noch deutlichere Worte.

Kulturpolitik muss gestärkt werden, um mehr Menschen für Europa zu begeistern. Dazu heißt es im neuen Wahlprogrammm " You will not fall in love with the internal Market - Die Menschen werden sich nicht in den Binnenmarkt verlieben.“

Hanna Schumacher

Bundesdelegiertenkonferenz - erster Tag

Bundesdelegiertenkonferenz in Dortmund

Die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) - also der Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen - begann mit einem kurzen Trip durch die aktuelle politische Problemlage. Unter dem Tagesordnungspunkt "Aktuelle Debatte: Soziale und wirtschaftliche Lage im Wahljahr 2009" wurde von kurzfristigen Mitteln zur Bekämpfung der hereinbrechenden Wirtschaftskrise bis zu den großen Visionen für eine Wirtschaftspolitik, die auf nachhaltige Entwicklung und globale Gerechtigkeit ausgerichtet sind, alles diskutiert.

Besonders wichtig für Neukölln. Die Grünen stehen auch und gerade angesichts der anstehenden Wirtschaftskrise zu ihren 2008 in Nürnberg gefassten Beschlüssen für mehr Investitionen in Bildung und soziale Infrastruktur. Wenn künftige Generationen mit Schulden belastet werden, muss dieses Geld auch in ihre Zukunft investiert werden, deshalb muss in Deutschland deutlich mehr Geld in Bildung und Wissenschaft investiert werden.

Daneben darf ein Konjunkturprogramm die sozial Schwächeren nicht außen vor lassen. Die Senkung der Einkommenssteuer, wie sie Liberale und CDU fordern und die SPD nun auch mitträgt, kommt nur der Hälfte der Bevölkerung zu Gute, da sehr viele Menschen mit niedrigem Einkommen oder als Sozialleistungsempfänger überhaupt keine Einkommenssteuern zahlen. Gerade diese Menschen, die an oder unter der Armutsgrenze leben, haben aber den größten Bedarf für - die Konjunktur fördernden - Konsum. Deshalb besteht hier der dringendste Handlungsbedarf.

Dies wurde zusammen mit der Dringlichkeit der Investitionen im Bereich Sozialer
Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Beratungsinstitutionen, Schwimmbäder, Sporthallen usw) und den Investitionen in Erneuerbare Energien und Klimaschutz immer wieder als Kernpunkte eines sinnvollen Investitionsprogramms genannt. Hier herrschte große Einigkeit
und Kampfwille für diese Politik in den kommenden Wahlkämpfen Mehrheiten zu erringen.

Am Ende des Tages ging es um die Präambel des Europawahlprogramms, die vor allem auf Betreiben der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Europa erheblich gekürzt wurde und nun knackig die Kernbotschaft darstellt. Die Europäische Union hat in der Vergangenheit für Frieden in Europa gesorgt und in vielen Bereichen (Frauen- und Minderheitenrechte, Verbraucherschutz) auch in Deutschland viele Entwicklungen angestoßen. Trotzdem muss Europa sozialer werden, mehr für Ökologie und Klimaschutz tun und als ganzes transparenter, demokratischer, greifbarer für alle Bürger. Dafür wollen Bündnis 90/Die Grünen streiten.

Hanna Schumacher

Aktuelle Infos zur BDK auch unter Opens external link in new windowwww.gruene.de

Bürgerversammlung zum Umbau in Rixdorf

Am Donnerstag, den 6. November findet um 19.30 Uhr im Kirchsaal der Evangelisch-reformierten Bethlehemsgemeinde (Richardstr. 97, 12043 Berlin) die öffentliche Ergebnispräsentation der Bürgerbeteilgung statt. Bereits ab 19 Uhr können die Ergebnisse eingesehen werden, die den AnwohnerInnen leider nicht vorab zugänglich gemacht und in's Internet gestellt worden sind. Dies soll aber in den nächsten Tagen geschehen.

Wir rufen alle AnwohnerInnen auf, sich weiterhin in die Umbauplanungen einzubringen und auch zu überprüfen, inwieweit ihre Vorstellungen und Vorschläge in die Bürgerbeteiligung eingeflossen sind.

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterLink zur Einladung auf der Seite des Quartiersmanagements Richardplatz Süd

Einladung zur nächsten Bezirksgruppe

Unsere nächste Bezirksgruppe findet am 4. November um 19 Uhr in unserer Geschäftsstelle in der Berthelsdorfer Str. 9 statt. Schwerpunktmäßig wollen wir mit unserer grünen Jugendstadträtin Gabi Vonnekold über aktuelle Fragen und Entwicklungen der Neuköllner Jugendpolitik diskutieren. Interessierte sind wie immer herzlich eingeladen!

Informelle Architektur

Vernissage der Fotoausstellung der Künsterlinnen INTRANSITos im Rahmen von nachtundnebel08.

Großformatige Fotos von Häusern, die in den Elendsvierteln verschiedener Städte Kolumbiens entstanden sind: Ohne Planung, dem Untergrund, den gesammelten Materialien und den Bedürfnissen der Bewohner folgend entsteht eine „informelle Architektur“. Ohne Romantisierung der Armut und Depriviligierung geht es bei diesen Fotos um die Entdeckung des architektonischen Formenreichtums und der Schönheit einer aus dem Bedürfnis geborenen Architektur.

Ausstellungzeit: 1. November zwischen 19-24 Uhr
Ort: Bündnis 90/Die Grünen Neukölln, Berthelsdorfer Str. 9, 12047 Berlin

Die Zukunft des Tempelhofer Feldes

Foto: pilot_micha / flickr.com (cc)

Sagen Sie Ihre Meinung zum Flächennutzungsplan – Frist für Auslegung muss verlängert werden

Bis zum 6. Oktober können Sie im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Stellungnahmen zur Zukunft des Tempelhofer Feldes abgegeben. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat beschlossen den Flächennutzungsplan für das Tempelhofer Feld zu ändern, nachdem der endgültige Termin für die Schließung des Flughafens Tempelhofs feststeht. Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende Bauleitplan in Berlin und wird vom Abgeordnetenhaus beschlossen. Er gibt einen Überblick über wichtige Planungsziele der Stadt und legt fest ob und wie ein Gebiet bebaut werden soll.

Mit der Änderung wird festgelegt, wo in Zukunft was gebaut werden darf.  Dabei sollen nach dem Entwurf der Senatsverwaltung die Randbereiche bebaut werden. Im Osten auf Neuköllner Gebiet soll angrenzend an die Schillerpromenade genauso wie im Norden angrenzend an den Columbiadamm  ein Wohngebiet entstehen. Im Westen und Süden sollen Gewerbe und Dienstleistungen angesiedelt werden. Nur das Zentrum soll von Bebauung freigehalten werden.

Die Pläne liegen noch bis zum 6.10.2008 aus. Sie können online unter: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/fnp/de/buergerbeteiligung/
eingesehen werden.

Außerdem liegt der Plan in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin aus und kann Montag bis Freitag von 8:00 - 16:00 Uhr, Donnerstags bis 18:00 Uhr eingesehen werden.

Auf diese Pläne können Sie Einfluss nehmen und Ihre Ideen einbringen, ein Formular hierfür finden Sie hier.

Wir finden es wichtig, dass eine starke und echte Bürgerbeteiligung bei der Zukunft des Tempelhofer Feldes stattfinden und bitten Sie daher, sich an den Planungen zu beteiligen. Gleichzeitig finden wir die schon am 6. Oktober endende Auslegungsfrist für diesen Anlass für viel zu kurz gewählt und fordern die Senatsverwaltung auf, diese um mindestens einen Monat zu verlängern.

Es geht voran...

Jugendstadträtin Gabi Vonnekold

Etappensieg für die Berliner Jugendämter im Kampf um ausreichendes Personal

Von Jugendstadträtin Gabi Vonnekold

Nach langem zähen Ringen ist es gelungen, eine Vereinbarung mit der Senatsverwaltung zu erzielen, die den Jugendämtern einen begrenzten Einstellungskorridor eröffnet, um Sozialarbeiter für den Kinderschutz einzustellen. Damit kann gesichert werden, dass freie und jetzt schon bekannte freiwerdende Stellen nachbesetzt werden können. Die sich bisher immer schneller drehende Abwärtsspirale in den Sozialarbeiterteams kann zungächst gestoppt werden.

Bisher konnte immer häufiger für ausscheidende Kolleginnen und Kollegen kein Ersatz geschaffen werden, da kein ausreichend qualifiziertes Personal im Stellenpool des öffentlichen Dienstes vorhanden war und Außeneinstellungen kaum genehmigt wurden. So wurden die Teams trotz steigender Aufgaben durch die stetig steigende Zahl von Kindern, Jugendlichen und Familien, die dringend Hilfe und Unterstützung brauchen, immer kleiner. Damit war kldüar, dass rechtzeitige Beratung und frühzeitiges Eingreifen kaum noch zu leisten waren , sondern die vorhandenen knappen Kapazitäten in erster Linie eingesetzt werden mussten, um den gravierendsten Fällen nachzugehen. [Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterweiterlesen]

Neuköllner Stachel Nr. 166 September 2008

Startet den Datei-DownloadHier zum Download als pdf (ca. 3 Mb)

Themen u.a.: Neukölln vor sozialer Ausgrenzung - Anonyme Geburt jetzt legalisieren - Grüne Randnotizen aus der Bezirksverordnetenversammlung - Es geht voran...Etappensieg für die Berliner Jugendämter im Kampf um ausreichendes Personal - 50 Jahre Gartenarbeitsschule - Autohandel in Neukölln. Eine Zumutung für Anwohner - Umbau der Karl-Marx-Straße - Grüner radelt auf grünen Routen durch Weißrussland - Weltkulturerbe kommt nach Britz.

Diesen Freitag gegen Nazis protestieren!

Am kommenden Freitag, den 5. September will die NPD im Dienstgebäude in der Boddinstraße 34 eine öffentliche Veranstaltung des Ringes Nationaler Frauen abhalten. Die Unterorganisation der NPD versucht Frauen für ihr rassistisches und antisemitisches Gedankengut einer deutschen Volksgemeinschaft zu gewinnen. Der Ring Nationaler Frauen spricht explizit  Frauen an, vertritt jedoch anti-emanzipatorische Positionen und steht für ein traditionelles Geschlechterrollen-Modell.

Rechtsextremismus – auch im weiblichen Gewand – ist nicht harmlos sondern menschenverachtend. Rechtsextreme Gewalt ist ein Problem in Neukölln: immer wieder kommt es zu Übergriffen auf vermeintlich Nicht-Deutsche und Andersdenkende. Im Frühjahr dieses Jahres wurden zwei fremdenfeindliche Brandanschläge im Blumenviertel in Rudow verübt.

Wir treten jeder Form von Rechtsextremismus in Neukölln entschieden entgegen und rufen dazu auf, ab 17 Uhr gegen die NPD-Veranstaltung zu protestieren. Die Gegenkundgebung ist an der Ecke Hermannstraße/ Boddinstraße angemeldet.

KLARSTELLUNG: Die NPD-Veranstaltung hat selbstverständlich keinen Bezug zur Volkshochschule Neukölln! Das Neuköllner Bezirksamt ist gezwungen, der NPD (wie jeder anderen nichtverbotenen Partei) bezirkliche Räume zu vermieten.

Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Seite!

Lesen Sie dazu auch die untenstehende Pressemitteilung von Clara Herrmann und Anja Kofbinger, beide Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses.

Die Rechnung der NPD wird nicht aufgehen


Clara Herrmann, Sprecherin gegen Rechtsextremismus und Anja Kofbinger, frauenpolitische Sprecherin, erklären:

"Die NPD will mit ihrer Veranstaltung am Freitag um 19:00 Uhr im Dienstgebäude in der Boddinstraße 34 "Frauen in die nationale Politik - Der Ring nationaler Frauen" einmal mehr versuchen neue Zielgruppen zu erreichen.

Diese Propaganda wird nicht aufgehen. Denn trotz gegenteiliger Bekundungen ist das Frauenbild der NPD nichts anderes als frauenfeindlich. Nach den Vorstellungen der NPD sollen Frauen ihren "eigenen naturgegebenen Pflichten" nachkommen und für den "Erhalt der eigenen Art" sorgen. Das heißt: Wäsche waschen, kochen und vor allem Kinder kriegen und erziehen. Gleichberechtigung sieht unser Meinung nach anders aus.

Daneben wird deutlich, dass der Bezirk Neukölln mit zwei NPD-Bezirksverordneten und häufigeren rechtsextremen Veranstaltungen immer mehr im Fokus der NPD steht. Die NeuköllnerInnen werden sich gegen diese perfiden Annäherungsversuche zur Wehr setzen.

Wir rufen alle Berlinerinnen und Berliner auf, Zeichen für die Demokratie und
ein tolerantes, menschenfreundliches Zusammenleben zu setzen und sich an der Gegenkundgebung zu beteiligen. Treffpunkt ist in der Hermannstraße/Ecke
Boddinstraße um 17:00 Uhr. (Aktuelle Informationen unter
www.gruene-neukoelln.de)"

Aufruf zur Kundgebung am 23. August 2008, 12 Uhr U-Bhf Blaschkoallee

NEIN ZUM NAZIAUFMARSCH!

Gemeinsam gegen Rassismus und Ausgrenzung!

Am 23. August 2008 plant die NPD gemeinsam mit autonomen Nationalisten einen Naziaufmarsch gegen den Bau von zwei Hindu-Tempeln in Berlin Neukölln.

Die NPD ist keine Partei wie jede andere. Die NPD ist eine faschistische Organisation, deren Politik auf Rassismus und Ausgrenzung basiert. Sie spaltet die Gesellschaft in Deutsche und Nicht-Deutsche. Führende Funktionäre dieser Partei setzen rohe Gewalt gegen MigrantInnen, Flüchtlinge und Andersdenkende ein.

Die NPD benutzt Aufmärsche, wie den in Neukölln geplanten, um ihren Rassismus zu verbreiten und ihre Gegner einzuschüchtern und zu terrorisieren.

Wir wollen das verhindern!

Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der die Menschen gleichberechtigt und friedlich miteinander leben können, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Nationalität und Religion.

Wir rufen auf: Kommt zur Gegendemonstration und zur Kundgebung!
In Neukölln und anderswo: Verhindern wir die rassistische Hetze der Nazis!

Aus dem Schwur von Buchenwald, 19. April 1945:

"Die vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel."


Unterstützer sind:

Arbeitskreis Antifaschismus der Jusos Berlin; Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost (ABSO); Autonome Neuköllner Antifa (ANA); Berliner VVN-BdA e.V.; Bündnis 90/Die Grünen Neukölln; Chile Freundschaftsgesellschaft "Salvador Allende" e.V.; DIE LINKE.Berlin-Neukölln; DKP Berlin; DIE LINKE Treptow-Köpenick; DKP Neukölln; Jusos Neukölln; Landesarbeitsgemeinschaft Rechtsextremismus Die Linke Berlin; Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend ['solid] Berlin; Linksjugend ['solid] Neukölln Nord; Linksjugend ['solid] Neukölln Süd; SDAJ Berlin; SJD - Die Falken; SPD Neukölln

Gemeinsame Pressemitteilung

der Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Grauen und LINKE

Demokraten verurteilen geplanten NPD Aufmarsch

Religionsfreiheit ist unantastbar

Zum geplanten Aufmarsch der NPD am 23. August 2008 erklären die in der BVV Neukölln vertretenen Fraktionen:

Der Aufmarsch ist ein Angriff gegen die Religionsfreiheit und gegen friedliebende Menschen in unserem Bezirk. Wir werden nicht zulassen, dass wenige ideologieverblendete Rechtsradikale unsere demokratischen Grundwerte antasten. Ob Kirchen, Moscheen oder Hindu-Tempel: Jeder hat das Recht auf freie Ausübung von Religion sofern dies friedlich und im Sinne der freiheitlich demokratischen Grundordnung geschieht.

Die Mitglieder der NPD werfen mit dieser fremdenfeindlichen Aktion ein schlechtes Licht auf unseren Bezirk der für Weltoffenheit und Toleranz steht. Dieses braune Gedankengut passt nicht in unsere Gesellschaft und schon gar nicht nach Neukölln.

Wir werden gemeinsam am 23. August zeigen, dass die Demokraten die Mehrheit der Gesellschaft bilden und rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich engagiert gegen die NPD Provokation zu wenden.

Für ein buntes Neukölln - gegen braunes Sommertheater

Clara Herrmann, Sprecherin gegen Rechtsextremismus der grünen Abgeordnetenhausfraktion, erklärt:

Der Verein Berlin Hindu Mahasabhai e.V. hofft im Mai kommenden Jahres mit Bau eines neuen Tempels im Bezirk Neukölln beginnen zu können. Der positive Bauvorbescheid für das Gebäude in Größe eines Einfamilienhauses, das aus Spenden finanziert werden soll, kam Ende Januar.

