Jugendliche endlich in die Jugendarbeit einbinden

Zum Ende des Jugendprojektes „Manege“ in der jetzigen Form erklärt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung:

Die Interessen der Jugendlichen müssen bei den bezirklichen Ausschreibungen im Bereich Jugend in Zukunft besser berücksichtigt werden.

Die Grünen bedauern, dass das Vorzeigeprojekt „Manege“ in der jetzigen Form nicht fortgeführt werden soll. Es ist völlig unverständlich, dass im Ausschreibungsverfahren des Bezirkes ein auf die Bedürfnisse der Rütli-Schule ausgerichtetes Projekt gefordert wird, in dem kaum Platz für das jetzige - sehr erfolgreiche - Konzept bleibt. Damit droht der Wert einer eigenständigen und unabhängigen Jugendarbeit verloren zu gehen, auf die die Kinder und Jugendlichen des ganzen Quartiers ein Recht haben. Der bisherige Projektträger „Fusion“ wird sich unter anderem aus diesem Grund nicht mehr für die Ausschreibung bewerben.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen BVV-Fraktion Gabriele Vonnekold zeigt sich erstaunt: „Das Konzept hinter der „Manege“ war ausgesprochen erfolgreich und wird immer wieder als Beispiel für funktionierende Jugendarbeit genannt. Warum dieses nun nicht im Sinne der Jugendlichen weitergeführt wird, ist für uns nicht nachvollziehbar."

Die Grüne Fraktion fordert daher das Ausschreibungsverfahren für die Vergabe von Jugendprojekten zu ändern. Damit sollen in Zukunft die Prozesse offener gestaltet werden, um Jugendliche besser einbeziehen zu können. Denn nur wenn die Jugendlichen von Anfang an mitgenommen werden, können in Zukunft gute Projekte wie die „Manege“ erkannt und gefördert werden.

Darüber hinaus müsse die Zuständigkeit solcher Projekte im Bezirk in der Abteilung Jugend liegen und nicht in der Abteilung Schule.

Zum Hintergrund: Am 23. Mai 2012 wird das Thema auch in der Bezirksverordnetenversammlung behandelt. Die Grüne Fraktion hat dazu eine Große Anfrage gestellt.