Wir wollen ein fahrradfreundliches Neukölln!

Immer mehr Menschen fahren Fahrrad – auch in Neukölln. Doch für viele ist der Umstieg aus Gründen der Sicherheit oder Bequemlichkeit noch keine Option. Wir wollen die Bedingungen zum Radfahren in unserem Bezirk spürbar verbessern. Ein Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik ist längst überfällig. Die knappen Verkehrsflächen im Bezirk müssen endlich effektiv  genutzt werden. Denn eine konsequente Verkehrswende weg vom Auto ist nicht nur ein wichtiger Baustein für erfolgreichen Klimaschutz, sondern erhöht auch die Lebensqualität in der Stadt.

 

Unsere Ziele für einen fahrradfreundlichen Bezirk:

1. Platz für dein Fahrrad: Wir schaffen mehr Abstellmöglichkeiten!

Niemand lässt sein Fahrrad gerne an Verkehrszeichen und Laternen zurück. Der Mangel an Ständern und Bügeln macht das aber noch viel zu oft notwendig. Deshalb wollen wir Bürger*innen die Möglichkeit geben, ihren Bedarf an Stellplätzen online anzumelden, damit der Bezirk dort Stellplätze errichten kann, wo sie gebraucht werden. Der Bedarf an allen S- und vielen U-Bahnhöfen im Bezirk ist jetzt schon deutlich. An geeigneten Umsteigebahnhöfen wollen wir Parkhäuser für Fahrräder schaffen, damit den Menschen der Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln noch leichter fällt. Dort, wo kein anderer Platz vorhanden ist, wollen wir Autoparkplätze in Fahrradstellplätze umwandeln, denn wo ein Auto steht, können rund ein Dutzend Fahrräder Platz finden.

2. Sicherheit statt Autochaos: Wir setzen uns für mehr Fahrradstraßen ein!

Dieses Jahr wurden die ersten Fahrradstraßen in Neukölln beschlossen. Diese sollen zeigen, wie Stadtverkehr jenseits von Staus und Abgasen anders, besser und nachhaltiger funktionieren kann. Diesen Weg wollen wir weitergehen und uns für mehr Fahrradstraßen einsetzen. Durch die Beteiligung der Neuköllner*innen wollen wir die genaue Ausgestaltung planen und umsetzen.

3. Regel statt Ausnahme: Wir fordern mehr Fahrradstreifen!

Wir wollen ein Netz von Fahrradschnellwegen aufbauen, das an den Berliner Mauerweg anschließt. Autos sind bei gemeinsamer Straßennutzung häufig eine Gefahr für den Fahrradverkehr. In der Folge weichen Radfahrende häufig auf Gehsteige aus und es entstehen Nutzungskonflikte mit Fußgänger*innen. Grobes und schlecht befahrbares Kopfsteinpflaster führt ebenfalls zu entsprechendem Ausweichverhalten. Daher kommen verbesserte Bedingungen für Radfahrende in gleichem Maße auch Fußgänger*innen zugute.

Auf den großen Verbindungsstraßen müssen Fahrradstreifen oder für Radfahrer*innen benutzbare Busspuren mittelfristig zum Regelfall werden. Wir wissen, dass dieses Projekt eine längere Umsetzungszeit erfordert, da neben dem Bezirk auch die zentrale Verkehrslenkung Berlin zustimmen muss. Die bisherigen Erfahrungen von uns Grünen und Lobbyorganisationen stimmen uns aber optimistisch. Erste Erfolge sind zu verbuchen: Die Karl-Marx-Straße erhält auf Grüne Initiative hin beidseitig Radstreifen, die Fahrbahn der Donaustraße soll asphaltiert werden, die Weichselstraße soll bald folgen. 

4. Vorbildliche Verwaltung: Wir wollen Lastenfahrräder für das Bezirksamt!

Als Projekt mit Vorbildcharakter wollen wir für den Bezirk die Anschaffung von Lastenfahrrädern organisieren. Mit diesen können Aktentransporte zwischen einzelnen Verwaltungsstandorten und kleinere Besorgungen im Bezirk erledigt werden, für die bisher Autos eingesetzt werden. 

