Wir wollen die U7 bis zum BER

Zwar zeichnet sich noch keine Eröffnung des Hauptstadtflughafens ab. Prognosen gehen aber davon aus, dass mindestens die Hälfte der pro Jahr erwarteten 34 Millionen Fluggäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wird. Die aktuelle ÖPNV-Infrastruktur ist dieser Zahl nicht gewachsen. Schon oft war die U7 in den letzten Jahren Thema der BVV. Am 29. März hat sich die Neuköllner BVV nach langer Diskussion einstimmig für eine Verlängerung der U7 bis nach Schönefeld ausgesprochen.

Viele Wege führen nach Schönefeld. Doch die U7 mit anschließendem Shuttle-Bus ist die kürzeste Verbindung aus der Innenstadt und wird schon jetzt intensiv genutzt. Momentan endet die U-Bahnlinie in Rudow, wo die Fahrgäste in Busse umsteigen müssen. Sollte der BER jemals in Betrieb gehen, droht an der Rudower Spinne der Verkehrsinfarkt.

Die Grüne Fraktion in der Neuköllner BVV setzt sich schon lange für die Verlängerung ein. Die Forderung fand sich auch im Bezirkswahlprogramm von 2016. Zuletzt hat sich auch der grüne Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner dafür ausgesprochen, das Vorhaben zu prüfen. Der Berliner Morgenpost sagte er: „Wir rechnen mittelfristig mit Einwohnerzuwachs in Berlin auf bis zu 4,5 Millionen Menschen. Da brauchen wir neue Lösungen. Und das kann im Bedarfsfall auch eine neue U-Bahnstrecke sein.“

Am 29. März wurde die U7-Verlängerung in der Neuköllner BVV diskutiert. Der Antrag der SPD, dem sich auch Grüne und LINKE angeschlossen hatten, wurde durch 2 Änderungsanträge der CDU sowie von SPD/Grünen ergänzt und dann einstimmig angenommen. Auf Wunsch der CDU-Fraktion fand eine namentliche Abstimmung statt. In dem Antrag wird das Bezirksamt gebeten, sich bei den zuständigen Senatsstellen für eine U7-Verlängerung einzusetzen. In einem ersten Schritt soll der U7-Abschnitt bis ins Frauenviertel (Lieselotte-Berger-Platz) ausgebaut werden, darüber hinaus mindestens bis zum Regionalbahnhof Schönefeld, um schließlich die Anbindung zum BER herzustellen.

Der grüne BVV-Fraktionsvorsitzende Bernd Szczepanski meint: „Wir brauchen eine neue Verkehrspolitik: Weg vom Auto und eine Stärkung des ÖPNV. Die U7-Verlängerung ist da ein richtiger Schritt und tausendmal sinnvoller als der A100-Ausbau, der ein Vielfaches der Kosten verschlingt. Mit der einstimmigen Annahme des Antrags hat Neukölln ein starkes Zeichen gesetzt. Ich bin sicher, dieses Signal wird auch im Senat gehört"

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