Kleine Anfrage (KA/067/XIX): Teilnahme von Grund- und Oberschulen an Projekten

Fragestellerin: Christians-Roshanai, Mahwareh 

Eingang: 04. Februar 2013 

Beantwortet: 06. März 2013

 

Teilnahme von Grund- und Oberschulen an Projekten

  1. Welche Grund-/Oberschulen nahmen das „buddY-Programm“ in Anspruch? Bitte um Nennung  des Jahres der Teilnahme und die Dauer des Projektes?
  2. An welchen Grund-/Oberschulen wird derzeit das Projekt angeboten und durchgeführt?
  3. Welche Grundschulen nahmen am Projekt „Hands for Kids“-Demokratie für Kinder“ teil? Bitte um Nennung  des Jahres und die Dauer der Teilnahme.
  4. Welche Grundschulen nehmen derzeit an diesem Projekt teil?
  5. Welche Grund-/Oberschulen führten das Projekt „Aktiv gegen Antisemitismus“ durch? In welchem Jahr wurde das Projekt durchgeführt und wie lange dauerte die Teilnahme?
  6. Welche Grund-/Oberschulen beteiligen sich derzeit an diesem Projekt?
  7. Welche Angebote bezüglich der Gewaltprävention existieren für 1. bis 4. Klässler?
  8. Welche externen Kooperationspartner führen diese durch?
  9. An welchen Grund-/Oberschulen führte die Polizei 2012 Anti-Gewalt-Veranstaltungen durch?
  10. Inwieweit wird das Lehr-/Erzieherpersonal zu den verschiedenen Aspekten der Gewaltprävention und Krisenintervention geschult?

 

Antwort des Bezirksamtes:

Sehr geehrte Frau Christians-Roshanai,

für die Beantwortung der Kleinen Anfrage wurden alle Neuköllner Schulen angeschrieben, von denen rund 80% Auskunft gegeben haben. Diese Rückmeldungen wurden ausgewertet und bilden die Grundlage der vorliegenden Antwort. 

Dies vorangestellt, beantworte ich Ihre Kleine Anfrage für das Bezirksamt wie folgt:

 

Zu den Fragen 1 und 2:

Von 2006 bis heute nahmen insgesamt 27 Grundschulen, 5 Sonderschulen und ein Gymnasium das „buddY-Programm“ in Anspruch. Allerdings beendeten seit 2008 mehrere Schulen das Programm. Das Projekt wird derzeit noch an 16 Grund- und 2 Sonderschulen angeboten.

 

Zu den Fragen 3 und 4:

Am Projekt „Hands for Kids – Demokratie für Kinder“ nahmen die Rixdorfer Schule, die Elbe-Schule und die Sonnen-Schule teil. Derzeit führen noch die Rixdorfer Schule und die Elbe-Schule das Projekt durch.

 

Zu Frage 5:

Keine.

 

Zu Frage 6:

Keine.

 

Zu den Fragen 7 und 8:

Jede Grundschule führt Angebote zur Gewaltprävention und Krisenintervention durch. Dazu zählt unter anderem die Ausbildung von Konfliktlotsen und Streitschlichtern, z.B. durch die Mediation von „Seniorpartner in School“ e.V.. Des Weiteren gibt es soziale Trainingskurse, das Programm EntwicklungsTherapie/ EntwicklungsPädagogik (ETEP), Präventionsarbeit zum Thema häusliche Gewalt durch BIG e.V., das Projekt „Sicher im Kiez!“, das Freiburger-Anti-Gewalt-Training (FAGT), die Programme „Faustlos“ und „Trainingsraum“ sowie das Schülerparlament und den Klassenrat zur Streitschlichtung.

An folgenden Grundschulen gibt es zudem Schulstationen, die auch gewaltpräventive Aufgaben übernehmen und die Schulen bei der Bewältigung von Krisensituationen unterstützen:

Theodor-Storm-Schule, Hans-Fallada-Schule, Elbe-Schule, Karl-Weise-Schule, Hermann-Boddin-Schule, Karlsgarten-Schule, Regenbogen-Schule, Peter-Petersen-Schule, Konrad-Agahd-Schule, Hermann-Sander-Schule, Richard-Schule, Hermann-Nohl-Schule, Sonnen-Schule, Silberstein-Schule, Zürich-Schule, Schule am Teltowkanal, Schule am Fliederbusch, Löwenzahn-Schule und 1. Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli.

 

Zu Frage 9:

Im Jahr 2012 führte die Polizei an 27 Grundschulen, 9 Integrierten Sekundarschulen (ISS), 4 Sonderschulen und 5 Gymnasien Anti-Gewalt-Veranstaltungen durch.

 

Zu Frage 10:

Im Rahmen der regionalen Lehrerfortbildung werden sehr vielfältige Schulungen angeboten. So gibt es im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 34 speziell unter dem Stichwort „Gewaltprävention“ angebotene Veranstaltungen zu Themen wie Mediation, Konfrontative Pädagogik, Amok, Mobbing, Umgang mit körperlicher und verbaler Gewalt. Zudem werden 83 Kurse zur Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik (ETEP) in allen Schulstufen sowie viele weitere Angebote zu gewaltbezogenen pädagogischen und/oder psychologischen Fragestellungen angeboten.

Außerhalb der von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft verantworteten Lehrerfortbildung gibt es eine kaum überschaubare Zahl an speziellen Angeboten für Lehrkräfte (Unfallkasse, Polizei, freie Träger etc.). 

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Franziska Giffey

 

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Die Anfrage inkl. Antwort können Sie hier auch als PDF-Dokument (ca. 60 KB) herunterladen.