Für Samstag, den 23. August, hat die NPD eine Demonstration gegen den geplanten Bau des Hindutempels angekündigt. Den Protest begründen die Rechtsextremisten auf ihrer Internetseite mit kruden und wirren Argumenten: Man wolle sich wehren gegen den Austausch der Bevölkerung und gegen optische Veränderungen der Stadt, heißt es dort. Solcherlei hirnrissige Plattitüden zeigen, dass die NPD sich noch nicht einmal mehr bemüht, ihren plumpen Universalrassismus argumentativ zu kaschieren.

Die geplante Aktion der NPD ist ein Schlag ins Gesicht von allen demokratischen Berlinerinnen und Berlinern. Wir meinen: Den Rechten ist die sommerliche Hitze zu Kopf gestiegen. Daher rufen wir die Zivilgesellschaft auf, durch zahlreiche Präsenz vor Ort dafür zu sorgen, dass die NPD ihr Mütchen kühlt. Für Religionsfreiheit, Toleranz und Menschlichkeit - gegen hirnverbrannte extremistische Ideologien.

Verkehrsberuhigung in Rixdorf

Am Donnerstag hat das vom Bezirksamt beauftragte Planungsbüro Spath & Nagel auf einer Bürgerversammlung in Anwesenheit von Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) seine Schlussfolgerungen aus der bisherigen Bürgerbeteiligung vorgestellt. Die meisten der 200 Einzelvorschläge bezogen sich auf die Beseitigung von Instandhaltungsmängeln. Eine Mehrheit der eingebrachten Vorschläge befürwortete außerdem Maßnahmen der Verkehrsberuhigung oder -vermeidung.

Die von Spath & Nagel präsentierten Planungsvarianten entsprechen dem nur bedingt: Eine weitere Ausweitung der schon bisher kaum beachteten Tempo-10-Zone ohne begleitende Maßnahmen wie Schwellen, „Berliner Kissen“ und stärkere Kontrollen wird wenig Erfolg haben. Gehwegvorstreckungen alleine haben sich schon in anderen Teilen Neuköllns als kontraproduktiv erwiesen; ohne Schwellen laden sie erst recht zum Rasen ein.
Bündnis 90/Die Grünen Neukölln werden sich weiterhin für eine echte Verkehrsberuhigung in Deutsch und Böhmisch Rixdorf einsetzen.

Für uns ist die Bürgerbeteiligung mit diesem Zwischenstand noch nicht abgeschlossen. Besonders die Einbindung der nicht organisierten Anwohnerinnen und Anwohner ist im bisherigen Prozess nur unzureichend gelungen. Hier muss künftig ein offeneres und transparenteres Verfahren umgesetzt werden, das stärker auf die Anwohnerinnen und Anwohner zugeht.

Die Synopsen der Bürgervorschläge und die Vorschläge von Spath & Nagel werden in den nächsten Tagen über die Webseite des Bezirksamtes verlinkt werden.

Am Donnerstag, den 10. Juli 2008 um 17 Uhr werden die Planungsvarianten in einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Verkehr und Tiefbau diskutiert. Die Sitzung ist öffentlich.

Nachtrag:  Die Pläne von Spath & Nagel stehen inzwischen auf der Homepage des Comenius-Gartens zum Download bereits (pdf, ca. 5 MB).

Nazis nicht davonkommen lassen!

Nazi-Aufmärsche durch den Süden Neuköllns Anfang Dezember sind leider in den letzten Jahren zum traurigen Ritual geworden. Im letzten Jahr hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Initiativen zu einer Gegenkundgebung mobilisiert.

Bei der Abschlusskundgebung der Nazis am U-Bahnhof Britz Süd ist die Polizei nicht gegen das Absingen eines verbotenen Hitler-Jugend-Liedes eingeschritten, obwohl sie darauf aufmerksam gemacht worden ist. Jetzt wurden das Verfahrungen sogar eingestellt, wie dem rechtspolitische Sprecher der grünen Abgeordnetenfraktion; Dirk Behrendt, als Antwort auf eine kleine Anfrage mitgeteilt wurde. Dies ist völlig unverständlich, zumal das Absingen auf Videoaufnahmen dokumentiert ist und sogar ausdrücklich im Berliner Verfassungsschutzbericht erwähnt wird. Behrendt hat sich jetzt die Generalstaatsanwaltschaft gewendet, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen.

Weiterführende Links:
"Nazis singen für die Polizei zu leise", Artikel in der taz vom 1.7.
"Verbotene Nazi-Hymne", Artikel im Tagesspiegel vom 7.7.
Berliner Verfassungsschutzbericht 2007

Hinweis: Am 15. Juli diskutieren wir in der Grünen Bezirksgruppe über den Umgang mit der NPD. Dazu haben wir die Sprecherin gegen Rechtsextremismus der Abgerordnetenfraktion, Clara Herrmann, und Matthias Müller von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (mbr) eingeladen.

Woche der Sprache und des Lesens vom 18. Mai bis 1. Juni

Am 31. Mai liest Erica Fischer um 17 Uhr in der grünen Geschäftsstelle aus "Himmelstraße"

Am Sonntag startet mit einem Auftaktfest auf dem Richardplatz (ab 11.30 Uhr) die Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln. Bis zum 1. Juni finden an zahlreichen Orten in Neukölln Lesungen statt - gelesen wird von Neuköllner Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Prominenten, Politikern genauso wie von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. U.a. liest auch der Grüne Europaabgeordnete Cem Özedmir am Samstag den 24. Mai um 21 Uhr im Café Hofperle.

Am Samstag den 31. Mai liest die Autorin, Übersetzerin und Journalistin Erica Fischer um 17 Uhr in der Geschäfststelle der Grünen Neukölln, Berthelsdorfer Str. 9 aus "Himmelstraße - Geschichte meiner Familie". Erica Fischer war in den 1970er Jahren eine der Gründerinnen des österreichischen Feminismus und wurde vor allem mit dem Buch "Aimée & Jaguar" bekannt, das in über 10 Sprachen übersetzt und 1998 auch verfilmt wurde.

Bündnis 90/Die Grünen Neukölln unterstützen die diesjährige Sprachwoche. Gerade in Neukölln ist Sprache und Verständigung ein alltägliches Thema. Sprache kann trennen, aber auch verbinden - so wie es die Woche der Sprache und des Lesens zeigt.

Das Programm und weiterführende Informationen finden Sie unter www.sprachwoche-neukoelln.de, mehr Informationen zur Autorin unter www.erica-fischer.de

Neuköllner Stachel Nr. 165 Mai/Juni 2008

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Themen u.a.: Tempelhof ist Geschichte, Micha Wendt zu schwarz-grün in Hamburg, Grüne Randnotizen aus der Neuköllner BVV, Jugendstadträdtin Gabi Vonnekold: Kinder brauchen Schutz, Rudi-Dutscke-Straße, Klimaschutz selber machen, Zug der Erinnerung, Stadtzerstörung durch den Weiterbau der A 100, Kids-Garden in Neukölln

Am 8. Mai Befreiung feiern - Keine NPD-Veranstaltung in Neukölln

Für den 8. Mai hat die NPD eine Saalveranstaltung in der Behindertenfreizeitstätte Alt-Buckow (Alt-Buckow 18) angemeldet, als Redner ist Udo Pastörs, Fraktionsvorsitzender der NPD in Mecklenburg-Vorpommern, vorgesehen. Dabei soll es um "das Unheil und nicht die Befreiung, die dieser Tag angeblich brachte" gehen. Bereits im letzten Jahr hatte die NPD im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt eine Versammlung unter dem Motto "8. Mai. Gestern eine Niederlage. Heute eine Chance. Morgen ein Sieg." abgehalten (Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenstersiehe Bericht)

Wir rufen zusammen mit dem Antifaschistischen Bündnis Neukölln, den LINKEN, den Jusos, 'solid und anderen zu einer Gegenkundgebung am 8. Mai um 18 Uhr statt. Wir wollen mit Musik und Essen (bitte Kuchen und Trillerpfeifen mit!) die Befreiung feiern und 63 Jahre nach Kriegsende der NPD keine Räume überlassen!

Anreise: M44, M11, X11 Alt-Buckow, nächste U-Bahn Johannisthaler Chaussee (U7).

[Es gelten die üblichen Polizeiauflagen: Keine Glasflaschen, keine Wurfgeschosse, keine Stahlkappenschuhe]

 

Flughafen Tempelhof wird Geschichte

Danke an alle Neinstimmerinnen und Neinstimmer. In vielen Wahlkreisen im Neuköllner Nordern Mehrheit für Schließung.

Der von der Initiative City-Airport Tempelhof (ICAT) initiierte und von CDU und FDP sowie der Springer-Presse unterstützte Volksentscheid „Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen“ ist gescheitert. Beim gestrigen Volksentscheid verfehlten die Initiatoren das erforderliche Quorum von 610.000 Ja-Stimmen deutlich. Noch bei der Kampagnenpräsentation war die ICAT von 700 – 800.000 Ja-Stimmen ausgegangen. Von den Abstimmenden stimmten 60,2% für den Weiterbetrieb, 39,6% für die Schließung.

Dabei sind Schließungsbefürworter und –gegner in Berlin wie auch in Neukölln sehr ungleich verteilt. In den meisten Westbezirken stimmte eine deutliche Mehrheit mit Ja, in den Ostbezirken dagegen deutlich mit Nein. In Neukölln gab es im Norden, besonders in den direkt an den Flughafen angrenzenden Gebieten, viele Stimmbezirke mit einer Mehrheit an Nein-Stimmen. Insgesamt halten sich in den beiden Wahlkreisen im Neuköllner Norden (die im Wesentlichen innerhalb des S-Bahn-Ringes liegen) Befürworter und Gegner die Waage – ein für den Westteil der Stadt überdurchschnittliches Ergebnis. Dagegen stimmten in den nicht vom Fluglärm betroffenen Wahlkreisen im Süden Neuköllns über 80% für die Weiterbetrieb. Damit ist auch die Behauptung der ICAT widerlegt, in Flughafennähe gäbe es „mit die größte Zustimmung“.

Wir begrüßen den Ausgang des Volksentscheides. Wir haben als Grüne eine sachliche und argumentative Auseinandersetzung geführt, während die Kampagne der ICAT gerade in den letzten Wochen jedes Maß verloren hatte. Wir fordern die Initiatoren und die CDU auf, das Votum der Berlinerinnen und Berliner zu akzeptieren. Damit kann in Tempelhof endlich Ruhe einkehren.

Am Sonntag NEIN stimmen!

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Neukölln.TV hat für uns Neuköllnerinnen und Neuköllner befragt, was Sie zur Schließung von Tempelhof denken. Sehen Sie selbst!

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Die Videos sind in einer Kooperation von Bündnis 90/Die Grünen und Neukölln.TV entstanden. Mehr Videos gegen den Flugbetrieb in Tempelhof finden Sie unter www.neukoelln.tv.

28. März: Seyfried und Ziska signieren grüne Plakate

Der Zeichner Gerhard Seyfried und seine Kollegin Ziska haben zur Unterstützung der bündnisgrünen Kampagne zur Schließung des Flughafen Tempelhofes ein Plakat gezeichnet. Dieses Plakat wollen wir bei einer öffentlichen Signierstunde vorstellen.

Außerdem wollen wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen weitere Materialien von Bündnis 90/Die GRÜNEN Berlin zur Kampagne vorzustellen.

Die Signierstunde findet statt:

Buchhandlung Kommedia
Marheinekeplatz 15
Eingang Zossener Straße
Zeit: 13 Uhr
Datum 28.3.2008

TeilnehmerInnen:
Gerhard Seyfried und Ziska
Irma Franke-Dressler, Landesvorsitzende

Bruchlandung aus Tempelhof glimpflich ausgegangen

Zum Flugzeugunglück der aus Berlin-Tempelhof kommenden Maschine auf dem Flughafen Mannheim erklärt Jochen Biedermann, Sprecher der Neuköllner Bündnisgrünen:

Das Flugzeugunglück der aus Tempelhof kommenden Maschine auf dem Flughafen Mannheim ist zum Glück glimpflich ausgegangen. Es zeigt sich jedoch einmal mehr: Flughäfen gehören nicht in die Stadt. 75% der Flugzeugunfälle passieren bei Starts und Landungen, einem Gebiet, in dem in Tempelhof über 450.000 Menschen wohnen. Wer unter diesen Bedingungen einen Flughafen mitten im Wohngebiet erhalten will, handelt verantwortungslos.

Mehr zum Flugzeug-Unglück:
Tagesspiegel-Artikel vom 20.3.: Bruchlandung für Flug aus Tempelhof

Neue Schulstationen für Neukölln beschlossen

Von Gabi Vonnekold, Jugendstadträtin in Neukölln

Während die CDU in Hessen versucht hat, das Thema Jugendkriminalität zu benutzen, um Ängste zu schüren und sich mit der Forderung nach härteren Strafen zu profilieren, hat das Bezirksamt Neukölln beschlossen, trotz Finanznot verstärkt in die Prävention zu investieren. Das Bezirksamt Neukölln stellt 625.000 Euro zur Verfügung, um sieben Schulstationen in Grundschulen einzurichten, die mit dem neuen Schuljahr ihre Arbeit aufnehmen können.

Schulstationen haben sich bereits seit Jahren in einigen Neuköllner Schulen als Mittel bewährt, das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler und ganz allgemein das Lernklima an der Schule zu verbessern. In Schulstationen arbeitet sozialpädagogisches Personal mit Schülerinnen und Schülern, die Probleme haben oder Probleme machen. Ziel ist es, sie psychisch und sozial zu stabilisieren und wieder für das Lernen zu gewinnen. Sie beraten auch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und arbeiten eng mit ihnen zusammen, um Schuldistanz und Gewaltbereitschaft zu bekämpfen. Mit diesem Angebot soll der Tendenz entgegengewirkt werden, dass immer mehr Kinder bereits in der Grundschule die Lust am Lernen verlieren, zu Schulschwänzern werden und damit schon früh die Chance auf einen guten Schulabschluss einbüßen. [Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterweiterlesen]

 

Neuköllner Stachel Nr. 164 Frühjahr 2008

Startet den Datei-DownloadHier zum Download als pdf (ca. 3,5 Mb)

Themen u.a.: Volksentscheid am 27. April: Flugzeuge gehören nicht in die Stadt, Micha Wendt zu schwarz-grünen Experimenten im Hamburg, SPD und klimaschutz, Neue Schulstationen für Neukölln,  Campus Rütli, Gutshof Britz, Neue Radwege in Neu-Britz, Grüne sammeln für Müttergenesungswerk, Kommunales Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger, Neues Wahlrecht für Berlin, Stolperstein für Olga Benario, Mitmachzirkus Neukölln

NEIN! zum Flugbetrieb in Tempelhof!

Am 27. April 2008 haben die Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, dem Flugverkehr in Tempelhof eine Absage zu erteilen. Ein breites Bündnis, dem neben Bündnis 90/Die Grünen auch die SPD und die LINKE, Bürgerinitiativen, Naturschutz- und Sozialverbände angehören, wirbt für ein klares "NEIN" beim Volksentscheid. Hier können Sie sich Auszüge aus der Auftaktpressekonferenz ansehen. Weitere Informationen finden Sie unter www.tempelhof-flugfrei.de

Wir fordern das Flugfeld zurück!

Photo: Gabriele Kantel (cc)

Wir treten damit allen Versuchen, einen wie auch immer gearteten Flugbetrieb in Tempelhof aufrecht zu erhalten, entschieden entgegen. Dabei haben wir die besseren Argumente auf unserer Seite: das riesige Gelände mitten in Berlin ist für einen Flughafen viel zu schade. Tempelhof schreibt jedes Jahr Verluste, die für dringende Zukunftsinvestitionen fehlen. Ein Verkehrsflughafen mitten in einem der am dichtesten besiedelten Gebiete unserer Stadt belastet die Anwohner unzumutbar mit Lärm und Dreck und stellt eine Gefährdung dar. Ein Sonderflughafen für Wenige ohne den Nutzen für Viele wäre die größte Platzverschwendung Berlins. Wir fordern daher das Gelände für die Berlinerinnen und Berliner zurück. Außerdem müssen Ideen zu einer sinnvollen Nachnutzung der Fläche und einer Öffnung des Gebietes und der Gebäude für alle angeregt werden.

Bündnis 90/Die Grünen Berlin beziehen klare Position. Gegen eine Politik für die Elite und für eine Politik für die ganze Stadt. Wir werden eine eigene grüne Kampagne starten, um für ein Nein beim Volksentscheid zu werben. Diese Kampagne untermauert die Forderungen der Bündnisgrünen, das Flugfeld für alle BürgerInnen zu öffen, für die Gebäude eine sinnvolle Nachnutzung zu entwickeln und den Flughafenbetrieb einzustellen.

