Mehr Vielfalt, weniger Ausgrenzung: Bezirksgruppe diskutiert Ansätze für eine gerechtere Parteistruktur

In Zeiten, in denen reaktionäre, anti-emanzipatorische Stimmen Aufwind haben, ist es unsere Aufgabe, weiterhin mit Entschiedenheit für eine offene, vielfältige und bunte Gesellschaft einzustehen. Da Veränderung bei einem selbst anfängt, fassen wir uns an die eigene grüne Nase. Wie kann unsere Partei vielfältiger und gerechter werden? Das haben wir uns am letzten Dienstag bei der Neuköllner Bezirksgruppe gefragt.

Rhea Niggemann, frauen- und genderpolitische Sprecherin des Landesvorstands von Bündnis 90 / Die Grünen, stellte den Antrag "Reform der Frauenvollversammlung" vor, über den die kommende Landesdelegiertenkonferenz (LDK) beraten und abstimmen wird. Das Gremium soll als Delegiertengremium neu aufgesetzt und in "Frauen*Konferenz" umbenannt und dadurch sichtbarer, verbindlicher sowie real beschlussfähig werden.

Werner Graf, Co-Landesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen stellte den LDK-Antrag "Plural nach Vorne - Gesellschaftliche Vielfalt in unserer Partei fördern" vor. Mit der Gründung eines Diversitäts-Rats, einem Leitfaden für diskriminierungssensible Sprache, Diversitätstrainings und einer Antidiskriminierungsbeauftragten will der Landesverband für mehr Empowerment und weniger Ausgrenzung von Mitgliedern marginalisierter Gruppen sorgen. "

Als Grüne sind wir bei Frauen*rechten und gelebter Vielfalt innerhalb der eigenen Partei schon immer vorangegangen", erinnerte Werner. Rhea forderte: "Wir dürfen nicht müde werden, permanent daran zu arbeiten, unsere Partei inklusiver zu machen. Auch wenn das Land vielerorts noch nicht so weit ist, wollen und müssen wir bei uns selbst anfangen."