5. Gemeinsam verändern: Wir unterstützen den "Volksentscheid Fahrrad"!

Damit auch auf Landesebene die Voraussetzungen für eine bessere Fahrradpolitk geschaffen werden, unterstützen wir den "Volksentscheid Fahrrad". https://volksentscheid-fahrrad.de/

Dazu hat die Bezirksgruppe am 31. Mai 2016 folgenden Beschluss gefasst:

Bündnis 90/Die Grünen Neukölln unterstützen den Volksentscheid Fahrrad

Der Volksentscheid Fahrrad soll dabei helfen einen Richtungswechsel in der Berliner Verkehrspolitik einzuläuten. Viel mehr Berliner*innen würden Radfahren, wenn die Infrastruktur und damit die Sicherheitslage und der Komfort für Radfahrende besser wären. Leider tut der Senat hierfür zu wenig. Mit einem Volksbegehren und wenn nötig dem Volksentscheid, wird die öffentliche Diskussion über das Thema Radinfrastruktur angeschoben und der Druck auf den Senat zu handeln erhöht. Die Verbesserung der Radinfrastruktur ist auch für uns Grüne Neukölln ein zentrales Thema. Wir wollen die Bedingungen zum Radfahren in unserem Bezirk spürbar verbessern und damit den Umstieg auf das ökologischste Verkehrsmittel befördern. Deshalb unterstützen wir den Volksentscheid Fahrrad.

Weitere Informationen zum Volksentscheid findest du hier.

Aktuelle Meldungen zum Thema

  • Grüne Neukölln fordern Umbenennung der Wissmannstraße

    Am heutigen Internationalen Tag gegen Rassismus setzten die Grünen Neukölln ein Zeichen für die Aufarbeitung von Kolonialverbrechen. Die grüne Fraktion in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) fordert die Umbenennung der WIssmannstraße aufbauend auf einem Bürger*innenbeteilgungsprozess. Deshalb wurde die Straße heute schon symbolisch in „Aoua-Kéita-Straße“ umbenannt. mehr

  • BVV Neukölln: CDU, AfD und FDP verhindern dringend benötigte Verkehrsentlastung in Buckow

    In der gestrigen BVV hat die Grüne Fraktion mit besonderer Dringlichkeit einen Antrag eingebracht, der die zügige Erarbeitung eines Verkehrskonzepts für Buckow fordert. Durch die gerade eröffnete Geflüchtetenunterkunft in der Gerlinger Straße sind die öffentlichen Verkehrsmittel stark überlastet. CDU, AfD und FDP stimmten jedoch gegen die Dringlichkeit, so dass der Antrag nicht behandelt werden konnte. mehr

  • Grüne Fraktion begrüßt Pilotprojekt für Fahrradparken auf Fahrbahnen

    Neue Stellplätze für Fahrräder sollten nicht nur auf dem Gehweg entstehen, sondern auch auf der Fahrbahn – das forderte die Grüne Fraktion 2017 in der Neuköllner BVV. Jetzt zeigt der Antrag Wirkung: Noch im Frühjahr sollen knapp 50 neue Fahrradbügel auf Autoparkplätzen geschaffen werden. mehr

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    Die B.Z. berichtet am 17. September 2016 über einen Antrag der Grünen Fraktion, die Bürknerstraße ganz und die Weserstraße zwischen Kottbusser Damm und Pannierstraße zu Fahrradstraßen zu erklären. Dort gilt dann: gesperrt für Durchgangsverkehr, Radler haben Vorrecht. mehr

  • Unsere Plakate in Neukölln: Mehr als nur Blabla

    Wir haben in diesem Wahlkampf mal etwas Neues ausprobiert und Plakate aufgehängt, die sich ganz konkret auf einen bestimmten Ort und ein bestimmtes Thema beziehen. Im Video erklärt Jochen Biedermann, worum es uns bei RANGEZOOMT: NEUKÖLLN KONKRET geht. mehr

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Kontakt

Hast du Fragen zu unserem Programm? Hast du Ideen, Wünsche oder Anregungen, wie wir unseren Bezirk fahrradfreundlicher machen können? Dann schreib eine E-Mail an fahrrad(at)gruene-neukoelln.de.

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