Kommunales Wahlrecht für die Wohnbürgerschaft - kommunales Wahlrecht auch für Nicht-EU-BürgerInnen

Eine Kampagne aus NRW: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.wahlrecht-fuer-migranten.de

Unterstützt von allen großen Trägern der freien Wohlfahrtspflege haben die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen in Nordrheinwestfalen, der DGB (Bezirk NRW) und der Landesjugendring NRW eine Kampagne gestartet, um für lange hier lebende AusländerInnen das kommunale Wahlrecht zu fordern.

Bündnis 90/Die Grünen unterstützen diese Kampagne: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterAuf der angegebenen Homepage ist es möglich, sich in eine Unterstützerliste einzutragen. Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterWeiterlesen...

Grüne Anträge zur BVV im Januar

In der Bezirksverordnetenversammlung am 23. Januar haben wir folgende Anträge und Anfragen eingebracht:

Außerdem haben wir eine große Anfrage zum Thema Jugendgewalt (pdf) gestellt. Die Antwort der grünen Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold (pdf) finden Sie hier.

Alles Gute für 2008!

Am 1. Januar wird fast überall auf der Welt Neujahr zusammen mit Silvester auf einer Party gefeiert. Gutes Essen, meist alkoholische Getränke und stimmungs­volle Musik gehören dazu. Mitunter gibt es Bockwürstchen und Kartoffelsalat als Erinnerung, dass auch schlechte Zeiten kommen könnten. Vom Karpfen wandern ein paar Schuppen ins Portemonnaie, damit dieses im neuen Jahr niemals leer wird. Zum nächtlichen Jahreswechsel geht Mensch auf die Straße, um unter dem Läuten der Glocken den zahllosen Feuerwerken zuzusehen oder selbst eines zu veranstalten und um Bekannten oder auch Wildfremden Glück- und Gesundheits­wünsche auszusprechen. Dabei geht der „gute Rutsch" vermutlich auf das Jüdische zurück: Aus dem Hebräischen „Rosch“ (Kopf, Anfang) wurde „tov rosch“ (guter Anfang). Um den Jahreswechsel sind eine Reihe alter Symbole zu sehen: Glücksschweine, Schornsteinfeger und vierblättriger Klee.

Unser Sonnenjahr stammt aus dem alten Ägypten. Dort war eine genaue Kalender­rechnung wegen der Voraussage der Nilüberschwemmung und des Sonnenkultes wichtig. Doch schon bei Babyloniern, Azteken, Mayas und in China war die Länge des Jahres bekannt. Kurz vor der Zeitenwende übernahm Julius Caesar den Näherungswert von 365,25 Tagen in den römischen Kalender. Jahresbeginn war damals aber der 1. März, woher die Namen der Monate September bis Dezember (7. bis 10. Monat) stammen.

Seit dem Mittelalter wird das christliche Neujahrsfest am 1. Januar gefeiert obwohl das Kirchenjahr bereits am 1. Adventsonntag beginnt. Orthodoxe feiern Neujahr am Dreikönigstag, wie es bei uns vor 800 Jahren üblich war. In vielen Ländern weicht das Datum des Neujahrsfestes von unserem ab, besonders wenn das Mondjahr die Kalenderrechnung bestimmt. Juden und Chinesen gleichen dies alle drei Jahre mit einem Schaltjahr (13. Monat) aus.

In der arabischen Welt ist das Jahr 11 Tage kürzer. Neujahr ist im Islam kein offizieller Feiertag und wird jedes Jahr 10 bis 12 Tage früher begangen. Das chinesische und vietnamesische Neujahrsfest liegt zwischen Ende Januar und Mitte Februar. Das kurdische Neujahrsfest „Newroz“ (der neue Tag) wird zum Frühlingsanfang am 21. März gefeiert und entstammt dem Widerstandsgeist der Kurden. Als Fest der Wiedergeburt wurde es von anderen Völkern übernommen. So feiern es heute auch Afghanen und Perser, die es um eigene Bräuche bereichert haben. Bei den Hindus fällt „Bikarami Samvat“ auf den 6. April 2008. Im Judentum ist „Rosch ha-Schana“ (Kopf des Jahres) im September oder in der ersten Oktoberhälfte. Die Mahlzeiten am Neujahrstag enthalten Früchte und Honig, um ein „süßes neues Jahr“ zu symbolisieren. Im Orient oder in Süd- und Ostasien erstreckt sich das Neujahrsfest über mehrere Tage. Aus alter Tradition stammt das keltische Neujahrsfest am Tag der Todesgöttin Hellia am 31. Oktober, woraus Halloween entstanden ist.

Auch wenn Neujahr in jeder Region eine andere Charakteristik hat, gibt es doch eine Reihe gemeinsamer Elemente. Dazu gehören Rück­blick und Vorschau, Bräuche gegen Zukunftsangst und schlechte Einflüsse (Bleigießen, Bekenntnis von Fehlern, gute Vorsätze für das neue Jahr usw.), Glück wünschen, Feuerwerk oder der Besuch eines Neujahrskonzertes.

Meine grünen Wünsche zum Jahreswechsel könnte ich wie die Kinder in der Adventszeit an den Weihnachtmann in das brandenburgische Himmelpfort in der Nähe der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück schreiben. Aber wer glaubt schon an den Weihnachtsmann? Ich glaube vielmehr an die Kreativität und den Ideenreichtum von Bündnis 90 / Die Grünen! Grüne Politik wird auch im nächsten Jahr konstruktiver sein, als die der anderen Parteien. Dies gilt auch für unsere Fraktion im Rathaus „auf Augenhöhe“ in der Zähl­gemein­schaft. Wir stehen für eine bessere Politik und diese beinhaltet auch systematische Analytik, um möglichst optimale Entscheidungen zunächst ohne „Koalitions­zwänge“ zu finden. Wir haben hierfür im Bezirk und anderswo ausreichende Kompetenz und dafür haben wir das Vertrauen unserer Wähler und Wählerinnen erhalten.

Bertil Wewer

Am 1. Dezember um 10.30h den Nazis widersetzen. In Neukölln. Überall.

++ 30.11.2007: Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) hat einen Orientierungsplan mit der wahrscheinlichen Demoroute und Orten für Gegenaktionen erstellt (pdf) erstellt. Die mbr hält folgende Route für wahrscheinlich: Neudecker Weg - Im Bauernbusch - Köpenicker Straße - Buchsbaumweg - Krokusstraße - Stubenrauchstraße - Neuköllner/Rudower Straße - Lipschitzallee - Fritz-Erler-Allee - U-Bahnhof Britz-Süd, wo die rechtsextreme Abschlusskundgebung stattfinden soll. Neben dem Fest auf der Straße ab 10.30 Uhr am U-Bahnhof Rudow ist auch am U-Bahnhof Bitz-Süd eine Gegenkundgebung geplant. ++

++ 28.11.2007: Die voraussichtliche Route läuft vom U-Bahnhof Rudow über die Gropiusstadt nach Britz. Enden soll die Demonstration mutmaßlich in der Nähe des Anton-Schmaus-Hauses der Falken ++

Die Neuköllner Bündnisgrünen rufen alle NeuköllnerInnen auf, dafür zu sorgen, dass die Nazis erst gar nicht loslaufen können. Treffpunkt ist am Samstag den 1. Dezember um 10.30 Uhr am U-Bahnhof Rudow. Achten Sie auf aktuelle Ankündigungen!

Seit Jahren demonstrieren Rechtsradikale im Dezember zwischen Treptow-Köpenick und Neukölln für nationale Jugendzentren. Dieses Jahr soll die Demonstration am 1. Dezember stattfinden und - so der aktuelle Stand - um 11 Uhr in Rudow losgehen.

Immer wieder kommt es in Neukölln zu rassistischen Pöbeleien und Übergriffen. Zuletzt wurden am 20. November zwei Rumänen von einem mutmaßlichen Angehörigen der rechten Szene mit einem Messer bedroht und fremdenfeindlich beschimpft. Einer der beiden wurde leicht verletzt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Am 24. November randalierten Rechtsextreme in einem Zug der U-Bahnlinie 7. Dabei traten sie die Tür zu einer leeren Fahrerkabine ein und grölten rechtsextreme Parolen über die Lautsprecheranlage. Dem Fahrzeugführer gelang es nur knapp, den Zug am Bahnhof Lipschitzallee zum Stehen zu bringen. Die Täter konnten flüchten.

Startet den Datei-DownloadAufruf "Für ein demokratisches und tolerantes Rudow" (als pdf) des Aktionsbündnisses für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Rudow, dem auch Bündnis 90/Die Grünen Neukölln angehören.

Startet den Datei-DownloadAufruf des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick (als pdf) für ein Fest auf der Straße am 1. Dezember, 10.30 Uhr in Rudow, Kreuzung Neuköllner Straße/Groß-Ziethener Chaussee (direkt am U-Bahnhof Rudow).

Neuköllner Stachel Nr. 163 Winter 2007

Startet den Datei-DownloadHier zum Download als pdf (ca. 1 Mb)

Themen u.a.: Stadtumbau im Böhmischen und Deutschen Dorf in Rixdorf, Gartenarbeitsschule, Klimaschutz, Grundeinkommen, Flughafen Tempelhof, Bahnprivatisierung, Grüne Randnotizen aus der BVV, Die Neuköllner Jugendstadträtin Gabi Vonnekold zum Campus Rütli, Spatenstich für den Hindu-Tempel, Gedenktafel an die Herero an Nana, Zwangsarbeit in Neukölln, Heimathafen Neukölln.

 

 

 

Als Flughafen viel zu schade!

Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände und Bündnis 90/Die Grünen Berlin starten ihre Werbekampagne für einen Central Park in der Mitte Berlins. Mit unserer neuen Zeitung zeigen wir welche Möglichkeiten die Fläche des Flughafens Tempelhof für die Berlinerinnen und Berliner in Zukunft haben kann. Das Gelände mitten in Berlin ist viel zu schade für einen Flughafen.

Wir wollen alle auffordern, sich am Planungsprozess zu beteiligen, Ideen einzubringen und dieses Gelände für sich zu erobern. Wir werden mit besseren Argumenten, Aktionen und sehr viel ehrenamtlicher Arbeit dafür streiten, dass nicht nur ein paar privilegierte Hobbyflieger dieses Areal besetzen, auch wenn die ICAT dieses „Geschäftsbegehren“ zur Aufrechterhaltung der Privatjetfliegerei mit viel Geld anpreisen kann.

Das Gelände muss allen Berlinerinnen und Berlinern in Zukunft zur Verfügung
stehen.  Der Flughafen Tempelhof ist ein Denkmal, aber von einem Denkmal aus muss man nicht fliegen, dagegen soll die Geschichte an diesem Ort erfahrbar werden. Wer für den City Airport London schwärmt, sollte zur Kenntnis nehmen, dass dieser Flughafen vom Londoner Zentrum ebenso weit entfernt ist, wie der Flughafen Schönefeld von Berlins Mitte.

Nicht die Vergangenheit sondern die Zukunft soll auf dem Gelände des Flughafens Einzug halten.  Startet den Datei-DownloadDie Zeitung können Sie hier herunterladen (als PDF im Format A4 zum Ausdrucken oder online lesen, ca. 1 MB), weitere Informationen unter www.tempelhof-aufmachen.de.

TEMPELHOF AUFMACHEN. FÜR ALLE. ist eine Aktion der Bürgerinitiativen BIFT, NANU THF und Westtangente e.V., des BUND und NABU Berlin, des Solarvereins Berlin-Brandenburg sowie des Landesverbandes Berlin und der Kreisverbände Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln von Bündnis 90/Die Grünen.

Neuköllner Grüne unterstützen "Nacht und Nebel 07"

Bündnis 90/Die Grünen Neukölln unterstützen in diesem Jahr "Nacht und Nebel - mit der Taxe durch die Neuköllner Kulturszene". Am Samstag den 3. November finden von 19 Uhr bis spät in die Nacht im Neuköllner Norden vielfältige Performances, Tanz und Live-Aktionen in über 50 Galerien, Ateliers, Arbeitsräumen Neuköllner Künstler/innen statt, die per Sammeltaxi miteinander verbunden werden. Der Eintritt zu allen Orten ist frei. Mehr Infos unter www.nacht-und-nebel.info.

Herzliche Einladung zur AnwohnerInnenversammlung: Umgestaltung im Böhmischen Dorf

Foto: Gabriele Kantel (cc)

Donnerstag 25. Oktober 2007, 19:00 - 21:00 Uhr
Mehrzweckraum der Richard-Grundschule
Richardplatz 14, 12055 Berlin

Das Kulturdenkmal Böhmisches Dorf und die Richardstraße sollen städtebaulich aufgewertet werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität am Richardplatz und im umliegenden Kiez zu erhöhen. Die kulturellen und gastronomischen Einrichtungen vor Ort sollen durch bauliche Veränderungen gefördert werden. Der Durchgangsverkehr zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee soll unterbunden werden. An den Maßnahmeplanungen werden die Anwohner angemessen beteiligt.

Die Zählgemeinschaft aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke lädt Sie ein zu einer Anwohnerversammlung mit der Thematik Umgestaltung des Richardplatzes. In Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky und des Baustadtrats Thomas Blesing wollen wir mit Ihnen über die Umgestaltung diskutieren und Ihre Anregungen und Vorschläge aufnehmen. Baustadtrat Thomas Blesing wird den bisherigen Stand der Dinge erläutern und den Zeitplan vorstellen.

Zum Antrag der Zählgemeinschaftsfraktionen zur Umbau des Richardplatzes, der in die BVV am 31. Oktober eingebracht wird.

EINLADUNG: Bahn unterm Hammer

 

 

Am Dienstag, den 9. Oktober 2007 um 20 Uhr zeigen wir den Dokumentarfilm Bahn unterm Hammer. Anschließend wollen wir mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion, Winne Herrmann, über die aktuellen Privatisierungspläne diskutieren.-> weiterlesen

Neuköllns schöne Seiten - Sonntag, 7. Oktober, 11 Uhr: Gartenarbeitsschule Britz

Einmalig und einzigartig in Neukölln ist die Gartenarbeitsschule in Britz. Zehntausende Kinder aus der Großstadt lernen jedes Jahr „Biologie zum Anfassen“: vom Säen, Hegen und Pflegen bis hin zum Ernten und Weiterverarbeiten von Obst und Gemüse zu Saft oder Marmelade. Die Leiterin der Gartenarbeits­schule führt uns durch das große Gelände mit Schafen, Bienenhaus, mongolischer Jurte und Hochbeeten. Treffpunkt: Eingangstor, Fritz-Reuter-Allee 121.

Grüne Geschäftsstelle eröffnet

Am Freitag, den 7. September konnten Bündnis 90/Die Grünen endlich die Neuköllner Geschäftsstelle offiziell eröffnen. Das Ereignis haben wir mit vielen Gästen aus Neukölln und ganz Berlin gefeiert. Musikalisch begleitet wurde sie von Talabao und dem Chor der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus.

Die Geschäftsstelle wird künftig vor allem als politischer Raum dienen: die zweiwöchentlichen Bezirksgruppensitzungen finden hier genauso statt wie die Treffen der Arbeitsgemeinschaften und des Vorstandes. Darüber hinaus sind weitere öffentliche Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen geplant. Daneben bietet die Geschäftsstelle Raum für Kultur. So wurde am 7. September auch die Fotoausstellung 'entmenscht' von Christine Magdalene Noll eröffnet, die während der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle noch bis Anfang November zu sehen sein wird.

Die Geschäftsstelle ist dienstags und donnerstags von 16 - 18 Uhr und freitags von 10 - 13 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Neuer Neuköllner Stachel erschienen

Neuköllner Stachel Nr. 162 vom Juli/August 2007 (als pdf, 1,6 Mb)


Themen u.a.:
Wachschutz an Neuköllner Schulen, Neuköllner Haushalt, Bleiberechtsregelung, Bericht aus Brüssel, Vison Zero, Randnotizen aus der Bezirksverordnetenversammlung, Vielfalt tut gut, Verkehrspolitik neu gestalten, Interview mit den neuen grünen Landesvorsitzenden Barbara Oesterheld und Irma Franke-Dressler.

Lokaler Aktionsplan des Bezirks Neukölln „Vielfalt tut gut“

Am 21. Juni 07 wurde vom Neuköllner Jugendhilfe-Ausschuss ein lokaler Aktionsplan zur Umsetzung des Programms „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ verabschiedet. Vorausgesetzt, dass auch die BVV am 4. Juli dem Aktionsprogramm zustimmt, können bis zum 31. Juli Schulen, Träger und lokale Akteure ihre Projektvorschläge einreichen.

Das Bundesprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert und richtet sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Für Neukölln wurden vom Jugendamt unter der Leitung von der Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold (Grüne), drei Hauptziele formuliert. Diese Ziele sind abgestimmt auf die Situation und die Belange des Bezirks. Es gab schon im Vorfeld einen intensiven Austausch mit den VertreterInnen der Kinder- und Jugendeinrichtungen und den Streetworkern im Süden Neuköllns. Alle Analysen und Handlungsstrategien wurden außerdem abgesprochen mit dem Quartiersmanagement und dem Migrationsbeauftragten. [-> weiterlesen ]

Grüne Anträge zur Neuköllner BVV im Juli

Zur BVV am 4. Juli haben wir folgende Anträge gestellt, die Sie sich als pdf-Dokument herunterladen können:

Außerdem haben wir folgende mündliche Anfrage gestellt:

EINLADUNG: Wir machen am nächsten Wochenende auf!

Am nächsten Wochenende (22. bis 24. Juli) findet das Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln statt - das wohl größte kulturelle Highlight unseres Bezirks: mehr als 160 gewöhnliche und ungewöhnliche Orte gilt es neu zu entdecken.

Klimzone Neukölln lautet das diesjährige Motto und dazu haben wir viel zu sagen: Sowohl zum globalen Klimawandel, über den wir eine Ausstellung der Stiftung Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung zeigen, als auch zur Klimaverbesserung in Neukölln. Über die positiven Entwicklungen unseres Bezirks, den wir mit unserer Politik in der Bezirksverordnetenversammlung und im Bezirksamt unterstützen wollen. Und natürlich auch über alles, was noch zu tun ist.

An diesem Wochenende gewähren wir auch zum ersten Mal Einblicke in unsere
neue Geschäftsstelle in der Berthelsdorfer Straße 9. In den letzten Monaten haben wir damit begonnen, dem lange leerstehenden Ladengeschäft neues Leben einzuhauchen. Noch nicht alles ist fertig, trotzdem freuen wir uns auf Ihren Besuch - ganz egal ob Sie die Ausstellungen sehen oder sich nur bei einem Bio-Getränk vom Kulturtrubel erholen wollen.

Auf jeden Fall geöffnet ist zu folgenden Zeiten:

Freitag 19 - 1 Uhr
Samstag 14 - 24 Uhr
Sonntag 12 - 18 Uhr

Wir freuen uns auf Sie!

Tempelhof aufmachen. Für alle.

Flughäfen gehören nicht in dichtbebaute Innenstadtgebiete. Deshalb fordern Bündnis 90/Die Grünen schon seit Jahren, den Flugverkehr in Tempelhof endlich zu beenden. Als Verkehrsflughafen hat Tempelhof ohnehin keine Zukunft, als Sonderflughafen wäre er die größe Platzverschwendung Berlins. Wir wollen die über 500 Fussballfelder öffnen und das Gelände behutsam entwicklen. Dabei soll eine große Freifläche für Naherholung und Stadtklima erhalten werden - genau daran fehlt es in den dichtbebauten angrenzenden Stadtvierteln.

Gemeinsam mit der Bürgerinitative Flughafen Tempelhof - Bürger für die Schließung des Flughafens Tempelhof (BIFT), der Bürgerinitiative für die Nachnutzung des Flughafen Tempelhof NANU THF und der Bürgerinitiative Westtangente haben wir daher die Initiative "TEMPELHOF AUFMACHEN. FÜR ALLE" ins Leben gerufen, um gemeinsam für unsere Auffassung der Zukunft von Tempelhof zu werben.

Weitere Informationen unter www.tempelhof-aufmachen.de

EINLADUNG: Veranstaltung zur Umbenennung der Wissmannstraße


Quelle: Deutsche Kolonialgesellschaft (http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de)

Am 6.6.2007 um 19 Uhr in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32

Mit: Fulgence Kisalya (Umoja wa Watanzania/Berlin; Vereinigung der Tansanier in Berlin), Reiner Pomp (Historiker und Verfasser des Gutachtens über Wissmann im Auftrag des Bezirksamtes Neukölln), Martin Kupfer (Verwaltungsjurist,  Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

Wir laden Anwohner und interessierte Neuköllner ein, über folgende Themen zu diskutieren: Warum müssen wir uns mit der deutschen Kolonialgeschichte auseinandersetzen? Wie geht eine Straßen-Umbenennung vor sich, was kostet sie und welche Belastungen kommen auf die Anwohner zu?

Die deutschen Kolonien in Afrika - ein weitgehend unbekanntes Kapitel in der deutschen Geschichte

Die Geschichte des deutschen Kolonialismus spielt weder im Schulunterricht noch in der öffentlichen Diskussion über unsere Geschichte irgendwo eine Rolle. Kaum einer weiß, wo und wie lange Deutsche Kolonien in Afrika bestanden. Erst Recht wissen die wenigsten, was dort vorgegangen ist. Da es nie eine Wiedergutmachung der Deutschen Kolonialmacht für Landnahmen, Zerstörungen, Misshandlungen und Morde gegeben hat, setzen wir uns ein für das, was auf der politischen Ebene des Bezirks möglich ist: Eine symbolische Geste, die zum Ausdruck bringt, dass wir um das Unrecht wissen, dass Wissmann begangen hat, und dass wir ihm die Ehre absprechen, die ihm frühere Generationen leider erwiesen haben.

Aus diesem Grund hätte die Umbenennung der Straße allein, ohne dass Informationen über Wissmann aufgearbeitet werden, ohne dass über die Kolonialgeschichte Deutschlands in Afrika gesprochen wird und ohne dass die Tansanier, für die Wissmann und sein Wüten in ihrem Land bis heute Bedeutung hat, zu Wort gekommen wären, wenig Sinn. Das wäre ein reiner Verwaltungsakt mit einer sehr eingeschränkten Symbolwirkung: Ein paar, die am Hebel sitzen, haben verstanden – mehr nicht.

Andererseits können aber Information und Auseinandersetzung darüber, wie die deutsche Kolonialzeit in Tansania bis heute wirksam ist, sowie darüber, wie sehr die deutsche Kolonialherrschaft in Tansania hier vergessen und verdrängt ist, nicht ohne jede politische Konsequenz bleiben – das wäre eine erneute Verletzung der damaligen Opfer.

Aus dem Wissen und der Erinnerung müssen –das ist nur menschlich – irgend welche sichtbaren Konsequenzen gezogen werden. Wir können ihnen hier im Bezirk, im Rahmen unserer Möglichkeiten, aber stellvertretend für die damaligen Deutschen, ohnehin nicht mehr anbieten als dies: Den Namen eines Mannes vom Straßenschild zu tilgen, der so viel Leid über sie und ihre Nachfahren gebracht hat, weil der sie als Menschen missachtete und sie unterwerfen wollte mit dem erklärten Ziel, ihr Land und ihre Arbeitskraft für das damalige Deutsche Reich auszubeuten.

Eine Straßenumbenennung bedeutet Kosten für die Kommune, in diesem Fall für den Bezirk Neukölln und Kosten sowie Umstände für die Anwohner der Straße, die umbenannt wird. Deshalb sollte man einen solchen Schritt nur dann tun, wenn die Kosten gegen den ideellen Gewinn abgewogen ist: Straßennamen sind eine hohe Auszeichnung nicht nur für die Namensgeber, sondern auch für die Stadt und den Bezirk. Wer aber mehr über die Geschichte des Kolonialismus in Tanzania weiß und wer weiß, was Wissman getan hat, wird ihm seine Auszeichnung nicht lassen können. Mit der Umbenennung können wir Verantwortung für einen Teil unserer Geschichte übernehmen. Das ist die Kosten wert.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.majimaji.de und www.tanzania-network.de

 

Anfragen und Anträge zur BVV am 23. Mai

Die Anträge der grünen Fraktion zur Bezirksverordnetenversammlung am 23. Mai können Sie sich auf der Seite der Fraktion herunterladen.

TERMIN: "Neuköllner Reformwohnungsbau gestern und heute"

Hufeisensiedlung

Kaum bekannt und dich wegweisend im Wohnungsbau. Bei einem Spaziergang zwischen der Fritz-Karsen-Schule und dem Ortolanweg wollen wir einige Wohnungsbauprojekte besichtigen, die es verdient haben, nicht nur von Eingeweihten und Denkmalschützern gekannt zu werden. Über die Hufeisensiedlung, mit der in den 20er Jahren völlig neue Wege im Wohnungsbau beschritten wurden und vielleicht in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wird, laufen wir durch denkmalgeschütze Siedlungen oder Siedlungen mit einer geplanten Erhaltungsverordnung quer durch Britz zum Ortolanweg, wo schon vor ca. 15 Jahren ein Projekte des gemeinschaftorientierten Wohnens von Jung und Alt realisiert worden ist. Neukölln war eben schon immer der Zeit voraus. Nur glaubt es keiner.

Treffpunkt am 26. Mai um 15 Uhr auf dem Parkplatz der Fritz-Karsen-Schule, Onkel-Bräsig-Str. 76/78.

Neukölln protestiert gegen Neonazis

Foto: Karsten Schrott

Vor dem Gemeinschaftshaus Gropiusstadt bekundeten mehr als 200 Gegendemonstranten ihren Protest gegen eine Veranstaltung der NPD am gestrigen 8. Mai. Unten den DemonstrantInnen waren auch die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Barbara Oesterheld, sowie die Mitglieder des Abgeordnetenhauses Clara Herrmann und Benedikt Lux.

Unter dem Motto „Gestern eine Niederlage. Heute eine Chance. Morgen ein Sieg“ durfte der in rechtsextremen Kreisen beheimatete Historiker Dr. Olaf Rose seinen Vortrag zum Thema „Über Galgen wächst kein Gras! US-Folterjustiz von Malmedy bis Abu Ghraib“ halten. Rose ist „parlamentarischer Berater“ der NPD-Landtagsfraktion in Sachsen, Vorstandsmitglied der rechtsextremen "Gesellschaft für freie Publizistik" und Verfasser diverser geschichtsrevisionistischer Bücher. Wegen der Veranstaltung musste u.a. die Bibliothek im Gemeinschaftshaus zwei Stunden früher schließen, auch andere Freizeitaktivitäten im Gemeinschaftshaus konnten nicht stattfinden. Stattdessen lauschten die versammelten ca. 80 meist älteren Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin einem offensichtlich kruden Vortrag, in dem - wie hagalil.com berichtet - u.a. davon die Rede war, dass US-Soldatinnen irakischen Kriegsgefangenen mit ihren „riesigen Brüsten die Luft abschnüren“ würden.

In Reden und Sprechchören machten die Gegendemonstranten deutlich, dass die NPD mit ihrer Mischung aus wirren Thesen und offener Fremdenfeindlichkeit in Neukölln auf eindeutige Ablehnung stößt.

Jochen Biedermann/Katrin Falk

Neuer Stachel erschienen

Der neue Neuköllner Stachel ist heute erschienen und wird von uns an den nächsten Wochenenden verteilt werden - u.a. vor dem Neuköllner Rathaus und am U-Bahnhof Rudow. Ausserdem können Sie ihn sich hier herunterladen: Neuköllner Stachel Nr. 161 (ca. 1,6 Mb)

Themen u.a.: Straßenausbau in Alt-Rudow, Ideal-Passage, Umwelt-Zone, Grünbuch Stadtverkehr, Bericht aus der BVV, Babyklappe und anonyme Geburt, Flughafen Tempelhof, Wissmannstraße, Rechtsextreme in Neukölln, Grüne Energie aus Rudow

Nachtrag vom 15. Mai: Im Stachel wird berichtet, dass die grüne Bundestagsabgeordnete Margareta Wolf einen Antrag zur Offenhaltung des Flughafen Tempelhofs unterstützt. Inzwischen hat (nicht nur unsere) Kritik an dieser Haltung Wirkung gezeigt: Margareta Wolf hat ihre Unterschrift zurückgezogen.

Aufruf zur Gegenkundgebung am heutigen 8. Mai

Keine Räume für die NPD!

Bündnis 90/Die Grünen Neukölln unterstützt den Aufruf des Antifaschistische Bündnis Neukölln (ABN) zu einer Kundgebung gegen die geplante NPD-Veranstaltung am 8. Mai im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt:

"Keine NPD-Veranstaltung am 8.Mai 2007 in Berlin-Neukölln oder anderswo!

Am 8. Mai 1945, musste das militärisch geschlagene Deutschland bedingungslos vor den Alliierten kapitulieren. Dieser Tag markiert das Ende des nationalsozialistischen Terrors und Krieges. Noch in den letzten Wochen zuvor,
wurden tausende Jüdinnen und Juden, ZwangsarbeiterInnen, Homosexuelle,
Behinderte, Sinti und Roma, politische Gegner und sonstige „Feinde“ des Dritten
Reichs umgebracht. Die Ära der nationalsozialistischen Barbarei fand hier ein
Ende.

62 Jahre später plant die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei
Deutschlands (NPD) eine Veranstaltung im Süden Neuköllns. Die Veranstaltung
findet im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, direkt am U-Bahnhof Lipschitzallee
(U7) statt.

Deshalb rufen wir zu einer Gegenkundgebung am 08. Mai 2007, direkt vor der
NPD Veranstaltung auf. Für das Andenken an die Opfer des Faschismus und gegen Neonazi-Veranstaltungen, egal an welchem Tag!

8. Mai 2007 | 17.00 Uhr | U-Bahnhof Lipschitzallee"

Bericht aus der BVV vom 25. April 2007

Dominiert wurde die Sitzung der BVV von einem Thema: Straßenausbau in Alt-Rudow.

Dabei ging es einmal mehr hauptsächlich um die Frage, ob die Anwohnerinnen und Anwohner an den Kosten der Baumaßnahme nach dem Straßenausbaubeitragsgesetz zu beteiligen sind und ob das Gesetz überhaupt Anwendung findet.

Stadtrat Thomas Blesing (SPD) bekräftigte in der Beantwortung einer Großen Anfrage der FDP noch einmal die Auffassung des Bezirksamtes: Das Gesetz findet Anwendung und die Anwohner sind zu beteiligen! Die blieb – natürlich – von den Vertretern der CDU, kräftig unterstützt von FDP und Grauen, nicht ohne Widerspruch. Hatte sich doch die ehemalige CDU-Baustadträtin, Stefanie Vogelsang, in einer Info-Veranstaltung mit Betroffenen sehr weit „aus dem Fenster gelehnt“ mit der Bemerkung, dass die Baukosten von etwas 1,2 Millionen Euro vom Bezirkshaushalt getragen würden und solange sie Stadträtin sei, die Betroffenen keine Beiträge zu leisten hätten. Das war vor der letzten Wahl und so machten verschiedene Redebeiträge ihr und der CDU den Vorwurf der Klientel-Politik. [weiterlesen]

Bericht aus der BVV vom 28.03.2007

Die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 28. März musste noch zahlreiche Themen aus dem Februar abarbeiten, die auf der Tagesordnung stehen geblieben waren.

Begonnen wurde daher mit einer großen Anfrage der FDP zur Einrichtung einer Golfabschlag-Anlage im Süden Neuköllns. Nachdem die FDP ihren Unterstützungsantrag begründet hatte und darüber eine kontroverse Diskussion stattfand, wurde der Antrag der FDP schließlich in der BVV abgelehnt. Wir Grünen haben das Ansinnen, in Neukölln eine Golfabschlaganlage zu etablieren, begrüßt, am Ende aber den FDP-Antrag abgelehnt, da die beanspruchten Flächen schon für Kleingärten reserviert sind und daher nicht für diese Nutzung zur Verfügung stehen. Für alternative Standorte haben wir der FDP Unterstützung zugesagt.

Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky berichtete von seinem Besuch in der Rütli-Schule bei deren Tag der offenen Tür und stellte fest, dass „Veränderungen möglich sind.“ Ein Jahr nach dem Brief des Kollegiums hat sich die Schule zum Guten verändert und Heinz Buschkowsky konnte von nun wieder mit Freude unterrichtenden Lehrkräften berichten. Bündnis 90 / Die Grünen werden sich auch weiterhin dafür einsetzen, das dies so bleibt.

[Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterweiterlesen]

Antworten unserer Jugendstadträtin Gabi Vonnekold online

Jugendstadträtin Gabi Vonnekold

Schon seit Anfang des Jahres veröffentlichen wir unsere Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAnfragen und Anträge sowie einen Bericht aus der Bezirkverordnetenversammlung (BVV) hier auf der Internetseite - gerade Politik auf Bezirksebene muss unserer Meinung nach so transparent wie möglich sein. Gerade weil Bezirkspolitik nur selten den Weg in die Zeitungen findet, ist der Bezirk gehalten, seine Entscheidungen öffentlich zu machen. Solange dies nicht auf der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSeite des Bezirks passiert, veröffentlichen wir hier ab sofort nicht nur die Anfragen und Anträge unserer Fraktion, sondern auch Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwichtige Antworten unserer Jugendstadträtin Gabi Vonnekold auf große Anfragen anderer Fraktionen. So können Sie sich ein direktes Bild von der bündnisgrünen Arbeit in Bezirksamt und BVV machen. Außerdem finden Sie aktuelle Informationen über die Arbeit von Gabi Vonnekold im Bereich Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterStadträtin.

Grüner Dienstag: Zwischennutzungsagentur stellt sich vor

Leerstand in Neukölln

In der Bezirksgruppe am Dienstag, den 3. April wird Stefanie Raab von der Zwischennutzungsagentur zu Gast sein und über ihre Konzepte einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Neukölln berichten. Die Zwischennutzungsagentur ist mittlerweile in vier Neuköllner Quartiermanagementgebieten (Reuterplatz, Richardplatz, Schillerpromenade, Körnerpark) aktiv und vermittelt zwischen Hauseigentümern und Nutzungsinteressenten.

Die grüne Bezirksgruppe trifft sich alle zwei Wochen dienstags um 19 Uhr in der Seniorenfreizeitstätte Böhmisches Dorf (Richardstraße Ecke Kirchgasse). Interessierte sind immer herzlich eingeladen.

Aktion Babyklappe: Veranstaltung am 30. März mit Gabi Vonnekold

Ende Januar wurde ein ausgesetzter Säugling in einer Bushaltestelle in Zehlendorf gefunden gerade einen Tag alt. Kein Einzelfall, doch nicht alle haben das Glück, rechtzeitig entdeckt zu werden. In Berlin gibt es seit 2000 Babyklappen, in die Säuglinge anonym abgelegt werden können um als letzten Ausweg Leben zu retten. 26 Mal wurde seither davon Gebrauch gemacht. Mit der „Aktion Babyklappe“ wollen Bündnis 90/Die Grünen in Zusammenarbeit mit der Wall AG auf die Babyklappen aufmerksam machen. Dazu hängen eine Woche lang Plakate an Bushaltestellen, weitere Informationen gibt es unter www.aktion-babyklappe.de.

Im Rahmen der Aktion findet am 30. März 2007 um 17 Uhr in Neukölln die Informationsveranstaltung „Informieren & Legalisieren - Babyklappen und anonyme Geburt in Berlin“ statt. Es nehmen teil: Schwester Chiara (Pflegedienstleiterin St. Josephs-Krankenhaus Berlin), Elfi Jantzen (Mitglied des Abgeordnetenhauses, Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Rainer Rossi (Vivantes Klinikum Neukölln), Gabriele Stangl (Koordinatorin des Projektes "Babywiege Waldfriede"), Gabriele Vonnekold (Jungendstadträtin Neukölln, Bündnis 90/Die Grünen), Stefanie Vogelsang (Gesundheitsstadträtin Neukölln, CDU) sowie ein Vertreter der Senatsverwaltung für Jugend. Moderiert wird die Veranstaltung von Anja Kofbinger (Mitglied des Abgeordnetenhauses, Bündnis 90/Die Grünen)

Ort: Festsaal des Klinikums Neukölln, Pavillon 7, Obergeschoss, Rudower Str. 48, 12351 Berlin (Der Pavillon 7 befindet sich im Altbaubereich des Krankenhausgeländes. Die Altbauten liegen von der Haupteinfahrt aus gesehen auf der linken Hand.)

Micha Wendt wiedergewählt

Bei der Landesdelegiertenkongerenz am 24. März stand die Neuwahl des Vorstands und Erweiterten Vorstands an. Die bisherigen Vorsitzenden Almuth Tharan und Till Heyer-Stuffen traten nicht wieder an, als neue Vorsitzende wurden Barbara Oesterheld und Irma Franke-Dressler gewählt. Oesterheld war bis zu den Wahlen im letzten Jahr langjähriges Mitglied des Abgeordnetenhauses und hat als erste Grüne ihren Kreuzberger Wahlkreis direkt gewonnen. Franke-Dressler ist Fraktionsvorsitzende in Steglitz-Zehlendorf. Ausserdem wurden Benjamin von der Ahe als Schatzmeister sowie Regina Schmidt, Julia Seeliger, Stefan Gelbhaar und Wolfgang Pohner in den Vorstand gewählt.

Micha Wendt, Mitglied im KV Neukölln, wurde bereits im ersten Wahlgang in den Erweiterten Landesvorstand wiedergewählt. Dieser soll bei Zusammenfassung und strategischer Ausrichtung den Landesvorstand unterstützen. Als weitere Mitglieder wurden gewählt: Franziska Eichstädt-Bohlig, Sibyll Klotz, Jenna Kowalski, Volker Ratzmann, Michael Schröter und Wolfgang Wieland.

Mehr zur LDK auf den Seiten des Landesverbandes und bei (green:)Berlin

Grüne unterschreiben Mietvertrag für Geschäftsstelle

Bündnis 90/Die Grünen wollen in Neukölln präsenter und sichtbarer werden. Dies wollen wir durch eine Geschäftsstelle in Nord-Neukölln erreichen. Bald ist es soweit: am Freitag haben wir den Mietvertrag unterschrieben. Jetzt heißt es zügig mit den notwendigen Renovierungsarbeiten zu beginnen, damit wir schon bald Eröffnung feiern können.

Neuköllns schöne Seiten: Besichtigung des Biomassekraftwerks Rudow

Am 19.März trafen sich interessierte Bürger zu „Neuköllns schönen Seiten“ vor dem Biomasse-Heizkraftwerk der EKT GmbH in der Köperniker Straße in Rudow, welches die Gropiusstadt mit Fernwärme versorgt.

Die etwa einstündige Führung zeigte den Arbeitsablauf dieses am 1.Mai 2003 fertig gestellten 20 MW–Kraftwerkes, vom Abladen des angelieferten Altholzes bis zur Entsorgung der Abfallprodukte.

Die 20 Mitarbeiter betreiben das Heizkraftwerk mit 150.-200.000 t Altholz im Jahr. Sie erzeugen damit 80% der benötigten Energie. Die restlichen 20% werden durch ein gasbetriebenes Heizwerk erzeugt.

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--> Zu den nächsten Terminen für "Neuköllns schöne Seiten"

Straßenumbenennungen

Hermann von Wissmann
Heinrich von Treitschke

Was uns Neuköllnern Hermann von Wissmann ist den Steglitz-Zehlendorfern Heinrich von Treitschke: hier wie dort wollen die Bündnisgrünen die Umbenennung der entsprechenden Straßen erreichen. Beide Namen passen nicht mehr in unsere Zeit. Wissmann wegen seiner zweifelhaften Vergangenheit in der Kolonialzeit (siehe dazu auch die inzwischen beendete Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterVeranstaltungsreihe "Erinnerung auf Probe" der in der Neuköllner Wissmannstraße gelegenen Werkstatt der Kulturen). Treitschke, weil er sich als Antisemit u.a. mit dem Ausspruch "Die Juden sind unser Unglück" hervorgetan hat.

Während wir in der Startet den Datei-DownloadZählgemeinschaftvereinbarung mit SPD und Linkspartei.PDS eine "Anwohnerbefragung zur Umbenennung der Wissmannstraße" (Punkt 42) durchgesetzt haben, haben sich Grüne und CDU in Steglitz-Zehlendorf in ihrer Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterZählgemeinschaftsvereinbarung darauf verständigt, "allgemeines Interesse erzeugende Tafeln in der Treitschkestraße, sowie im Bereich Taku-, Lans- und Iltisstraße aufzustellen, die eine Auseinandersetzung der Passanten mit der jeweiligen Bennennung ermöglichen" (Punkt 24) und am Ende der Legislaturperiode über eine Umbenennung zu beraten.

Für Bündnis 90/Die Grünen ist klar, dass solche Straßennamen im heutigen Berlin nichts verloren haben, CDU und FDP lehnen eine Umbenennung der Treitschkestraße bisher jedoch ab, SPD und Grüne als Befürworter einer Umbenennung haben in Steglitz-Zehlendorf keine Mehrheit.

Anlässlich der öffentlichen Diskussion um die Umbennung der Treitschkestraße veröffentlichen wir hier einen Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensteroffenen Brief des Kreisverbandes Steglitz-Zehlendorf sowie ein Startet den Datei-DownloadInterview mit der bündnisgrünen Fraktionsvorsitzenden in der Steglitz-Zehlendorfer BVV, Irma Franke-Dressler (als pdf).

Jochen Biedermann

Neuer Stachel erschienen

Der einhundertsechzigste Neuköllner Stachel ist erschienen. Persönlich in die Hand drücken lassen können Sie sich den neuen Stachel zum Beispiel am kommenden Samstag, den 17. März, zwischen 11 und 13 Uhr vor dem Rathaus Neukölln und in Rudow. Ausserdem können Sie ihn sich Startet den Datei-Downloadhier direkt herunterladen (als pdf, ca. 800kb). Themen u.a.: Endlich Ruhe in Tempelhof, Vertane Chance: Stadtgüter weden nicht auf Bio umgestellt, Grüner Vorstand neu gewählt, Ende des erfolgreichen Quartiersmanagement im Rollberg, Kinderschutz, Umbennung der Wissmannstraße, Neukölln im Widerstand, Klimawandel, Neuköllner Ehrennadel.

Bericht aus der BVV vom 28. Februar 2007

In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vom 28.2. wurde kontrovers diskutiert. Insbesondere die Grundsanierung von Alt-Rudow, die Privatisierung des Natur- und Grünflächenamtes und ein Antrag zur Durchsetzung der Schulpflicht erregten die Gemüter.

Am Anfang der Sitzung stand jedoch die erste Bürgerfragestunde im Jahr 2007.  Hier erhalten Bürger die Möglichkeiten Fragen an das Neuköllner Bezirksamt zu stellen. Diese werden dann zu Beginn der BVV von den zuständigen Stadträtinnen und Stadträten persönlich beantwortet.  [Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterweiterlesen]

Bürgerfragestunde in der nächsten BVV am 28. Februar

Vier Mal im Jahr haben Neuköllnerinnen und Neuköllner die Möglichkeit, dem Bezirksamt oder den Bezirksverordneten Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen. Die nächste der 2002 auf Druck von Bündnis 90/Die Grünen eingeführten Bürgersprechstunde findet in der BVV am kommenden Mittwoch, den 28. Februar, um 17 Uhr statt.

Dazu können bis zum kommenden Montag (26. Februar) um 12 Uhr Fragen gestellt werden: entweder schriftlich direkt an das BVV-Büro im Rathaus (Raum 201) oder aber per Mail an bvv.neukoelln(at)ba-nkn.verwalt-berlin.de. Pro Personen können zwei Fragen zu aktuellen Bezirksthemen gestellt werden. Die Fragestunde dauert eine halbe Stunde, werden mehr Fragen gestellt, als in dieser Zeit beantwortet werden können, werden diese schriftlich beantwortet.

Selbstverständlich können Sie unserer Fraktion auch darüberhinaus Fragen stellen. Schreiben Sie dazu einfach eine Mail an fraktion(at)gruene-neukoelln.de. Wir freuen uns über Ihre Fragen und Anregungen.

Aktuelle Anträge und Anfragen online

Bild mit grünem Antrag

Die Anträge und Anfragen der bündnisgrünen Fraktion zur BVV-Sitzung am 24. Januar sind online und können unter Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterFraktion heruntergeladen werden.

U.a. stellen wir eine große Anfrage zum Ende für das Quartiersmanagement-Team im Rollberg und stellen Anträge um die Fahrradfreundlichkeit von Neukölln zu erhöhen und einen Antrag zur Veröffentlichung des Gutachtens über Hermann von Wissmann.

Neuköllner Grüne begrüßen Aus für Flughafen Tempelhof

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat heute entschieden: Am 31. Oktober 2008 wird der Flughafen Tempelhof endgültig geschlossen. Das ist eine gute Nachricht für Neukölln. Die Belastung mit Lärm und Dreck und die Angst vor den verheerenden Folgen eines Absturzes im dichtbebauten Neuköllner Norden haben damit ein Ende.

Damit die bereits dreifach verschobene Schließung nun endlich vollzogen wird, fordern wir  die klagenden Flugunternehmen auf, den Richterspruch jetzt zu akzeptieren. Der Senat seinerseits sollte die Aufhebung der Planfeststellung zügig zu Ende bringen - wie sie seit langem von den Grünen gefordert wird.

Für die Nachnutzung stehen wir zu der Regelung, wie sie in der Zählgemeinschaftsvereinbarung mit SPD und Linkspartei.PDS festgeschrieben ist: weitgehender Erhalt der Freiflächen als Frischluftschneise sowie eine Randbebauung im Westen des Quartiers Schillerpromenade mit familienfreundlichen, bezahlbaren und nach ökologischen Kriterien gebauten Stadthäusern mit Garten.

Am 1 . Februar fünf Minuten gegen den Klimawandel

Am 1. Februar veröffentlicht die UNO Ergebnisse zum Klimawandel. Aus diesem Anlass bitten 72 Naturschutz-Organisationen im Rahmen der "Alliance pour la planète" an diesem Tag - also kommenden Donnerstag - zwischen 19:55 und 20:00 Uhr fünf Energieschweigeminuten einzulegen und alle elektrischen Geräte abzuschalten.

Fünf symbolische Minuten die zeigen sollen, dass das Thema Klimawandel in den Mittelpunkt der weltweiten Politik gehört.

Podiumsdiskussion findet nicht statt

Die für morgen, den 17. Januar, angekündigte Veranstaltung "Wes' Brot ich ess',… Quartiersmanagement zwischen Kiez und Verwaltung" muss leider ausfallen. Die Senatsverwaltung hat kurzfristig eine Teilnahme an der Veranstaltung ohne Begründung abgelehnt. Mit Verweis hierauf wollte auch die Neuköllner SPD nicht an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Anliegen der Veranstaltung war es anlässlich der Nichtverlängerung des Vertrages für das QM Rollberg über langjährige Probleme vieler Quartiersmanagementgebiete zu diskutieren. Ursprünglich waren die QMs als unbürokratischer Ansprechpartner vor Ort gedacht, der vernetzt, aktiviert und gerade kleine Initiativen unterstützt. Diese Aufgabe können QMs, die immer mehr Zeit für Verwaltungsaufgaben aufwenden müssen, in immer geringerem Maße erfüllen. Außerdem werden kleine, lokal verankerte Träger verdrängt, indem den Trägern die finanzielle Verantwortung für alle in den QM-Gebieten durchgeführten Projekte aufgebürdet wird.

Bündnis 90/Die Grünen werden sich weiter dafür einsetzen, dass das Gespräch über dieses Thema in Gang kommt. Wir haben in der Vorbereitung auf diese Veranstaltung mit vielen in den Quartieren Aktiven gesprochen. Dabei ist uns immer wieder bestätigt worden, dass die von uns angesprochenen Probleme bestehen. Allerdings wollte sich aus diesem Umfeld fast niemand öffentlich äußern. Wir haben dies als Atmosphäre der Angst wahrgenommen. Gerade deshalb werden wir uns dieses Themas auf Landesebene und auch in Neukölln weiter annehmen und die Diskussion darüber in die Öffentlichkeit tragen. Wir planen im Moment eine neue Veranstaltung mit verändertem Konzept.

Wir bedauern sehr, dass die Veranstaltung ausfällt. Allerdings halten wir eine Diskussion unter den gegebenen Umständen nicht für zielführend.

Wes’ Brot ich ess’, …

Quartiersmanagement zwischen Kiez und Verwaltung
Einladung zur Podiumsdiskussion am 17. 1. 2007

Die Senatsverwaltung hat – wie vielfach in den Medien berichtet – den Vertrag mit dem Träger des Quartiersmanagements im Neuköllner Rollbergviertel zum 1.1.07 nicht verlängert. Gilles Duhem zitiert einen Mitarbeiter der Senatsverwaltung, der ihn mit dem Sprichwort „Wes’ Brot ich ess, des’ Lied ich sing“ habe disziplinieren wollen.

Anlässlich des Streits um Ursachen und Schuld für das Ende einer erfolgreichen Arbeit laden wir zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft des Quartiermanagements ein.

Gute Arbeit im Kiez ist für uns Lauf- und nicht Verwaltungsarbeit, sie ist nur möglich im ständigen Kontakt mit den Anwohnern – und die gewinnt und motiviert nur der, der sie kennt und ihre Sprache spricht, der mit ihnen Konflikte austrägt, Hilfe anbietet, Strukturen aufbaut und Engagement stärkt.
 
Andererseits ist es nötig öffentliche Mittel ordentlich abzurechen und die Projekte zu dokumentieren und zu evaluieren. Deshalb leiden die als unbürokratische Helfer vor Ort ins Leben gerufenen QMs unter einem Verwaltungsaufwand, der nicht nur viel Arbeitszeit in Anspruch nimmt, sondern auch kleine Träger ohne professionelle Buchhaltung restlos zu überfordern droht.

Wir wollen darüber diskutieren, was Kriterien für erfolgreiche Arbeit im Quartiersmanagement sein können. Ist es sinnvoll, die Verwaltung aller Gelder in einem Quartiersmanagement dem jeweiligen Träger zu überlassen oder wird damit nur Verwaltungsarbeit nach unten weitergereicht? Sollen damit kleinere Träger ausgeschlossen werden? Wie können die Teams und kleine Träger von QMs gestärkt und unterstützt werden?

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen lädt ein zur Podiumsdiskussion am 17.1.07 um 19 Uhr im Rathaus Neukölln, Kölnzimmer (A 104).

Es diskutieren: Oliver Schruoffenegger (MdA, Bündnis 90/Die Grünen), Fritz Felgentreu (MdA, SPD, angefragt), Jutta Schauer-Oldenburg (Quartiersbeirätin Moabit West) sowie ein Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (angefragt)

Startet den Datei-DownloadDie Einladung als pdf zum Download

Weihnachstfeier und Sammelaktion

Weihnachtsfeier der Neuköllner Bündnisgrünen im Westafrikanischen Restaurant in der Boddinstraße

Im "Westafrikanischen Restaurant", Boddinstraße 59,  hatten wir am 19. Dezember zu unserer diesjährigen Weihnachtsfeier eingeladen. Es gab leckeres Essen, gute Stimmung und ein volles Lokal: Gemeinsam wollen wir mit diesem Schwung ins neue Jahr starten!

Dabei kamen außerdem noch 110 Euro für ein Schulprojekt in Togo zusammen.

Essy Agboli-Gomado unterstützt seit zwei Jahren eine Grundschule im Dorf Avetsedome. Sie sammelt Spenden für das Gehalt der LehrerInnen und für Schulmaterial. Projektbetreuer vor Ort ist ihr Bruder Ben Agboli, der an der TU Agrarwissenschaften studiert hat. Das Dorf gehört zum Kreis Voyan und ist 13 km von Togoville entfernt.

In der Schule arbeiten zur Zeit vier Lehrer und Lehrerinnen, sie unterrichten die Kinder des Dorfes und der Nachbarschaft. Obwohl es in Togo die Schulpflicht gibt, müssen die Dorfbewohner den Schulbetrieb allein finanzieren. Avetsedome gehört zu den vielen „vergessenen Dörfern“ in Togo. 

Aber die Bewohner engagieren sich für ihre Schule und sie geben, was sie können: Reparaturarbeiten, -materialien und Sachmittel. Weil immer mehr Kinder kommen, besonders die Mädchen, sollen im Februar zwei neue LehrerInnen eingestellt werden. Dafür braucht man: 25 Euro monatliches Gehalt pro LehrerIn  sowie Geld für Hefte und Stifte, die vor Ort gekauft werden. 

Konto: Berliner Volksbank 100 900 00, Kto: 72 30 36 60 09, Stichwort: Schule

Der neue "Neuköllner Stachel" ist da

Titelbild des Stachel Nr. 159 vom Dezember 2006

An diesem und dem kommenden Samstag werden wieder Grüne vor dem Rathaus in Neukölln und in Rudow stehen und den neuen Neuköllner Stachel verteilen. Wer solange nicht warten will, kann sich den Stachel aber auch schon jetzt herunterladen.

Themen u.a.: Neues Bezirksamt mit grüner Stadträtin, Die Zählgemeinschaftsvereinbarung mit SPD und Linkspartei.PDS, Keine Chance für Nazis in Neukölln, Vorstellung der neuen Fraktion von Bündnis90/Die Grünen, Ein Kraftwerk wird entsorgt, 10 Jahre Frauenviertel Rudow, Schillerkiez besenrein.

Startet den Datei-DownloadHier den Neuköllner Stachel Nr. 159 herunterladen (als pdf, ca. 1 Mb)

Außerdem ist das Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterArchiv des Neuköllner Stachels endlich wieder online verfügbar.

Neuköllns schöne Seiten: Besichtigung der SOLON AG

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns am kommenden Dienstag, den 21. November, das Neuköllner Werk der SOLON AG zu besichtigten. Treffpunkt ist um 10.15 Uhr vor dem Eingang in der Ederstr. 16, nahe des S-Bahnhofs Sonnenallee. Bei der Führung erhalten Sie Einblicke in die Produktion von Solarmodulen und können Ihre Fragen loswerden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, um die Teilnehmerzahl ungefähr abschätzen zu können, bitten wir jedoch um eine kurze mail an Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailschoeneseiten(at)gruene-neukoelln.de

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Neuköllns schöne Seiten" finden alle ein bis zwei Monate Veranstaltungen unterschiedlicher Art statt: Kiezspaziergänge und Besichtigungen, Fahrradtouren, Kneipentouren oder die gemeinsame Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen. Aktuelle Termine finden Sie immer unter http://schoeneseiten.gruene-neukoelln.de oder schicken Sie uns eine Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Maile-Mail um regelmäßig über unsere Veranstaltungen informiert zu werden.

Zählgemeinschaftsvereinbarung zum Nachlesen

Unter dem Titel "Modern denken und mutig handeln - 50 Punkte für ein Neukölln mit Zukunft" haben sich Bündnis 90/Die Grünen mit SPD und Linkspartei.PDS auf die Neuauflage der Zählgemeinschaft geeinigt.

Die komplette Vereinbarung können Sie hier nachlesen: Startet den Datei-DownloadZählgemeinschaftsvereinbarung als .pdf (46 Kb)

Gabi Vonnekold zur Jugendstadträtin gewählt

Die neue Neuköllner Jugendstadträtin Gabi Vonnekold mit dem neuen Fraktionsvorsitzenden Heinz Wagner.
Gabi Vonnekold mit Heinz Wagner

Bei der konstituierenden Sitzung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wurde die bisherige Grüne Fraktionsvorsitzende als Jugendstadträtin ins  Bezirksamt gewählt. Sie erhielt mit 43 Stimmen das zweitbeste Ergebnis aller StadtratskandidatInnen und damit 13 Stimmen mehr als die rot-grün-rote Zählgemeinschaft zusammen aufbringt. Damit stellen die Grünen nach siebenjähriger Pause wieder eine Stadträtin in Neukölln.

Der neuen Fraktion gehören Heinz Wagner, Gabi Gebhardt, Jürgen Biele, Susanna Kahlefeld, Bernd Szczepanski und Hanna Schumacher an. Heinz Wagner wurde zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Zählgemeinschaftsvereinbarung unterzeichnet

  • Die designierte Neuköllner Jugendstadträtin und bisherige Fraktionsvorsitzende Gabi Vonnekold und der Vorstandssprecher der Neuköllner Bündnisgrünen bei der Unterzeichnung der Zählgemeinschaftsvereinbarung sowie alle Unterzeichner.

Am Mittwoch, den 18. Oktober, haben die Fraktions- und Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Linkspartei.PDS die Zählgemeinschaftsvereinbarung unterzeichnet. Zuvor war Sie auf einer grünen Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit bestätigt worden. Mit den insgesamt 50 Punkten für ein Neukölln mit Zukunft hat die Zählgemeinschaft ein ambitioniertes Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität in Neukölln aufgestellt. -> Hier finden Sie unsere Pressemitteilung zur Zählgemeinschaft.

Grüne in Neukölln gestärkt

Wir möchten uns bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die am letzten Sonntag mit ihrer Stimme geholfen haben, Bündnis90/Die Grünen in Neukölln zu stärken. Im Norden haben wir uns als zweite Kraft hinter der SPD etabliert und die CDU deutlich hinter uns gelassen. Auch im Süden konnten wir - wenn auch auf niedrigerem Niveau - deutliche Zuwächse verzeichnen.

Wir freuen uns, dass Felicitas Kubala, Direktkandidatin im Neuköllner Wahlkreis 3, wieder ins Abgeordnetenhaus gewählt wurde. Auf Bezirkseben haben wir unser wichtigstes Wahlziel, künftig wieder mit einer Stadträtin im Bezirksamt vertreten zu sein, erreicht. Mit einem Zuwachs von fast zwei auf 10,6% sind wir die einzige der bisher in der BVV vertretenen Parteien, die Zuwächse verzeichnen konnte. Wir sehen dies als Anspruch und Auftrag, auch in den kommenden fünf Jahren für grüne Ideen in und für Neukölln zu streiten. In den kommenden Tagen werden wir die Gesprächsangebote von SPD und CDU wahrnehmen und sondieren, in welcher Konstallation wir am meisten unseres Bezirkswahlprogramms umsetzen können.

Mit Sorge erfüllt uns das Abschneiden der NPD, die künftig mit zwei Bezirksverodneten in der BVV vertreten sein wird. Dies zeigt: Wir dürfen in unserem Engagement gegen rechte Rattenfänger nicht nachlassen. Darüber werden wir in den nächsten Tagen mit allen demokratischen Parteien beraten.

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

am kommenden Sonntag, den 17. September, finden in Berlin Wahlen statt. Sie haben die Möglichkeit, über die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlung zu entscheiden. Wir bitten Sie eindringlich: machen Sie von diesem Recht Gebrauch! Je höher am Sonntag die Wahlbeteiligung ist, desto geringer ist die Gefahr, dass die NPD zukünftig in der Neuköllner BVV sitzt. Wahrscheinlich haben Sie es den Medien entnommen: Gezielt greifen Rechte in den letzten Tagen und Wochen Wahlhelfer und interessierte Bürger an und versuchen sie durch massives Auftreten einzuschüchtern. Sie haben am Sonntag die Möglichkeit zu zeigen, dass Sie dieses Verhalten nicht tolerieren. Für rechte Schläger, die Mitglieder demokratischer Parteien krankenhausreif prügeln, ist kein Platz in Neukölln!

Am kommenden Sonntag haben Sie drei Stimmen: Mit zwei Stimmen wählen Sie das Abgeordnetenhaus, mit der dritten Stimme die zukünftige Zusammensetzung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung und damit auch des Bezirksamtes. Wir bitten Sie, mit allen drei Stimmen grün zu wählen. Dabei sind die Zweitstimme und die BVV-Stimme die wichtigsten Stimmen: sie alleine entscheiden über die Zusammensetzung von Abgeordnetenhaus und BVV. Doch gerade in den Nordneuköllner Wahlkreisen 1 und 2 haben wir mit Gabi ­Vonnekold und Micha Wendt zwei kompetente Vertreter Neuköllner Interessen, die nicht über die Landesliste abgesichert sind. Deshalb bitten wir sie gerade hier auch um Ihre Erststimme.

Außerdem können Sie am Sonntag über eine Verfassungsänderung abstimmen, die die Hürden für direkte Demokratie durch Volksbegehren und -entscheide senkt. Diese Verfassungsänderung wurde von der grünen Fraktion angestoßen. Wir bitten Sie, ihr zuzustimmen.

 

Franziska Eichstädt-Bohlig am Neuköllner Grünenstand

Franziska Eichstädt-Bohlig am Neuköllner Grünenstand

Am Mittwoch, den 13. September, bekamen wir bei unserem Stand am S-Bahnhof Hermannstraße prominente Unterstützung: die :berlingrüne Spitzenkandidatin, Franziska Eichstädt-Bohlig. Dabei haben wir mit einem neuen Flugblatt noch einmal unterstrichen, dass wir auf der Schliessung des Flughafens Tempelhof bestehen. Weitere Möglichkeiten mit grünen Kandidatinnen und Kandiaten ins Gespräch zu kommen, gibt es am Freitag (15. September) von 15 - 18 Uhr auf dem Markt am Maybachufer. Mit am Stand: Gabi Vonnekold, Direktkandidatin im Nordneuköllner Wahlkreis 1. Am Samstag (16. September) gibt es dann ab 11 Uhr Stände am S-Bahnhof Hermannstraße mit Micha Wendt, Direktkandidat im Nordneuköllner Wahlkreis 2 und am Rathaus Neukölln, mit Gabi Vonnekold. Ausserdem sind wir ab 10 Uhr in Rudow, vor Reichelt, und ab 12 Uhr in den Gropius-Passagen mit einem Stand präsent.

Wowereit hält sich nicht an Planfeststellung - Grüne bestehen auf Schließung des Flughafens Tempelhof

Fransiska Eichstädt-Bohlig

Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, Franziska Eichstädt-Bohlig, erklärt zu den Äußerungen Wowereits, er könne sich eine Offenhaltung des Flughafens Tempelhof vorstellen: "Von einem Regierenden Bürgermeister muss ich erwarten können, dass er sich an von ihm persönlich mit ausgehandelten Planfeststellungen hält! Wowereit kann nicht jetzt im Wahlkampf, wenn die Forderung nach einer Offenhaltung Tempelhofs scheinbar populär ist, die Seiten sprunghaft wechseln und sagen, im Falle einer Unterstützung des Weiterbetreiben durch die Bundesregierung könne auch er sich die Weiternutzung vorstellen. Ich lehne die von Frau Merkel ins Spiel gebrachte Nutzung des Flughafens für die Flugbereitschaft der Bundesregierung ebenso ab. Ich fordere Herrn Wowereit auf, zu seinem Wort zu stehen und an der Schließung Tempelhofs festzuhalten. Ein Einknicken vor der Bundesregierung ist mit den GRÜNEN nicht machbar. Wir stehen für mehr Lebensqualität und weniger Lärm, weniger Smog und keine unnötigen Gefahren durch den innerstädtischen Flugverkehr! Wir stehen ohne Wenn und Aber für die Schließung des Flughafens Tempelhof! Ich fordere Wowereit auf, sich an seine eigenen Pläne und Aussagen zu halten und an der Schließung Tempelhofs festzuhalten."

Neuköllns schöne Seiten per Fahrrad

Teilnehmer der Öko-Fahrradtour im Rahmen von Neuköllns schönen Seiten

Am 9. September waren wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Neuköllns schöne Seiten" per Fahrrad im Bezirk unterwegs. Vom Startpunkt S-Bahnhof Neukölln ging es über die Solarfabrik Solon zu einer Besichtigung beim Biodiscount BIG und bei der Biobäckerei Märkisches Landbrot. Weiter ging es über den Kulturbunker zum Carl-Weder-Park und zum Abschluss in den Biergarten des Brauhauses Rixdorf.

Rege Beteiligung beim Spaziergang durch den Schillerkiez

  • Bilder vom Spaziergang durch den Neuköllner Schiller-Kiez

Kurz vor 16 Uhr radle ich die Hermannstraße entlang zum Treffpunkt Kindl-Boulevard. Trotz Regenschauern sind etwa 25 Menschen unserer Einladung gefolgt, im Rahmen unser Veranstaltungsreihe "Neuköllns schöne Seiten" geführt von Micha Wendt den Schillerkiez zu entdecken. Statt der Einkaufspassage stand hier mit dem Mercedes-Palast einst das größte Kino Europas. Auch die übrige Hermannstraße: Worte wie Vergnügungsmeile fallen, von Biergärten ist die Rede. Ich schaue mich um und kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wir laufen über den Hermannshof, die Selchower Straße entlang in den Schillerkiez hinein. 20.000 Menschen leben hier, 20% davon sind jünger als 18 Jahre. Hier gibt es sie: Neuköllns schöne Seiten, Orte von Bürgerengagement und Begegnung, Projekte und Kultur. Vorbei an Einrichtungen wie RuT e.V. besuchen wir das Schillerpalais, das extra für uns geöffnet hat. Wir sehen das Büro des Quartiersmanagements und die 20er-Jahre-Architektur von Bruno Taut, die so augenfällig im Gegensatz zu den Jahrhundertwendebauten der Schillerpromenade stehen, weiter geht es Richtung Flughafen. Uns erwischt eine Mischung aus Regen und Windböe: die Freiluftschneise, einer der Gründe weshalb wir gegen eine großflächige Bebauung des Flughafens Tempelhof sind. Bei gutem Wetter wären wir wohl noch zum Kinderclubhaus und dem interterkulturellen Kinder- und Elternzentrum spaziert, so geht es zurück zum Aufwärmen und zum gemütlichen Aufklang im Café Selig am Herrfurthplatz. Die Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz wurde musste übrigens schon mehrfach unter dem Flughafen leiden: zweimal wurde ihr Turm gestutzt - von über 60 auf zuletzt knapp über 20 Meter.

(Jochen Biedermann)

Keine Stimme für Neonazis!

Bilder von der Präsentation der Anti-Nazi-Plakate auf dem Neuköllner Hermannplatz

"Keine Stimme für Neonazis" und "Berlin wird nicht zur Reichshauptstadt" sind zwei neue Plakate der :berlingrünen-Kampagne, die am heutigen 1. September auf dem Hermannplatz vorgestellt wurden. Damit möchten Bündnis 90/Die Grünen 16 Tage vor der Wahl noch einmal alle Wählerinnen und Wähler in Berlin bitten, ihre Stimme nicht rechtsextremen Parteien zu geben.

Gerade die Vorfälle in Rudow und Lichterfelde, bei denen Wahlkampfaktionen der Linkspartei und der Jusos von Rechten angegriffen worden und die verstärkten Angriffe auf Berlinerinnen und Berliner zeigen, dass wir den Kampf gegen rechte Positionen noch verstärkter führen müssen. Die unheilige Allianz aus NPD und DVU hat in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung nichts verloren!

Bei der Präsentation waren neben der Spitzenkandidatin Franziska Eichstädt-Bohlig und zahlreichen Neuköllngrünen auch Prominenz aus Bundes- und Landesebene anwesend, etwa die Parteivorsitzende Claudia Roth, der Berliner Bundestagsabgeodnete Wolfgang Wieland und die Berliner Landesvorsitzenden Almuth Tharan und Till Heyer-Stuffer.

Die Plakate fanden unter den anwesenden Passanten regen Anklang und Zustimmung, wir wurden mehrfach nach Plakaten für den eigenen Hausflur gefragt...einer Bitte, der wir gerne nachgekommen sind.

Grüne stellen sich Ihren Fragen

Die sechs DirektkandidatInnen der Neuköllner Bündnisgrünen beantworten gerne Ihre Fragen. Entweder direkt am Stand, bei unserer Veranstaltungsreihe "Neuköllns schöne Seiten", per Mail (vorname.nachname@neukoellngruen.de) oder bei kandidatenwatch.de. Hier können Sie unseren (und natürlich allen anderen DirektkandidatInnen in Berlin) öffentlich Ihre Frage stellen - die Antworten werden ebenfalls veröffentlicht. Nutzen Sie diese Gelegenheit, sich einzubringen und zu informieren! Hier geht es direkt zu den Seiten unserer KandidatInnen bei kandidatenwatch.de: Gabi Vonnekold (Wahlkreis 1), Micha Wendt (Wahlkreis 2), Felicitas Kubala (Wahlkreis 3), Markus Nitschke (Wahlkreis 4), Horst Voigt(Wahlkreis 5), Jürgen Biele (Wahlkreis 6). Sie wissen nicht, im welchen Wahlkreis sind wohnen? Auf der Startseite können Sie dies einfach durch Eingabe Ihrer Straße ermitteln.

Regenfreies Picknick im Schulenburgpark - gelungener Auftakt zu "Neuköllns schönen Seiten"

Bilder vom Piknik im Schuleburgbpark im Rahmen der Veranstaltungsreihe Neuköllns schöne Seiten

Noch beim Aufbau zogen dunkle Wolken über uns vorüber, ein kurzer Schauer ergoss sich, doch pünktlich zum Start unseres Picknicks im Schulenburgpark um 14 Uhr zeigte sich die Sonne und verschwand erst nach dem Ende wieder. Dazwischen machten wir es uns in Sichtweite des Märchenbrunnens mit seiner wechselvollen Geschichte gemütlich. Aktive und Interessiere kamen miteinander ins Gespräch. Das Picknick war der Auftakt zu der Veranstaltungsreihe "Neuköllns schöne Seiten", mit der wir in den nächsten Monaten zu Entdeckungen und Wiederentdeckungen in Neukölln einladen wollen. Gerne können Sie uns auch Ihre Anregungen oder Ihre persönlichen "schönen Seiten" an Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailschoeneseiten(at)neukoellngruen.de mailen. Die nächsten beiden Termine sind zwei Stadtrundgänge durch den Reuterkiez (am Sonntag, den 27. August, mit Gabi Vonnekold, Direktkandidatin im Wahlkreis 1) und den Schillerkiez (am Sonntag, den 3. September, mit Micha Wendt, Direktkandidat im Wahlkreis 2). Mehr über Sie unsere Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Herzliche Einladung zum Picknick im Schulenburgpark

Wir möchten Sie ganz herzlich zum Picknick im Schulenburgpark am heutigen Sonntag (20. August) einladen! Auch wenn kein strahlender Sonnenschein zu erwarten ist, wollen wir es uns gemütlich machen! Für das leibliche Wohl ist gesorgt, wir freuen uns auf Ihren Besuch! Hier gibt es einen Link zum Stadtplan (in neuem Fenster)

Gabi Vonnkold besucht mit Renate Künast und Bilkay Öney den Markt am Maybachufer

Gabi Vonnekold und Renate Künast beim Besuch des Marktes am Neuköllner Maybachufer

Am heutigen Dienstag hat Gabi Vonnekold, Direktkandidatin im Wahlkreis 1 zusammen mit Renate Künast und Bilkay Öney (nicht im Bild) den Markt am Maybachufer besucht. Bilkay Öney kandidiert auf Platz 3 der Berliner Landesliste und tritt direkt im Wahlkreis 6 in Mitte an. Gabi Vonnekold können Sie in Neukölln direkt mit Ihrer Erststimme ins Abgeordnetenhaus wählen!

Aufakt zur Veranstaltungsreihe "Neuköllns schöne Seiten"

Postkarte Neuköllns schöne Seiten

Als Auftaktveranstaltung zu "Neuköllns schöne Seiten" laden wir Sie am kommenden Sonntag, den 20. August, zu einem Picknick in den Schulenburgpark ein. Ab 14 Uhr wollen wir bei hoffentlich gutem Wetter entspannt zusammensitzen. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt! Schon jetzt sollten Sie sich folgende Termine vormerken: Am Sonntag den 27. August findet um 16 Uhr ein Spaziergang durch den Reuterkiez und Umgebung statt. Mit dabei: Gabi Vonnekold, Direktkandidatin im Wahlkreis 1. Am Sonntag darauf, dem 3. September, gibt es dann einen Rundgang durch den Schillerkiez mit Micha Wendt, Direktkandidat im Wahlkreis 2. Auch zu diesen beiden Terminen laden wir herzlich ein! Hier geht's zur Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterTerminübersicht  'Neuköllns schöne Seiten'

Zu Hause in Neukölln - das kommunale Wahlprogramm ist online!

Bild Titel des kommunalen Neuköllner Wahlkprogramms 'Zu Hause in Neukölln'

Auf zwölf Seiten präsentieren wir unsere Ziele und Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre Neukölln. Sie können das Programm hier herunterladen oder es sich an einem unserer Stände anholen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen! --> Startet den Datei-DownloadUnsere kommunales Wahlprogramm zum Download. Selbstverständlich können Sie die einzelnen Kapitel auch Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterdirekt online lesen.

Dajana Vasic feiert ihren Geburtstag in Berlin

Die nun sechzehnjährige aus Bosnien sollte zum Schuljahresende aus Deutschland abgeschoben werden, zusammen mit ihren drei jüngeren Geschwistern, die in Berlin geboren wurden.

Noch ist sie hier, denn ihr Großvater hat sich an den Petitionsauschuss des Abgeordnetenhauses gewendet und solange dieser nicht entschieden hat, wird erst einmal nicht abgeschoben. Auch die Härtefallkommission kümmert sich mittlerweile um den Aufenthalt der Kinder.

Dajana, Milan, Angelina und Dusko leben bei ihrem Großvater in Neukölln, denn die Eltern sind verschwunden: Der Vater wurde schon vor Jahren ausgewiesen, die Mutter vor einem Jahr nach Sarajewo abgeschoben, obwohl sie wegen einer psychischen Erkrankung in klinischer Behandlung war. Auch von ihr fehlt jetzt jede Spur. Würden die Kinder abgeschoben, müssten sie in Bosnien in ein Heim, sie haben dort keine Familie.

Ihr Großvater, der vor 22 Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kam und längst eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis hat, kämpft darum, dass seine Enkel in Berlin bleiben können: Am 21.7. hat er Pressevertreter und Politiker in die „Stadtklause“ am Anhalter Bahnhof eingeladen. Neben zwei VertreterInnen der Neuköllner Grünen waren auch Thomas Birk (Grüne Fraktion im Abgeordnetenhaus) und Rita Kantemir (lange Jahre zuständig für die Migrations- und Flüchtlingsarbeit der Grünen Fraktion) gekommen. Sie unterstützen die Familie.

Für Dajana und ihre Geschwister gibt es wieder Hoffnung, dass sie bleiben können: Sie sind gute Schüler, in der Schule engagiert und können von ihrem Großvater womöglich adoptiert werden. Aber es gibt viele Kinder und Jugendliche, die abgeschoben werden, obwohl sie wie die Vasic-Geschwister in Deutschland zu Hause sind. Von ihnen hört man nicht und niemand kann Presse zu ihrem Geburtstag einladen. Sie und ihre Eltern leben jahrelang unter der Drohung abgeschoben zu werden und in der Gewissheit, dass sie aufgrund ihres Status keine Ausbildungen anfangen können. Diese Gesetzeslage ist unmenschlich und führt zu einer entsetzlichen Verschwendung an Talenten, Lebenslust und Engagement, die alle jungen Menschen haben, wenn man sie annimmt und ihnen nicht die Perspektive raubt.

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Zum Thema ein Artikel der taz vom 29. Juli 2006: http://www.taz.de/pt/2006/07/29/a0245.1/text

Baobab 2006: Gute Spiele und gute Stimmung

Bild vom Aufwärmen beim Afrika-Cup
Gleich gehts los - aufwärmen beim Afrikacup

Der Sieger der zweiten Afrika-Meisterschaft ist wie im Vorjahr die Mannschaft der Kameruner: Den Baobab-Wanderpokal, den sie im Mai an das Baobab-Team zurückgegeben hatten, konnten sie am Sonntagabend wieder mitnehmen. Zweite wurden die Spieler aus Guinea, dritte die Madagassen – eine Mannschaft die in diesem Jahr neu hinzugekommen ist.

Bei brütender Hitze war die Stimmung auf dem Gelände des VFB Sperber in der Bergiusstraße locker und freundschaftlich, die Fans hatten Trommeln dabei, um ihre Mannschaften anzufeuern, es gab Essen, Musik und einige Vereine haben ihre Arbeit vorgestellt. Anfang der Ferien ist es für kleine Vereine nicht so einfach, Standbesetzungen zusammenzubekommen, aber die Idee von Baobab wird mittlerweile von vielen engagierten Afrikanern in Berlin mitgetragen und das Projekt wächst. Neukölln ist ein guter Ort für dieses Turnier, denn hier leben relativ viele Menschen aus Afrika – und der gastgebende Verein hat es als aktiver Kooperationspartner mit viel Sympathie und Arbeit unterstützt.

Der Kultursekretär von Guinea war wieder da und der Botschafter der Elfenbeinküste hatte sogar Geschenke für die Sieger mitgebracht. Seine Begrüßungsrede, in der er die Afrikaner aufforderte, in Deutschland zusammenzuarbeiten, sprachliche und kulturelle Differenzen zu überbrücken und sich gemeinsam aktiv in Berlin einzubringen, bekam viel Applaus: Genau das wollen nicht nur die Veranstalter, sondern auch die beteiligten Sportler und afrikanischen Vereine.

Am 22.7.06 findet die Abschluss-Party statt: Ab 20 Uhr in der Veranstaltungshalle des TiB-Sportzentrums, Columbiadamm 111.

Integrationspolitik konkret! 15 Vorschläge für Berlin

Bild der Integrationsdiskussion in der Neuköllner Manage in der Rütlistraße
Mitik, Künast, Ratzmann, Galvis de Janzer, Cinar

Veranstaltung in der Neuköllner Manege mit Renate Künast Bündnis 90/Die Grünen hatten eingeladen und ca. 60 Menschen fanden den Weg in die Manege in der Neuköllner Rütlistrasse. Renate Künast stellte das neue integrationspolitische Programm der Grünen vor. Als ExpertInnen zur Bewertung der bündnisgrünen Vorschläge waren Safter Cinar (Sprecher des Türkischen Bundes und Vorsitzender des Türkischen Elternvereins Berlin-Brandenburg), Hüseyin Midik (Vorstandsmitglied von DITIB Berlin), sowie Martha Galvis de Janzer (Leiterin des Manege-Jugendprojekts und Vorstandsmitglied Fusion e.V.) zur Podiumsdiskussion eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Volker Ratzmann (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus). Vier Punkte stellt Renate Künast in den Mittelpunkt der grünen Überlegungen: 1.) Deutsch ist die Verkehrssprache in Deutschland und muss deshalb schon in der Kita gelernt werden. Sie ist der Schlüssel für alle weiteren Bildungschancen. 2.) Arbeit ist ein Zentraler Ort für die Integration in die Gesellschaft. 3.) Politische Teilhabe und Mitgestaltung sind ein wesentlicher Punkt für die demokratische Gestaltung der Gesellschaft. 4.) Der Islam muss nach Deutschland eingebürgert werden – wir brauchen Islamunterricht an den Schulen und wollen auch eigene Theologen an den Hochschulen ausbilden. Renate Künast schlägt zusammen mit der grünen Bundestagsfraktion vor, einen Integrationsvertrag zwischen den Migrantinnen und der aufnehmenden Gesellschaft ab zu schließen, in dem für beide Seiten Rechte und Pflichten konkret definiert werden. Sie wies darauf hin, dass beide Seiten Schritte aufeinander zu gehen müssen und sich in diesem Prozess auch verändern werden. Safter Cinar wies in der Diskussion darauf, dass das grüne Integrationspapier schon vor 30 Jahren notwendig gewesen wäre und ein Teil der Probleme eben nicht migrationspolitische, sondern soziale Gründe habe. Hüseyin Midik sagte, die Migrantinnen haben ihre Religion aus ihrer Heimat mitgebracht und sie seien in der Gesellschaft auch dauerhaft angekommen. Sichtbar sei dies am Bau von Moscheen, das sei ein Ausdruck für den Willen, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Darüber hinaus bemüht sich DITIB seit den 80er Jahren um die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts, um auch an den Schulen islamischen Religionsunterricht abhalten zu können. Auch Martha Galvis de Janzer bezog sich positiv auf den vorgeschlagenen Integrationsvertrag: „Er würde uns allen helfen.“ Sie erwartet ein positives politisches Signal zu „Deutschland ist ein Einwanderungsland.“ Und darauf folgende Konsequenzen in der Politik, die erfolgreiche Projekte – wie Fusion e.V. – ausreichend unterstützen und finanzieren. Kritisiert wurde von allen PodiumsteilnehmerInnen die bestehende Praxis der Kettenduldungen, die dazu führt, dass junge MigrantInnen zwar einen Schulabschluss in Deutschland machen könnten, ihnen dann aber der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt wird. Diese Tatsache ist einer der Hauptgründe für die fehlende Motivation und Perspektive vieler Schülerinnen und Schüler gerade auch in Neukölln. Weitere Informationen und die ausführliche Position von Bündnis 90/Die Grünen finden Sie bei der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus sowie auf den Seiten der Bundestagsfraktion

Grüne für neue „Estrel“-Veranstaltungshalle, aber nicht um jeden Preis

Jürgen Biele und Manfred Herrmann, bündnisgrüne Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, äußern sich zu der gestrigen Debatte in der BVV Neukölln über die geplante Erweiterung des „Estrel“-Hotels und -Veranstaltungszentrums um ein „Convention Center II“ bzw. „Estrel-Parc“, einer 10.000 Personen fassenden Veranstaltungshalle an der Sonnenallee.

Jürgen Biele, baupolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt dazu:

„Wir Grüne begrüßen den geplanten Bau der „Estrel“-Veranstaltungshalle, aber nicht um jeden Preis. Wir lehnen die Verbindung mit einem 12.500 m² großen Einzelhandelszentrum ab. Diese Finanzierungsbedingung der Banken ist nicht akzeptabel. Ich halte es für unerträglich, wenn Banken mit Investoren die bezirkliche Bau- und Wirtschaftspolitik bestimmen. Die naheliegenden Geschäfte an der Sonnenallee und Karl-Marx-Straße werden dadurch in ihrer Existenz gefährdet. Wie die Firma Jacobs, Betreiberin des 700 m entfernten „Neukölln-Carrees“ (Grenzallee/ Ecke Sonnenallee) und die “AG Karl-Marx-Straße“, ein Zusammenschluss der dortigen Gewerbetreibenden, befürchten wir angesichts des riesigen Flächenüberangebots in Berlin einen reinen Verdrängungswettbewerb zulasten vorhandener Läden.

Noch vor zwei Jahren hatte das Bezirksamt dies auch so gesehen und zu Recht die Verkaufsfläche des „Neukölln-Carrees“ von beantragten 16.000 m² auf 4.500 m² reduziert. Es ist unlogisch und unfair, heute ein Stück weiter an der Sonnenallee einem anderen Investor freie Hand zu lassen. Die Firma Jacobs erwägt deshalb auch eine Schadensersatzklage.

Daher war die Intervention der Bausenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), die Größe der „Estrel“-Handelsflächen auf 2.000 m² zu reduzieren, richtig.“

Manfred Herrmann ergänzt:

„Ich erinnere daran, dass mehrere türkische und arabische Gemüseläden in der Umgebung der „Neukölln-Arcaden“ an der Karl-Marx-Straße schließen mussten, nachdem dort ein „Kaufland“-Supermarkt eröffnet hatte. Dass „Kaufland“ auch die Hälfte des "Estrel"-Einkaufszentrums belegen will, ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch: im scharfen Wettbewerb der Lebensmittelketten versucht jede, Standorte für die Konkurrenz zu blockieren, auch um den etwaigen Preis einer Quersubventionierung. So wurde auch der „Lidl“-Laden gegenüber den „Neukölln-Arcaden“ nach der Eröffnung des dortigen „Kaufland“-Marktes weitergeführt, obwohl dieser zum selben Konzern gehört.

Gerade weil die traditionelle Neuköllner Einkaufsmeile Karl-Marx-Straße in den letzten Jahren schwere Rückschläge zu verzeichnen hat, dürfen wir sie nicht abschreiben, sondern müssen jede weitere Beeinträchtigung verhindern. Einem Menschen, der schon fast am Boden liegt, sollte man aufhelfen und nicht nachtreten. Es ist erfreulich, wenn sich alle fünf Fraktionen darin einig sind, in der ehemaligen „Kindl-Brauerei“ an der Werbellinstraße keinen großflächigen Einzelhandel zuzulassen. Es ist aber inkonsequent, beim „Estrel“ einen anderen Maßstab anzulegen.

Ich weise Bürgermeister Buschkowsky (SPD) und Baustadträtin Vogelsang (CDU) darauf hin, dass die Neuköllner Wirtschaft nicht nur aus den beiden „Highlights“ „Gropiuspassagen“ und „Estrel“ besteht, sondern auch aus vielen anderen Gewerbetreibenden. Man darf die Großen nur fördern, wenn es den Kleinen nicht schadet. Sonst würde man Haifische im Karpfenteich heranzüchten.“

Für einen CDU-Antrag zugunsten des Pakets „Estrel-Convention-Center II plus Einkaufszentrum“ stimmten die FDP und – in seltener Einmütigkeit – die SPD, nur Grüne und PDS lehnten ihn ab.

Jürgen Biele, Tel. 663 56 40, Tel. mob. 0179-522 58 58

Manfred Herrmann, Tel. 684 71 16, Tel. mob. 0170-115 71 01

 

Grüne Direktkandidatin Felicitas Kubala bei der Fahrradsternfahrt

"Respekt für Radler" lautet das Motto der diesjährigen Fahrradsternfahrt in Berlin und Brandenburg. 100.000 RadfahrerInnen trotzten Wind und Wetter um sich an der Aktion zu beteiligen. Felicitas Kubala, die grüne Direktkandidatin im Wahlkreis 3 in Neukölln, nutzte die Gelegenheit, um mit den WählerInnen ins Gespräch zu kommen. Bündnis 90 / Die Grünen sind die einzige Partei, die die Forderungen des ADFC für mehr Rechte für RadfahrerInnen unterstützt.

Grüne DirektkandidatInnen gewählt

Bild DirektkandidatInnen Neukölln
Die Grünen DirektkandidatInnen für Neukölln

Auf der Mitgliederversammlung haben wir die DirektkandidatInnen für die sechs Neuköllner Wahlkreise aufgestellt. Gewählt wurden im (v.l.n.r.) Felicitas Kubala (Wahlkreis 3), Horst Voigt (Wahlkreis 5), Michael Wendt (Wahlkreis 2), Gabriele Vonnekold (Wahlkreis 1), Markus Nitschke (Wahlkreis 4) und Jürgen Biele (Wahlkreis 6). Welchen der grünen Direktkandidaten Sie direkt wählen können, finden Sie auf der Seite des Landeswahlleiters heraus.

Neuköllner GRÜNE nominieren Felicitas Kubala gegen Friedbert Pflüger

Der Neuköllner Vorstandssprecher Heinz Wagner gratuliert Felicitas Kubala

Felicitas Kubala, MdA ist Urberlinerin und langjähriges Mitglied von BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN. Als Berlinerin ist sie mit den sozial- und wirtschaftspolitischen Themen der Stadt bestens vertraut. Die 50-jährige war in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung tätig und Leiterin des Umweltamts in Steglitz. Mit ihrem umfangreichen Fachwissen und ihrer politischen Erfahrung in Berlin wird sie gegen Herrn Pflüger mit seinen rudimentären Stadtkenntnissen bestens punkten. „Uns steht ein spannender Wahlkampf bevor und mit Felicitas Kubala sind wir bestens gerüstet Pflüger anzugreifen, vor allem wenn es um seine populistischen und flachen Aussagen zur Integration von MigrantInnen geht.“ erklärte Heinz Wagner, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Neukölln zuversichtlich. Als weitere DirektkandidatInnen wurden gewählt:

  • Gabi Vonnekold (Vorsitzende der BVV-Fraktion in Neukölln) für den Wahlkreis 1 
  • Michael Wendt (ehemaliger Stadtrat) für den Wahlkreis 2
  • Markus Nitschke (Arzt) für den Wahlkreis 4
  • Horst Voigt (ehemaliger Betriebsratsvorsitzender bei Hertie, BVV-Mitglied) für den Wahlkreis 5
  • Jürgen Biele (BVV-Mitglied) für den Wahlkreis 6

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Neukölln steigen mit einem kompetenten Personalangebot in den Wahlkampf für das Abgeordnetenhaus ein. Für weitere Informationen steht Ihnen der Vorstand der Neuköllner GRÜNEN gerne zur Verfügung. Ansprechpartner: Gabi Gebhardt, Tel.: 030 – 6037754 (Sprecherin des Kreisvorstands) Heinz Wagner, Tel.: 0171 – 4907546 (Sprecher des Kreisvorstands) Kontakt: vorstand@gruene-neukoelln.de

Buntes Bündnis Neukoelln gegründet

Großes Bündnis gegen Rechtsextremismus!
Jugendorganisationen der Neuköllner Parteien gründen ein „Buntes Bündnis
gegen braunes Einerlei“. Junge Union, Jusos, Junge Linke-PDS, Grüne Jugend und die Junge Liberalen beziehen gemeinsam Stellung: „Auf Extremisten kann man verzichten!“ Die Jugendorganisationen aller in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung vertretenen Parteien haben am 17. Mai 2006 ein Bündnis gegen Rechtsextremismus gegründet. Unter dem Motto „Buntes Bündnis gegen braunes Einerlei“ beziehen die beteiligten Parteien öffentlichwirksam Position gegen Rechtsextremismus. Vertreten in diesem Bündnis sind die Junge Union, die Jusos, die Junge Linke-PDS, die Grüne
Jugend und die Junge Liberalen. „Auch in unserem Bezirk gibt es vermehrt rechtsextreme Vorfälle.“, sagt Martin Hikel, Vertreter der Neuköllner Jusos. Während in der Vergangenheit hauptsächlich der Süden Neuköllns von rechtsextremen Vorfällen betroffen war, werden in der letzten Zeit auch immer mehr Vorfälle in Nord-Neukölln bekannt. So wurden beispielsweise vor einer Neuköllner Schule Aufkleber mit rechtsextremen Gedankengut verteilt und, in einem anderen Fall, die Gründung einer Bürgerwehrgruppe gegen vermeintliche Kinderschänder angestrebt. „Diese Vorfälle zeigen, dass es Handlungsbedarf gibt und in dieser Frage Zusammenarbeit aller Demokraten angesagt ist.“, so Sebastian Meskes für die Junge Linke.PDS Neukölln.
„Nur eine breite aktive BürgerInnengesellschaft, die sich durch permanente
Zivilcourage gegen jegliche Form von Intoleranz stellt, kann dem Rechtsextremismus seinen Nährboden entziehen. Wir dürfen den öffentlichen Raum nicht den FaschistInnnen überlassen“, so Clara Herrmann, Sprecherin der Grünen Jugend Berlin. „Bei dem Thema Extremismus müssen wir parteiübergreifend Stellung beziehen“, sagt Christina Schwarzer Kreisvorsitzende der Jungen Union. Sie und ihre Mitstreiter aus den anderen Parteien möchten mit dem Bündnis ein Zeichen setzen, dass es im demokratischen Spektrum genügend Wahlalternativen gibt.

Neuer Vorstand der GRÜNEN JUGEND Berlin gewählt

Am 22. April fand die eintägige Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Berlin statt, auf der intensiv über das Thema „Diversity“ diskutiert wurde. Dabei ging es nicht nur um die Etablierung und Anerkennung von Vielfalt in der Gesellschaft, sondern auch ganz konkret bei uns in der GRÜNEN JUGEND Berlin. Eine Resolution zu diesem Thema wurde einstimmig angenommen.
Zudem hat die etwa 50-köpfige Versammlung einen neuen Landesvorstand gewählt. Die 21-jährige Geographiestudentin Clara Hermann wurde in ihrem Amt bestätigt. Als Co-Sprecher wurde der ebenfalls 21 Jahre alte Politikstudent Jakob Ache gewählt. Die politische Geschäftsführung übernimmt nun die 21-jährige Jenna Kowalski, die Jura studiert und um die Finanzen kümmert sich im nächsten Jahr Fabian Renk, 22-jähriger BWL-Student. Den Vorstand komplettieren die vier BeisitzerInnen Meike Becker (19), Julia Löffler (18), Holger Michel (26) sowie Niels Münzberg (21).

Der Hilferuf aus der Rütli-Schule war mutig und notwendig

Der Hilferuf aus der Rütli-Schule war mutig und notwendig:

Gewalt und Lernprobleme sind das Resultat einer jahrelangen falschen Migrations- und Bildungspolitik, die die Lehrer alleine längst nicht mehr bewältigen können.

In Deutschland haben es Kinder aus sozial benachteiligten und aus Migranten-Familien besonders schwer. Unser Schulsystem gehört zu den sozial ungerechtesten in Europa. Seit PISA liegen die Zahlen dazu vor - und in kein anderes europäisches Land wurde ein UN-Beobachter geschickt, um sich diese Missstände anzusehen.

Die Schüler der Rütli-Schule kommen zum größten Teil aus palästinensischen und libanesischen Familien. Ihre Eltern durften jahrelang weder arbeiten noch eine Ausbildung machen, weil sie nur geduldet waren. Sie konnten bei ihren Eltern nie sehen, wie das ist, früh aufzustehen, zu arbeiten und vom eigenen Geld zu leben. Ohne Arbeit bleiben die Immigranten isoliert, wer zu lange zu Hause sitzt, verliert die Ordnung und die Achtung.

Als Hauptschüler wissen die Schüler der Rütli-Schule genau, dass sie kaum eine Chance haben werden, nach dem Abschluss einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Die Hauptschulen sind längst zu „Restschulen“ geworden, auf denen all jene landen, die keine Hilfe zum Lernen bekommen, die nicht (mehr) Lernen wollen oder können. Wozu also einen Abschluss machen? Wozu überhaupt mitmachen? – Die Lehrer der Rütli-Schule haben dagegen keine Argumente. Woher auch?

Selbst wenn es ein Jugendlicher mit Duldung schafft, Abitur zu machen, wird ihm in der Regel das Studium verweigert. Die Berliner Härtefallkommission hat immer wieder damit zu tun und versucht zu helfen.

Klar ist natürlich auch: Die Macho-Kultur vieler arabischer und türkischer Jugendlicher macht das Lernen so gut wie unmöglich. Denn Lernen heißt nun einmal Fehler machen und eigene Wissensdefizite erkennen, man muss sich korrigieren lassen und an sich arbeiten. Eine Kultur der Ehre, die Probleme leugnet, blockiert die intellektuellen und sozialen Entwicklungen.

Aber die Neuköllner Schulen sind auch keine Orte, an denen diese Haltung korrigiert werden könnte: Die Kollegien sind mit Vertretungsstunden überlastet, Fachkräfte für die sogenannten weichen Fächer wie Sport, Musik, Kunstunterricht – alles Fächer, in denen vor allem soziale Fähigkeiten geübt werden können – fehlen. Von AGs und Nachmittagsangeboten ganz zu schweigen! Dort könnten Respekt, Disziplin, Zielstrebigkeit und Kooperation geübt werden.

Wie das geht, zeigt FUSION, ein Projekt, das ebenfalls in der Rütlistraße ansässig ist. Dort stellen Jugendliche, die bisher überall herausgefallen sind, riesige bunte Skulpturen aus Metall und Kunststoff her, mit denen sie u.a. auf dem Karneval der Kulturen auftreten. FUSION bildet derzeit sehr erfolgreich Jugendliche als Breake-Dance- und Hip-Hop-LehrerInnen für andere Einrichtungen aus, wobei neben dem Tanztraining auch Pädagogik und Trainingsanleitung auf dem Lehrplan stehen. Außerdem betreiben die Jugendlichen ein öffentliches Cafe und laden zu Straßenfesten ein.

Es ist ganz falsch, jetzt nur nach der Polizei zu rufen, damit sie „unsere Werte“ durchsetzt. Polizisten können zeitweilig Kontrollen durchführen, mehr nicht.

Falsch ist es auch, die Probleme zu ethnisieren. Das erledigen die Jugendlichen schon ganz allein, wenn sie als „die Araber“ auf „die Türken“ losgehen: Friedbert Pflüger und die CDU bewegen sich auf demselben Niveau, wenn sie jetzt mit Herkunft und Nationalität argumentieren. In sozial benachteiligten Quartieren sind schon immer Gangs aufeinander losgegangen, nur dass sie sich vor 20 Jahren nicht über die Nationalität, sondern über Straßenzüge identifiziert haben. Die Gewalt und ihre Gründe müssen angegangen werden, statt die Identifizierungsmuster von 14-Jährigen zu Kategorien der Politik zu machen.

Die Ausweisungen von kriminellen Jugendlichen, wie sie von Friedbert Pflüger im Info-Radio gefordert wurde, verstärkt die Lebensunsicherheit und damit die Probleme der Jugendlichen. An diesen Migrantenjugendlichen, die zumeist schon hier geboren wurden, hat die deutsche Sozial- und Bildungspolitik versagt: Was sollen sie jetzt im Ausland?

Wir brauchen in den Problem-Kiezen Neueinstellungen bei Lehrern, auch um den Altersdurchschnitt der Kollegien zu senken, wir brauchen Sozialarbeiter und Konfliktlotsen.
Das dreigliedrige Schulsystem ist sozial ungerecht und entwicklungspsychologisch fatal.
Und die Schulen müssen sich endlich nach außen öffnen. Die Hilfen, die sie brauchen, können sie nur durch die Kooperation im Quartier bekommen.

Anteilnahme am Tod von Uwe Lieschied

Die Bezirksverordnetenversammlung bekundet am 29.3.06 ihre Anteilnahme am Tod des erschossenen Polizisten Uwe Lieschied:

„Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin nimmt tiefe Anteilnahme am Schicksal des 42-jährigen Polizeihauptkommissars Uwe Lieschied, der während seiner pflichtbewussten Dienstausübung im Neuköllner Norden niedergeschossen und dabei so schwer verletzt wurde, dass er seinen Verletzungen erlegen ist. Der Familie des Betroffenen spricht die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ihr tiefstes Mitgefühl aus.
Die BVV Neukölln begrüßt, dass der Täter für seine feige und niederträchige Tat zur Verantwortung gezogen werden kann. Den Einsatzkräften der Polizei, die eine schwere und gefährliche Aufgabe haben, bekunden wir unsere Solidarität und Hochachtung.“

Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen lassen ihre Sitzungsgelder vom 29.3.06 der Familie des Getöteten zukommen.

Stachel-Download

Der aktelle Neuköllner Stachel zur Bundestagswahl zum Download (pdf, ca. 3Mb)
Der aktelle Neuköllner Stachel zur Bundestagswahl zum Download (pdf, ca. 3Mb)
Link zur Kampagne Atomausstieg selber machen
Link zum Mitgliedantrag (http://www.partei-ergreifen.org/Mitglied-werden.389.0.html)
Klima ohne Wenn und Aber - Linkbanner zu www.gruenes-klima.de
Aufruf zum Spenden an den Kreisverband